MIG Fonds - Anlegergelder sicher? - Fondsanalyse schockt Anleger

„MIG Fonds: Die Geldverbrennungsmaschine des Alfred Wieder“, so lautet die Überschrift der Pressemitteilung des Finanzinformationsdienstes GoMoPa vom 17.05.2016. Mehr als 1 Milliarde Euro sind in die MIG-Fonds investiert worden. Versprochen wurden dafür hohe Renditen durch Investments in Start-up-Unternehmen aus den Bereichen Biotechnologie und Gesundheit.

MIG Fonds: Verluste sind vorprogrammiert
GoMoPa zitiert aus einer noch unveröffentlichten Studie des Fondsanalysten Stephan Appel. Dort heißt es: „Die Chancen auf Renditen oder auch nur auf Rückzahlung des investierten Kapitals tendieren gegen Null – hohe Verluste seien vorprogrammiert“. Für die Anleger bedeutet das ein Schock.

MIG Fonds wurden zur Altersvorsorge angeboten
Haben sie doch vielfach ihre Beteiligung als Altersvorsorge empfohlen bekommen und vielfach sogar bestehende Lebensversicherungen aufgelöst, um dieses Geld in die vermeintlich renditestarken Produkte der MIG-Fonds zu investieren. Spätestens jetzt müssten die Anleger aus ihrem Traum vom sicheren Geld mit hoher Rendite aufwachen. Sie werden nichts erhalten.

MIG Fonds: Mit Exits sollten zweistellige Jahresrenditen erzielt werden
„Profiteure sind eine Gruppe von Initiatoren und Managern rund um den Vertriebsprofi Alfred Wieder und den Graumarktpaten Markus Fischer“, so schreibt GoMoPa. Mehr als 50.000 Anleger haben ihr Geld den MIG Fonds Initiatoren anvertraut. Über eine Milliarde Euro sind eingesammelt worden. Das Geld sollte in aussichtsreiche Start-up Unternehmen fließen. Bei den angestrebten Exits sollten zweistellige Jahresrenditen für die Anleger erzielt werden.

MIG Fonds: Statt hoher Renditen drohen den Investoren nur Verluste.
So lautet das Ergebnis des bisher unveröffentlichten Berichts aus der Feder des Analysten und Graumarkt-Kenners Stephan Appel.
Plakativ der Titel: „Geschäftsmodell zur Reproduktion des Emittenten mit billigender Inkaufnahme der Vernichtung des Anlegerkapitals – Analyse zur Eignung des MIG Private Equity Fondsmodells für Kleinanleger“.

MIG Fonds: Keine Chance für die Anleger
Dabei nimmt sich Appel nicht nur die 15 MIG-Fonds, sondern auch deren Vorgänger, die GAF Global Asset Funds und die GCF Global Chance Funds, vor. Die Wahrscheinlichkeit, dass die Fonds sich für die Anleger jemals rentieren, tendiere gegen Null, so heißt es. Jeder Exit müsse mindestens das 3- bis 4-fache des investierten Kapitals einspielen – und zwar bei allen Beteiligten. „Doch diese Perspektive ist fern jeder Realität“, kommentiert Appel.

MIG Fonds: Kosten und Gebühren fressen das Geld der Anleger auf
Doch dieses sei kein Zufall, heißt es. Durch exorbitante Vertriebskosten von rund 35 % sowie einer jährlichen Verwaltungsgebühr von 2 % ziehen die Initiatoren einen großen Teil des Kapitals aus den MIG Fonds ab. Aber selbst das tatsächlich investierte Kapital, rund 60 % der Einzahlungen, verwendet das MIG-Management nicht im Interesse der Anleger, befindet Appel.

MIG Fonds investieren in gescheiterte Unternehmen
„Der größte Teil der MIG-Unternehmen ist bestenfalls Durchschnitt und faktisch insolvent. Ein erheblicher Teil des in diese Unternehmen investierten Anlegerkapitals wird nicht zurückgezahlt werden können. Für einige Unternehmen steht das bereits fest (Sovicell, Virology). Andere Unternehmen werden vorläufig noch künstlich am Leben erhalten. Diese wirtschaftlich und technisch bereits gescheiterten Unternehmen erhalten für ihre substanzlose Administration weitere Gelder“, so Stephan Appel.

Management lässt MIG Fonds ausbluten
Das Ganze ist ein gutes Geschäft für Management, Vertrieb und Dienstleister im Umfeld der MIG, meist unabhängig vom Erfolg des Fonds. Die Initiatoren würden nicht nur von hohen Gebühren profitieren, sondern den Aderlass des Fonds absichtlich forcieren, so kommentiert Appel. Durch Insidergeschäfte mit Lieferanten und Lizenzgebern entziehe das MIG-Umfeld den Beteiligungsunternehmen massiv Kapital und lasse sie ausbluten.

Appel meint, dass – selbst wenn die überwiegende Anzahl der Anleger niemals ihr Geld zurückerhalten werde – könne das Management voraussichtlich zwei Jahrzehnte ein komfortables Auskommen haben.

MIG Fonds haben ausgeklügeltes Kapitalvernichtungssystem aufgebaut
Appel nimmt sich als krasses Beispiel das MIG Fonds Beteiligungsunternehmen Antisense Pharma Isarna vor. Die Schlüsselpersonen und die involvierten Manager hätten ein ausgeklügeltes Kapitalvernichtungssystem aufgebaut. Um an das Geld der Anleger zu kommen, hätten die beteiligten Akteure diverse Firmen gegründet. Diese würden Rechnungen für Leistungen  generieren, die zum Schaden des MIG Fonds Unternehmens Antisense eigentlich von Antisense selbst erbracht wurden.

MIG Fonds investieren in quasi tote Unternehmen
Faktisch hätten die mit Antisense verbundenen Manager den Vorwand, externe Lieferanten zu sein, sich an den MIG-Start-ups bereichert. Das MIG Fonds Management habe dieses Treiben sogar gefördert. Um die Abschreibung der größten MIG Fonds Beteiligung zu verhindern, habe das MIG Fonds Management immer mehr Geld in das quasi tote Unternehmen investiert.

Konsequenzen für MIG Fonds Anleger
Das Ergebnis der Appel-Analyse ist vernichtend. Welche Konsequenzen müssen Anleger daraus ziehen? Das Ergebnis ist klar: So schnell wie es geht, müssen Anleger ihre Beteiligung beenden, um nicht weitere Verluste hinzunehmen. Zudem können Schadensersatzansprüche gegen Vermittler und Vertriebe geltend gemacht werden.

Resch Rechtsanwälte – Anlegerschutz seit 1986

Resch Rechtsanwälte bieten den Anlegern der MIG-Fonds die kostenlose Prüfung   ihres Falles an. Füllen Sie den Fragebogen aus oder rufen Sie an unter 030 885 97 70.