MPC MS „Santa Lorena" und MS „Santa Luciana"

Im Jahr 2007 hatte das Emissionshaus MPC Capital AG den Schiffsfonds MPC MS „Santa Lorena“ und MS „Santa Luciana“ aufgelegt. Die Anleger haben ihre prognostizierten Ausschüttungen nicht erhalten. Sie fragen sich, ob sie die Beteiligung an dem Schiffsfonds MPC Capital MS "Santa Lorena" und MS "Santa Luciana" rückabwickeln können.

Basisdaten des Schiffsfonds MPC MS „Santa Lorena" und MS „Santa Luciana"
Das Gesamtinvestitionsvolumen des Schiffsfonds MPC MS „Santa Lorena" und MS „Santa Luciana" beträgt € 223.946.000,00. Die Anleger erbringen davon einen Betrag von € 77.580.000,00. Die Fremdfinanzierung beträgt € 146.366.000,00. Bislang wurden keine Ausschüttungen geleistet.

Der Schiffsfonds MPC MS "Santa Lorena" und MS "Santa Luciana" beteiligt sich an der Kommanditgesellschaft MS „Santa Lorena“ Offen Reederei GmbH & Co. und an der Kommanditgesellschaft MS „Santa Luciana“ Offen Reederei GmbH & Co. Beide Gesellschaften halten das gleichnamige Vollcontainerschiff in der Kommanditgesellschaft.

MPC MS „Santa Lorena“ : Nichts für sicherheitsorientierte Anleger
Für sicherheitsorientierte Anleger war die Beteiligung an dem Schiffsfonds MPC MS "Santa Lorena" und MS "Santa Luciana" von vornherein ungeeignet. Schon im Jahr 2010 zeichnete sich ein Überangebot an Schiffskapazitäten und drohende fallende Charterpreise ab, das durch die im Jahr 2008 ausgebrochene Weltwirtschaftskrise nur weiter beschleunigt wurde. Bis heute hat sich der Markt nicht gefangen.

MPC MS „Santa Lorena: und MS „Santa Luciana“: Umfassende Beratung
Ein Anlageberater muss seinen Kunden auf alle Risiken hinweisen. Er muss seinen Kunden anleger- und anlagegerecht beraten. Er muss darauf achten, dass der von ihm empfohlene Schiffsfonds MPC MS "Santa Lorena" und MS "Santa Luciana" den persönlichen Bedürfnissen des Anlegers entspricht.

Rückforderung von Ausschüttungen

Zu den Beratungspflichten des Anlageberaters gehört auch der Hinweis, dass Ausschüttungen unter Umständen wieder zurückgefordert werden müssen, wenn diese Ausschüttungen nicht durch Gewinne erwirtschaftet wurden. Bei Liquiditätsproblemen oder gar bei der Insolvenz kann der Insolvenzverwalter gemäß § 172 HGB die Rückzahlung dieser Ausschüttungen verlangen. Die Anleger müssen sich bewusst sein, dass die Rückforderung der Ausschüttungen nur unter ganz bestimmten Voraussetzungen abgewehrt werden kann.

Verlängerte Verjährung für Rückforderung

Die Forderung zur Rückzahlung von Ausschüttungen unterliegt nicht der 10-jährigen absoluten Verjährungsfrist, wie die potenziellen Schadensersatzansprüche. Den Anlegern droht also nicht nur der Totalverlust, sondern sie müssen sogar befürchten, dass sie bereits erhaltene Ausschüttungen am Ende wieder zurückzahlen müssen.

MPC MS „Santa Lorena“: Bank muss auf Provision hinweisen
Wird die Beteiligung über eine Bank vermittelt, muss diese zudem auf die Innenprovision hinweisen, die sie für die Vermittlung des Schiffsfonds MPC MS "Santa Lorena" und MS "Santa Luciana" erhalten hat. Der Bundesgerichtshof sieht in der Zahlung einer sogenannten Rückvergütung (Kick-back-Zahlung) einen Interessenkonflikt, der dem Anleger ungefragt offengelegt werden muss.

MPC MS "Santa Lorena" und MS "Santa Luciana": Anleger verlangen Schadensersatz
Wird ein Anleger nicht ordnungsgemäß beraten oder werden ihm wesentliche Fakten verschwiegen, steht ihm grundsätzlich ein Schadensersatzanspruch zu. Er wird so gestellt, als hätte er die Beteiligung an dem Schiffsfonds MPC MS "Santa Lorena" und MS "Santa Luciana" nicht gezeichnet.

27.06.2017

Resch Rechtsanwälte – Anlegerschutz seit 1986.

Resch Rechtsanwälte bieten den Anlegern des Schiffsfonds MPC MS "Santa Lorena" und MS "Santa Luciana"  die kostenlose Prüfung ihres Falles an.  Füllen Sie den Fragebogen aus oder rufen Sie an unter 030 885 97 70.