MPC Schiffsfonds Rückforderung von Ausschüttungen

Für die Anleger von MPC-Schiffsfonds ist es immer wieder eine böse Überraschung, wenn sie nach Jahren oder oft nach Jahrzehnten einen Brief vom Insolvenzverwalter erhalten und zur Rückzahlung von Ausschüttungen aufgefordert werden. Müssen die Anleger der MPC-Fonds erhaltene Ausschüttungen im Falle einer Insolvenz wieder zurückzahlen? Mit welcher Strategie können die Rückforderungsansprüche auf Rückzahlung der Ausschüttungen des Insolvenzverwalters abgewehrt werden?

MPC-Schiffsfonds: Ausschüttungen sind meist keine Gewinne

Die Zeichner von MPC-Schiffsfonds sind am Anfang nicht überrascht, dass ihnen die versprochenen Renditen bezahlt werden. Versprochen – gehalten, so denken viele. Die Anleger der MPC-Schiffsfonds machen sich keine Gedanken, dass diese Renditen nicht aus erwirtschafteten Gewinnen gezahlt werden. Es sind Ausschüttungen, die aus ihrem eigenen Kommanditkapital geleistet werden. Anders gesagt, die Anleger der MPC-Schiffsfonds erhalten nur ihr eigenes Geld zurück. Wenn es dann später zur Insolvenz ihres MPC-Schiffsfonds gekommen ist, haben dann viele das Gefühl, dass ihre Verluste durch die Ausschüttungen immerhin teilweise kompensiert worden sind.

MPC-Schiffsfonds: Wann ist Rückforderung der Ausschüttungen gerechtfertigt?
Die Insolvenzverwalter berufen sich bei der Rückforderung von Ausschüttungen immer auf § 172 HGB. Sie begründen den Anspruch auf Rückzahlung von Ausschüttungen damit, dass diese Ausschüttungen trotz der von dem MPC-Schiffsfonds eingefahrenen Verluste ausgeschüttet wurden. Es waren folglich keine Gewinne. Es besteht die Pflicht zur Rückzahlung der Ausschüttungen, so wird vom Insolvenzverwalter argumentiert.
Ärgerlich ist es für die Anleger der MPC-Schiffsfonds, wenn dann auch noch die potenziellen Schadensersatzansprüche nach 10 Jahren verjährt sind. Die Ausschüttungen können aber auch nach Ablauf der absoluten Verjährungsfrist von 10 Jahren für Schadensersatzansprüche geltend gemacht werden.

MPC-Schiffsfonds: Wie kann Rückforderung von Ausschüttungen abgewehrt werden?
Auch wenn grundsätzlich also Ausschüttungen wieder zurückgezahlt werden müssen, gibt es doch im Einzelfall immer wieder Ansätze, wie dieses verhindert werden kann. Dabei gibt es bei den MPC-Schiffsfonds Unterschiede zwischen der Haft- und der Pflichteinlage. Zudem kommt es auf die Stellung des Treuhänders und die Eintragung des Anlegers im Handelsregister an. Zudem gibt es unterschiedliche Verjährungsfristen für die Geltendmachung von Rückforderungsansprüchen aus dem Handels- und dem Zivilrecht. Auf jeden Fall sollte eine individuelle Prüfung des konkreten MPC-Schiffsfonds vorgenommen werden. Anleger der MPC-Schiffsfonds sollten keinesfalls sofort bezahlen.

Resch Rechtsanwälte – Anlegerschutz seit 1986
Wenn Sie als Anleger der MPC-Schiffsfonds aufgefordert werden, etwaige Ausschüttungen wieder zurückzuzahlen, rufen Sie an unter 030 885 97 70 oder füllen Sie den Fragebogen aus. Sie erhalten eine kostenlose Ersteinschätzung Ihres Falles.