MIG Fonds - Zahlungen einstellen? Geht das einfach so?

Viele Anleger der MIG Fonds fragen sich, ob sie nicht einfach ihre Zahlungen einstellen können. Dabei wissen die meisten Anleger der MIG fonds nicht, das sie Kommanditisten in einer Kommanditgesellschaft geworden sind und für die Einzahlung ihrer Einlage mit ihrem ganzen Vermögen persönlich haften. Reicht es, einfach nicht mehr die Raten an den MIG Fonds zu zahlen? Nein! Dies ist nur möglich, wenn man weiß, wie es rechtlich umgesetzt werden kann. Nicht an den MIG Fonds zahlen, ist jedenfalls keine Lösung. Der Anleger, der seine Zahlungen an den MIG Fonds einstellt, muss genau wissen, wie er es rechtlich sicher umsetzt, ohne in die persönliche Haftung zu geraten.

MIG Fonds - Zahlungen einstellen? Kein Ratensparplan zur Altersvorsorge
Der Vertrieb der Fondsanteile ist in den meisten bekannten Fällen unter fragwürdigen Umständen zustande gekommen. Häufig wurde den Anlegern der MIG Fonds erklärt, sie würden einen Ratensparplan zur Altersvorsorge abschließen. Vielfach wurden sie überredet, bestehende Lebensversicherungen oder ähnliche, sichere Kapitalanlagen zu kündigen, um dieses Geld in einen MIG Fonds einzuzahlen. Innerhalb weniger Jahre würde sich der Einsatz verdoppeln. Schon nach wenigen Jahren würde die Anleger durch die „Exits“ Ausschüttungen erhalten. Den Anlegern wurde versichert, die Beteiligung sei eine sichere Kapitalanlage, bei der nichts schiefgehen könne.

MIG Fonds - einfach Zahlung einstellen? Nein, trotz Totalverlustrisiko!

Diese Versprechungen haben mit der Wahrheit schlicht nichts zu tun. Die Anleger der MIG Fonds werden Kommanditisten einer Kommanditgesellschaft. Die Beteiligung an einem MIG Fonds ist kein Ratensparplan zur Altersvorsorge, sondern eine unternehmerische Beteiligung an einem Wagniskapital Fonds. Hoch riskant! Manche Analysten meinen, der Erfolg könne bei den MIG Fonds nicht einmal theoretisch eintreten.

MIG Fonds - Zahlung einstellen? Persönliche Haftung der Anleger
Der Anleger ist verpflichtet, den sogenannten Zeichnungsbetrag, also den Betrag, den er bis zum Ende eingezahlt haben muss, auch tatsächlich einzuzahlen. Er ist persönlich für diese Summe in der Haftung. Ihm wird lediglich gestattet, diesen Haftbetrag über Jahre in monatlichen Raten einzubezahlen. Mit einem Ratensparplan zur Altersvorsorge hat das Ganze nichts zu tun. Eine schlichte Lüge.

MIG Fonds – Zahlung einstellen? Schadensersatz für Anleger
So sind viele Anlageberater, die mit diesen oder ähnlichen Argumenten ihre Kunden für die Beteiligung an einem MIG Fonds geworben haben, zum Schadensersatz verurteilt worden. Gleichzeitig konnte erreicht werden, dass die weitere Einzahlung gestoppt wurde. Grundsätzlich ist eine Beteiligung an dem MIG Fonds nicht kündbar und der Anleger ist verpflichtet, den vollen Zeichnungsbetrag zu bezahlen.

MIG Fonds – Zahlung einstellen? Welche Voraussetzungen müssen vorliegen?
Wenn also der Anleger eines MIG Fonds die Zahlung einstellen will, dann muss er beachten, dass dafür bestimmte rechtliche Voraussetzungen erfüllt sein müssen. Dann muss die Beteiligung aus wichtigem Grunde ordnungsgemäß beendet werden. Dass die Versprechungen nicht eingehalten worden sind oder dass eine persönliche Haftung auf die gesamte Zahlungssumme besteht, ist für sich allein kein wichtiger Grund, der zur Beendigung der Beteiligung an dem MIG Fonds führt. Gerade wenn ein Fonds, also hier ein MIG Fonds, schlecht läuft und Liquidität benötigt wird, ist der Anleger als Kommanditist besonders verpflichtet, seine Zahlungen zu leisten.

