MPC Bioenergie Brasilien Bankenhaftung bei Falschberatung

2009 wurde der Ökofonds MPC Bioenergie Brasilien aufgelegt. Mit dem MPC Bioenergie Brasilien sollte ein Biomasse-Kraftwerk in Brasilien errichtet werden. Bislang wurde allerdings nur Cash verbrannt statt Biomasse. Das Projekt ist gescheitert und kann nur durch ein Darlehen der Muttergesellschaft vor dem Totalverlust gerettet werden

Basiskonzept des MPC Bioenergie Brasilien:
Rund 600 Anleger haben bislang ihr Kapital von 12,6 Millionen Euro eingezahlt. Allerdings war das ursprüngliche Konzept auf knapp 27 Millionen Euro angelegt. Der Ökofonds MPC Bioenergie Brasilien konnte allerdings nicht voll platziert werden. Mit dem Anlegergeld sollte ein Biokraftwerk im Bundesstaat Rio Grande de Sul in Südbrasilien gekauft und fertiggestellt werden. Durch die Verbrennung von 96 Tonnen Reishülsen pro Jahr sollte das Kraftwerk 12,3 Megawatt Strom erzeugen. Zusätzliche Renditen für die Anleger sollten aus dem CO2 Handel und aus dem Verkauf der Reishülsenasche erzielt werden.

MPC Bioenergie Brasilien: Pleiten, Pech und Pannen
2010 sollte das Kraftwerk fertig sein. Es wurde aber nicht fristgerecht abgeschlossen. Nach zwei Jahren Verzögerung ging das Biomasse-Kraftwerk 2012 letztendlich doch noch ans Netz. Aber auch nach der Fertigstellung des Biokraftwerks riss die Pannenserie nicht ab. Die Anleger erzielten in den ersten Monaten nicht die Gewinnprognosen. Das Biomasse-Kraftwerk und musste für Wartungsarbeiten im März und April 2014 erneut vom Netz genommen werden. Seither streiten die MPC Verwaltung und Kraftwerkbauer Ariba vor einem Schiedsgericht, wer die schlechte Leistung bezahlt. Zwischenzeitlich ist das Kraftwerk mit Verlusten verkauft.

MPC Bioenergie Brasilien: Nicht geeignet für sicherheitsorientierte Anleger

Für viele Anleger ist dieses eine Überraschung. Der MPC Bioenergie Brasilien wurde ihnen als eine sichere Kapitalanlage angeboten, der auch zur Altersvorsorge geeignet sein sollte. Vielen Anlegern ist nicht bewusst, dass sie mit der Beteiligung einer Kommanditgesellschaft auch den entsprechenden unternehmerischen Risiken tragen. Diese Risiken können bis zum Totalverlust gehen.

MPC Bioenergie Brasilien: Anleger müssen umfassend aufgeklärt werden

Über alle diese Risiken muss ein Anleger vorher aufgeklärt werden, so fordert es die Rechtsprechung des Bundesgerichtshofes. Der Vermittler muss anleger- und anlagegerecht beraten, er muss also genau prüfen, ob der von ihm angebotene Ökofonds MPC Bioenergie Brasilien auf die persönlichen Bedürfnissen und Erwartungen des Anlegers übereinstimmt.

MPC Bioenergie Brasilien: Persönliche Haftung der Anleger

Dem Anleger muss bewusst gemacht werden, dass die Beteiligung einer Kommanditgesellschaft grundsätzlich für einen bestimmten Zeitraum nicht gekündigt werden kann, dass die Handelbarkeit (Fungibilität) höchst eingeschränkt ist, das Ausschüttungen nicht automatisch Gewinne sind und bei gewinnunabhängigen Ausschüttungen im Falle von Liquiditätsengpässen oder gar Insolvenz diese Ausschüttungen im Falle des § 172 HGB wieder zurückgezahlt werden müssen.

MPC Bioenergie Brasilien: Bankenhaftung wegen Rückvergütung

Wird die Beteiligung über eine Bank vermittelt, muss diese zudem auf die Innenprovision hinweisen, die sie für die Vermittlung des MPC Bioenergie Brasilien Ökofonds erhält. Der Bundesgerichtshof sieht in der Zahlung einer solchen Rückvergütung einen Interessenkonflikt, der dem Kunden ungefragt offengelegt werden muss.

MPC Bioenergie Brasilien: Anleger fordern Schadensersatz
Wird ein Anleger über diese Innenprovision nicht aufgeklärt oder werden ihm andere unhaltbare Versprechungen gemacht liegt eine Falschberatung vor. Die Falschberatung gewährt einen Anspruch auf Schadensersatz. Der Anleger wird so gestellt als hätte er die Beteiligung nicht gezeichnet.

12.07.2016

Resch Rechtsanwälte – Anlegerschutz seit 1986.

Resch Rechtsanwälte bieten den Anlegern des  MPC Bioenergie Brasilien Ökofonds die kostenlose Prüfung ihres Falles an. Füllen Sie den Fragebogen aus oder rufen Sie an unter 030 885 97 70.