Multi Asset Portfolio Green – ein giftgrüner Cocktail

Der vom Emissionshaus Steiner & Company im Jahr 2012 aufgelegte geschlossen Fonds Multi Asset Portfolio Green sollte als Dachfonds in Zielfonds und Privatplatzierungen investieren. Es handelt sich um ein Blindpool, da zum Zeitpunkt der Prospekterstellung noch nicht bekannt war, wo das Kapital wird. Laut Fondsanbieterin Multi Asset Portfolio Green GmbH & Co. KG sollte ausschließlich in ethisch vertretbare, ökologisch und nachhaltige Investments investiert werden. Das sollte ein sogenannter Investitionsausschuss sicherstellen, der aber laut Prospekt, andere Investitionen nicht verhindern konnte, wenn in völlig andere Assetklassen investiert werden würde. Laut Fondsanbieterin sollte 50 Prozent des Kommanditkapitals in Direktbeteiligungen an Windparks oder Solaranlagen fließen. Da der Fonds keinerlei Investitionskriterien für die Projektebene festgeschrieben hatte, gab es keine Möglichkeiten das Risiko dafür einzuschätzen. Das sind nur ein paar Beispiele allein für die prospektierten Unzulänglichkeiten dieses Fonds.

Multi Asset Portfolio Green: Die wichtigsten Daten
Das Gesamtinvestitionsvolumen des Multi Asset Portfolio Green beträgt 22,14 Millionen Euro, das Eigen- und Fremdkapital je 10 Millionen Euro, das Agio 0,5 Millionen Euro. Die laufenden Kosten des Fonds, bestehend aus Fondsverwaltung und Anlegerbetreuung addieren sich auf 1,5 Prozent im ersten Jahr und einer vertraglich festgeschrieben Kostensteigerung von zwei Prozent je Jahr. Diese Kosten enthalten weder die von möglichen Projekt- oder Betreibergesellschaften, noch die der Zielfonds.

Multi Asset Portfolio Green: Sehr hohe Fondsnebenkosten wegen doppelter Kostenstrukturen
Hier laufen allein auf der Dachfondsebene 5 Prozent Agio, 14,1 Prozent für Eigenkapitalvermittlung, Projektierung und Konzeption sowie Gründungskosten von 3 Prozent auf. Das macht zusammen 22,1 Prozent. Dazu kommen noch die Nebenkosten der Zielfonds.

Multi Asset Portfolio Green: Weitreichende Haftung der Kommanditisten
Werden die Ausschüttungen aus Kapitalrückflüssen der Zielfonds entnommen oder handelt es sich um andere gewinnunabhängige Entnahmen, droht eine oft übersehene Gefahr. Solche bei Fonds nicht unüblichen Konstruktionen bergen für die Kommanditisten aber erhebliche Risiken. Die Begünstigten glauben ja oft, die Ausschüttung sei ein gutes Zeichen und dassl der Fond gut laufe. Doch das jähe Erwachen kommt, wenn wegen Liquiditätsproblemen oder gar der Insolvenz, alle gewinnunabhängigen Entnahmen zurückgefordert werden.

Multi Asset Portfolio Green: Falschberatung durch Vermittler
Immer mehr Anleger geben an, dass ihnen diese Anlage empfohlen und als sicher beschrieben wurde.
In Wahrheit ist die Multi Asset Portfolio Green aber eine Unternehmerische Beteiligung, die kann gutgehen, aber auch scheitern. Da es sich um einen Blindpool handelt, haben die Anleger keine Chance das Risiko selber abzuschätzen. Ein Totalverlust kann keinesfalls ausgeschlossen werden. Völlig ungeeignet ist eine Beteiligung Multi Asset Portfolio Green für sicherheitsorientierte Anleger.

Multi Asset Portfolio Green: Risikoprüfung offenbar unzureichend
Trotz allem wurde diese Anlage immer wieder als sicher angeboten. Dabei wurde mißachtet, das ein Vermittler seine Kunden immer anlage- und anlegergerecht beraten muss. Das heißt, er hätte vorher auf jeden Fall überprüfen müssen, ob der Blindpoolfonds Multi Asset Portfolio Green zu den Bedürfnissen des Anlegers passt.

Multi Asset Portfolio Green: Eignung von Anlegern blieb unberücksichtigt
Es ist absurd von der Annahme auszugehen, ein Kleinanleger sei bereit, über Jahre hinweg, monatliche Beträge in den Multi Asset Portfolio Green zu stecken, wenn ihm bewusst ist, dass er dieses Geld komplett verlieren kann. Wer eine solche Beteiligung nur in Raten einzahlt, ist in aller Regel nicht bereit, ein Totalverlustrisiko einzugehen. Es ist nicht mal ansatzweise nachvollziehbar, wie ein Anlageberater seinem auf Sicherheit bedachten Kunden, eine Anlage wie den Multi Asset Portfolio Green ernsthaft empfehlen konnte.

Multi Asset Portfolio Green: Sehr wahrscheinlicher Anspruch auf Schadensersatz
Wenn Anleger falsch oder unvollständig beraten werden, insbesondere wenn ihnen wesentliche Fakten zum Risiko verschwiegen werden, können sie die Anlage vorzeitig beenden und dann ebenso die Ratenzahlung einstellen. Des Weiteren hat er dann einen Anspruch auf Schadensersatz, er muss so gestellt werden, als hätte er die Beteiligung an dem Fonds Multi Asset Portfolio Green niemals erworben.

Resch Rechtsanwälte – Anlegerschutz seit 1986
Resch Rechtsanwälte bieten den Anlegern des Multi Asset Portfolio Green die kostenlose Prüfung ihres Falles an. Bitte füllen Sie dazu den Fragebogen aus oder rufen Sie an, unter 030 885 97 70.

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Wenn Sie als Kapitalanleger Probleme haben, dann sind Resch Rechtsanwälte für Sie da.
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Referenzen

Jochen Resch mit Dr. Dr. Cay von Fournier im Interview über das Thema Exzellente Unternehmen.
Jochen Resch mit Dr. Dr. Cay von Fournier im Interview über das Thema Exzellente Unternehmen.