MIG Fonds - FONDS professionell warnt

Ihren 16. MIG-Fonds haben jetzt die Macher des HMW Emissionshaus AG herausgebracht. Schaut man sich die bisherigen 15 MIG-Fonds aus dem bayrischen Pullach an, dann dürften die Anleger der MIG-Fonds mehr als ernüchtert sein. Für die Anleger der MIG Fonds bleibt die Frage, wie sie ihr Geld zurück erhalten?

MIG Fonds: Mit Jubelmeldungen bei Laune gehalten
Nach den Aussagen von FONDS professionell werden die Anleger der MIG-Fonds auf eine ungewisse Zukunft verwiesen und vertröstet. Die Anleger der MIG-Fonds spüren das, wenn sie mal wieder mit Jubelmeldungen bei Laune gehalten werden sollen. Von 2005 bis 2019 haben rund 60000 Anleger aus Deutschland und Österreich mehr als eine Milliarde in die MIG-Fonds 1 bis 15 eingezahlt.

MIG Fonds: Das Fondsmanagement macht sich reich

Aber das eigentliche Problem der MIG-Fonds besteht darin, dass der Gutteil des eingesammelten Venture-Kapitals gar nicht erst bei den Beteiligungsunternehmen ankommt, sondern in Vertrieben und Fondsmanagement stecken. Die MIG-Fonds haben nach Angaben von fondsprofessionell bis Ende 2018 nur rund ein Viertel des Kapitals an die Anleger ausgezahlt.

MIG Fonds: Klumpenrisiken bei den Beteiligungen

Bis Ende 2018 hatten sich die MIG-Fonds an 37 Unternehmen beteiligt. Schwergewicht waren nach pharmazeutische Unternehmen, wie das Forschungsunternehmen Isarna, in das seit 2005 ein Fünftel der Gesamtmittel flossen. Für die Anleger der MIG-Fonds bedeutet das ein erhebliches Klumpenrisiko. Rund weitere 15 % des investierten Kapital stecken in den Unternehmen Affiris und APK. In diesen drei Unternehmen steckt also ein Risiko, das über Sein oder Nichtsein der MIG-Fonds entscheiden könnte. Darüber kann auch nicht hinwegtäuschen, dass hier ein Mega-Exit gefeiert wurde. Das Gesamtergebnis der MIG-Fonds ist eher bescheiden.

MIG Fonds: Warnungen schon 2016
So hatte schon 2016 der Hamburger Fondsanalyst Stephan Appel in einer Studie erklärt, jedes der Beteiligungsunternehmen der MIG Fonds müsste bei einem Exit mindestens das Drei- bis Vierfache an Gewinn einspielen, um die MIG-Anleger insgesamt in die Gewinnzone zu bringen. Das sei jedoch unmöglich. Bis Ende 2018 sei mit den MIG-Fonds 1, 3, 5 und, deren Laufzeit in den Jahren von 2014 bis 2018 endete, eine Gesamtausschüttung von 24 % des platzierten Kapitals erreicht worden.

MIG Fonds: Es geht um den Selbsterhalt des Fondsmanagements
Nach Appel ist das Geschäftsmodell ganz einfach - es ist das Eigenerhaltungsziel, die Sicherstellung der Finanzierung des bis zu 40 % des Anlagekapitals verschlingenden Fondsmanagements. Die Wahrscheinlichkeit, dass sich die Fonds jemals für die Anleger rentieren, tendiert nach Appels Einschätzung gegen null.

MIG Fonds: Anleger werden hingehalten und vertröstet
Um dieses umzusetzen, erleben die Anleger der MIG-Fonds immer wieder, dass sie hingehalten werden. Das Vertrösten ist ein wichtiger Teil des Gesamtkonzeptes. Die grandiosen Exit-Erfolgsmeldungen machen Hoffnung bei den Anlegern, sie sind bereit, weiter zu warten und hoffen immer noch, dass die ihnen einst gemachten Versprechungen eingehalten werden. Viele Anleger haben ihr Geld auf Rat der Anlageberater aus Lebensversicherungen in das hochriskante Modell der MIG-Fonds gesteckt.

MIG Fonds: Schadensersatz für Anleger
Hier gibt es aber auch für die Anleger der MIG-Fonds die Chance auf Schadensersatz. Ein Anlageberater musste die Anleger umfangreich und umfassend über die mit der Beteiligung verbundenen Risiken aufklären. Dazu gehört insbesondere auch der hohe Anteil an Nebenkosten und die Risiken eines Wagniskapitalmodells.

MIG Fonds: Für sicherheitsorientiere Anleger ungeeignet
Von vornherein kann man sagen, dass Wagniskapital für sicherheitsorientierte Anleger völlig ungeeignet ist. Das gilt insbesondere dann, wenn sie überredet werden, bestehende Lebensversicherungen aufzulösen, um diese in einen solchen Fonds einzuspeisen. Hier gibt es eine ständige Rechtsprechung, die dem Anleger einen klaren Schadensersatzanspruch gewährt. Es gibt es bereits unzählige Urteile und Vergleiche gegen Anlageberater der MIG-Fonds.

Resch Rechtsanwälte – Anlegerschutz seit 1986
Resch Rechtsanwälte bieten den Anlegern der MIG-Fonds die kostenlose Prüfung ihres Falles an. Rufen Sie an unter 030 885 97 70 oder füllen Sie das Kontaktformular aus.