Multi Asset Portfolio 3 - Desaster auf mehreren Ebenen

Der Dachfond Multi Asset Portfolio 3 wurde seit Mai 2012 vom Emissionshaus Steiner + Company GmbH ausgegeben. Die Anleger investierten in eine Blindpool der Multi Asset Portfolio 3 GmbH & Co. KG. Geplant waren weltweite Investitionen in fünf Assetklassen mit jeweils fünf Zielfonds. Letztlich verteilt sich die Nettoinvestitionssumme von 3.010.920 Euro auf 56 Prozent Immobilien, 34 Prozent Umwelt, Rohstoffe und Erneuerbare Energien, sieben Prozent Factoring und Leasing und drei Prozent Schiffe und Maritimes. Von den für den Zeitraum von 2013 bis 2014 prognostizierten Rückflüssen aus den Zielfonds sind keine 43 Prozent eingegangen, obwohl diese Zahlungen auch Rückzahlungen von Kommanditeinlagen auf Ebene der Zielfonds enthalten. Die schwer enttäuschten Anleger möchten wissen, wie man die Beteiligung am besten los wird.

Multi Asset Portfolio 3: Externe Kontrolleurin der Mittelverwendung wurde aufgelöst
Die W & P Treuhand GmbH Steuerberatungsgesellschaft wurde im Dezember 2018 aufgelöst. Zwischen dieser und allen von der Steiner + Company GmbH initiierten Fondsgesellschaften, somit auch der Multi Asset Portfolio 3 GmbH & Co. KG, existierte jeweils ein Mittelfreigabe- und Mittelverwendungskontrollvertrag. Es wurde versäumt die Anleger zu einer Gesellschafterversammlung einzuladen, um diese über einen neuen Kontrollvertrag abstimmen zu lassen. Die Anleger wurden noch nicht mal informiert. Derartige Versäumnisse stellen eine grobe Pflichtverletzung dar.

Multi Asset Portfolio 3 - Prognostizierten Ziele verfehlt
Ein Blick in die Portfolioreports der Steiner + Company GmbH, MAP®, MAP® 2, MAP® 3, MAP® ANSPARPLAN, MAP® ANSPARPLAN 2, MAP® ANSPARPLAN 3, MAP® GREEN, die letztmals im Juni 2018 veröffentlicht wurden, zeigen, dass mit keinem dieser Fonds das prognostizierte Ziel erreicht oder ihm nur nahe gekommen wurde. Das hält das Emissionshaus aber nicht davon ab, sich selbst mit den Worten zu feiern: “Das MAP®-Beteiligungskonzept gilt in praktisch jeder Hinsicht als innovative Investmentstrategie. Ob nun durch Einmalanlage oder über einen Sparplan – der Anleger investiert in ein breit gestreutes Sachwerte-Portfolio.”

Multi Asset Portfolio 3: Kommanditisten haften weitreichend
Eine Investition in eine Beteiligung als Kommanditist ist ein hochriskante unternehmerische Beteiligung mit allen unternehmerischen Risiko und keinesfalls für unerfahrene Privatanleger geeignet. Häufig werden die Ausschüttungen aus gewinnunabhängigen Entnahmen sowie Kapitalrückflüssen aus den Zielfonds bestritten. Diese bei Fonds durchaus gängige Praxis ist jedoch mit sehr großen Risiken verbunden. Die Ausschüttungen sollen nicht selten nur darüber hinwegtäuschen, wie schlecht es um den Fonds bestellt ist. Sobald die Liquiditätsprobleme oder gar der Insolvenzantrag bekanntgegeben werden, müssen die Anleger damit Rechnen, dass alle eigentlich zu Unrecht ausgeschütteten Gelder, zurückgefordert werden.

Multi Asset Portfolio 3: Vermittler gaben häufig ungeeignete Empfehlungen
Die Beteiligung am Multi Asset Portfolio 3 wurde von Vermittlern immer wieder als sichere Kapitalanlage empfohlen. In Wahrheit handelt es sich jedoch, trotz der geplanten breiten Streuung, um eine unternehmerische Beteiligung mit vollem Risiko, deren wirtschaftlichen Aussichten niemand vorhersagen kann. Weil zum Zeitpunkt der Vermittlung auch niemand wusste, in welche Zielfonds das Geld fließt – es handelte sich um einen sogenannten Blindpool – hatten die Anleger nahezu keine Kontrolle über die Anlage. Selbst das Risiko eines Totalverlustes musste beim Erwerb zwingend in Kauf genommen werden. Eine solche hochriskante Investition ist für sicherheitsorientierte Anleger völlig ungeeignet und darf ihnen nicht zum Kauf empfohlen werden.

Multi Asset Portfolio 3: Zweifel an Risikoüberprüfung
Ein Vermittler von Kapitalanlagen ist verpflichtet seine Kunden anlegergerecht zu beraten. Das heißt, er muss zuerst die Risiken der Kapitalanlage prüfen und darf sie dem Kunden, erst danach und nur wenn sie für ihn geeignet ist, anbieten. Den Kunden wurde diese riskante Anlage aber als sicher angepriesen. Möglicherweise ist der Blindpoolfonds Multi Asset Portfolio 3 nicht richtig überprüft oder völlig falsch eingeschätzt worden, ansonsten bleibt nur die Möglichkeit offen, dass die Kunden bewusst in die Irre geführt wurden.

Multi Asset Portfolio 3: Fand eine Einschätzung der Anleger statt?
Es ist nur schwer vorstellbar, dass Anleger bereit wären ihr Geld in den Multi Asset Portfolio 3 zu investieren, wenn sie sich bewusst sind, dass das Ganze in einem Totalverlust münden kann. Man mag sich gar nicht vorstellen, wie ein Anlageberater seinen auf Sicherheit bedachten Kunden eine Anlage wie diesen Blindpool Multi Asset Portfolio 3, angesichts der hohen Risiken, empfiehlt.

Multi Asset Portfolio 3: Anspruch auf Schadenersatz folgerichtig

Ein falsch beratener Anleger hat einen Anspruch auf Schadensersatz. Ebenso, wenn ihm wesentliche Fakten der Anlage vorenthalten wurden. In beiden Fällen hat er die Möglichkeit seine Beteiligung vorzeitig zu beenden. Doch damit nicht genug, denn er kann auch Schadensersatzansprüche geltend machen. Er wird dann so gestellt, als hätter er die Beteiligung am Fonds Multi Asset Portfolio 3 nie gezeichnet.

Resch Rechtsanwälte – Anlegerschutz seit 1986

Resch Rechtsanwälte bieten den Anlegern des Multi Asset Portfolio 3 die kostenlose Prüfung ihres Falles an. Bitte füllen Sie dazu den Fragebogen aus oder rufen Sie an, unter 030 885 97 70.


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Wenn Sie als Kapitalanleger Probleme haben, dann sind Resch Rechtsanwälte für Sie da.
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Referenzen

Jochen Resch mit Dr. Dr. Cay von Fournier im Interview über das Thema Exzellente Unternehmen.
Jochen Resch mit Dr. Dr. Cay von Fournier im Interview über das Thema Exzellente Unternehmen.