MPC Deepsea Oil Explorer ++ Totalverlust ++ Risiko

 

Ein Gemeinschaftswerk der MPC Capital Gruppe und der HCI sollte es sein. Die Emissionshäuser haben in 2008 wohl den größten geschlossenen Fonds mit mehr als 5.500 Kapitalanlegern als MPC Deepsea Oil Explorer GmbH & Co. KG aufgelegt. Das Projekt entwickelt sich zu einem Desaster. Welche Rechte haben die Anleger der MPC Deepsea Oil Explorer? Können sie ihr Geld zurückverlangen?

MPC Deepsea Oil Explorer mit Startschwierigkeiten

Von Anfang an lief das Projekt aus dem Ruder. Eine Werft in Abu Dhabi sollte die Ölplattform bauen. Die beiden deutschen Fonds, der MPC Deepsea Oil Explorer und der HCI Parallelfonds, hatten ohnehin nur einen Minderheitsanteil von 47 %. Mehrheitsgesellschafter ist die niederländische Genossenschaft Delba Drilling International Coöperatie U. A. Mithin waren die deutschen Anleger von vorn herein nicht Herr über die Plattform.

MPC Deepsea Oil Explorer muss Bauverzögerung bezahlen

Als die Werft in Abu Dhabi 2010 den Bautermin nicht einhalten konnte, musste sie an die brasilianische Petrobras, die die Ölplattform bereits gemietet hatte, eine tägliche Ausfallentschädigung in Höhe von 77.000,00 Euro bezahlen.

Fehlende Risikoabsicherung des MPC Deepsea Oil Explorer Fonds

Leider hatten MPC Deepsea Oil Explorer und HCI vergessen, sich gegen dieses Risiko abzusichern. Den Schaden mussten die Anleger des MPC Deepsea Oil Explorer Fonds und des HCI Fonds tragen. Es musste sogar noch ein zusätzlicher Kredit von fast 53 Millionen Euro aufgenommen werden. Dieser Kredit ist von den Anlegern der MPC Deepsea Oil Explorer zusätzlich zu bedienen.

Anleger des MPC Deepsea Oil Explorer verzichten auf Ausschüttungen

Um das ganze Projekt zu retten, mussten die Anleger 2011 einem Sanierungskonzept zustimmen, an dessen Tragfähigkeit von vorn herein Zweifel bestanden haben. Im Zuge dieser Sanierung müssen die Anleger zudem bis 2018 auf jegliche Ausschüttungen verzichten.

Haftungsansprüche gegen MPC Deepsea Oil Explorer

Viele dieser Probleme wirken hausgemacht. Die MPC Capital und HCI haben nicht die Sicherheitsmechanismen eingebaut, die Anleger vor derartigen Widrigkeiten hätten schützen können. Wegen dieses systemimmanenten Fehlers dürften direkte Haftungsansprüche gegen MPC Capital gegeben sein. Grundsätzlich sind derartige Unternehmensbeteiligungen risikobehaftet, ohne dass es zu solchen dramatischen Zuspitzungen kommen muss.

MPC Deepsea Oil Exploper zur Altersvorsorge ungeeignet

Die Anleger beteiligen sich an einem Unternehmen und sind damit an den Gewinnen und mithin auch an den Verlusten beteiligt. Ausschüttungen können nicht garantiert werden. Deswegen ist eine Beteiligung an dem MPC Deepsea Oil Explorer Fonds von vorn herein für sicherheitsorientierte Anleger ungeeignet gewesen. Viele haben die Beteiligung zur Altersvorsorge erworben. Diesen Ansprüchen kann ein Fonds schlechterdings nicht gerecht werden.

Haftung wegen Falschberatung gegen Vermittler

Auf diese Risiken, die bis zum Risiko des Totalverlustes gehen, hätten die Vermittler deutlich hinweisen müssen. Ein Anlageberater muss seine Kunden individuell aufklären. Er muss anlage- und anlegergerecht beraten. Tut er dieses nicht, haftet er für die Falschberatung. Der Anleger hat Anspruch auf Schadensersatz und wird im Ergebnis so gestellt, als hätte er die Beteiligung an dem MPC Deepsea Oil Explorer Fonds nicht gezeichnet.

25.06.2015

MPC Deepsea Oil Explorer ++ Totalverlust ++ Risiko

Resch Rechtsanwälte – Anlegerschutz seit 1986.

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