MIG Fonds – Zahlung einstellen? Ja, gewusst wie!
Aber die gute Nachricht lautet, man kann eine laufende Beteiligung an einem MIG Fonds kündigen und bei dem MIG Fonds die Zahlung einstellen, aber das muss rechtlich sicher umgesetzt werden. Damit wird ein Anleger regelmäßig überfordert sein und die Hilfe eines im Anlegerrecht kundigen Rechtsanwaltes benötigen. Mit der Beendigung seiner Stellung als Kommanditist ist er auch von der Zahlungspflicht befreit.

MIG Fonds:  Wann haftet der Anlageberater?
In einem zweiten Schritt kann er dann sehen, dass er den Anlageberater wegen der Falschberatung in Haftung nimmt. Er bekommt also nicht von dem MIG Fonds sein Geld wieder, sondern als Schadensersatzanspruch von dem Anlageberater. Im Ergebnis wird er so gestellt, als hätte er die Beteiligung an dem MIG Fonds nicht gezeichnet.

MIG Fonds - Zahlung einstellen? Nicht den Vermittler fragen!
Wieder machen die Anleger der MIG Fonds den Fehler, dass sie ihren Anlageberater fragen, was sie tun sollen und ob sie die Beteiligung kündigen sollen. Da machen sie den Bock zum Gärtner. Auch wenn der Anlageberater selber gar nicht gewusst hat, in welches Risiko er seinen Kunden gestürzt hat, wird er ihm schwerlich sagen, dass das Ganze ein Fehler gewesen ist und dass es am besten wäre, er würde jetzt die Beteiligung beenden und er, der Anlageberater, würde ihm das bereits eingezahlte Geld zurückzahlen. Das wird man wohl selbst von den anständigsten Anlageberatern kaum erwarten dürfen.

MIG Fonds:  Vermittler müssen wissen, was sie verkaufen!
Aber im Regelfall sind die Anlageberater nicht so unschuldig. Sie hatten die Aufgabe, sich über das Modell der MIG Fonds Kenntnis zu verschaffen. Ihnen hätte ohne Weiteres bekannt sein müssen, dass rund 40 % des Kapitals in die Fonds- und Vertriebsstrukturen eingebracht werden oder 60 % tatsächlich in die Startups, im Wesentlichen in der Medizinbranche, investiert werden.

MIG Fonds: Nichts für sicherheitsorientierte Anleger
Aber es ist eben auch Wagniskapital und schon allein deshalb für sicherheitsorientierte Anleger und gerade unter Auflösung einer Lebensversicherung völlig ungeeignet. Der Bundesgerichtshof hat in einem Urteil entschieden, dass eine Falschberatung vorliegt, wenn ein Anlageberater eine Anlage als ein sicheres Geschäft empfiehlt, sich an einem geschlossenen Kapitalfonds zu beteiligen, dieses gilt umso mehr für einen Wagniskapitalfonds und erst recht für einen Fonds, wo schon 40 % des Kapitals gar nicht investiert werden.

MIG Fonds – Zahlung einstellen? Verwaltung frisst Geld auf!
So lassen also auch die bisherigen Ergebnisse der MIG Fonds eher Zweifel an dem gesamten Konzept aufkommen. Der Hamburger Fondsanalyst Appel hat erklärt, bei einem solchen Konzept, welches die den MIG Fonds ausmacht, sei der Erfolg nicht einmal theoretisch möglich. FONDS professionell online hat im Sommer 2019 geschrieben, dass das Prinzip des Fonds ein Hinhalten sei. Das ist nur zu verständlich, denn bei einem so hohen Anteil an Verwaltungskosten dürfte das Hauptmotiv darin bestehen, weiter zu kassieren und möglichst lange die hohen Fondsverwaltungsgebühren zu kassieren.

Resch Rechtsanwälte – Anlegerschutz seit 1986
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