OwnerShip Feeder Duo ++ Schiffsfonds ++ Insolvenz

Im Jahr 2007 wurde von dem OwnerShip Emissionshaus GmbH der Schiffsfonds OwnerShip Feeder Duo aufgelegt. Beide Fondsschiffe sind in der Insolvenz. Anleger erleiden Totalverlust. Von wem können die Anleger des Schiffsfonds OwnerShip Feeder Duo jetzt Schadensersatz verlangen?

Basisdaten zum Schiffsfonds OwnerShip Feeder Duo

Das Gesamtinvestitionsvolumen des OwnerShip Feeder Duo beträgt 43.240.000,00 EUR. Anleger erbringen davon 16.500.000,00 EUR. Es gibt eine Initiatorenbeteiligung in Höhe von 700.000,00 EUR sowie ein Agio von 790.000,00 EUR, allerdings auch ein Darlehen in Höhe von 25.950.000,00 EUR. Zwischen 2008 und 2010 erfolgten kumulierte Ausschüttungen in Höhe von 24 %. Der Schiffsfonds  OwnerShip Feeder Duo investierte in die MS „Stadt Hameln“ T + H Schiffahrts GmbH & Co. KG sowie in die MS „Stadt Lauenburg“ T + H Schiffahrts GmbH & Co. KG. Beide Einschiffsgesellschaften halten Containerschiffe desselben Namens.

OwnerShip Feeder Duo insolvent: Anleger erleiden Totalverlust

Der Schiffsfonds OwnerShip Feeder Duo konnte trotz einer regelmäßigen Auslastung die notwendigen Betriebskosten nicht erwirtschaften. Die Anleger sollten „…im Rahmen eines Sanierungskonzeptes … zusätzliches Kapital…“ in Höhe von € 524.000,00 zur Verfügung stellen. Damit sollten die bis dato aufgelaufenen Rückstände auf die Fremdfinanzierung gedeckt werden. Das Sanierungskonzept reichte aber nicht aus. Im September 2012 wurde beim zuständigen Amtsgericht Leer (8 IN 108/12) zunächst für die MS „Stadt Hameln“ T + H Schiffahrts GmbH & Co. KG das Insolvenzverfahren eröffnet. Zwei Monate später folgte dann die MS „Stadt  Lauenburg“ T + H Schiffahrts GmbH & Co. KG.

OwnerShip Feeder Duo: Für sicherheitsorientierte Anleger ungeeignet

Vielen Anlegern des Schiffsfonds OwnerShip Feeder Duo wurde die Beteiligung als eine sichere Kapitalanlage angeboten. Dabei war von vornherein klar, dass die Beteiligung an einem Schiffsfonds mit erheblichen Risiken verbunden sein kann. Vielen Anlegern ist nicht einmal bewusst, dass sie sich als Kommanditist an einer Kommanditgesellschaft beteiligen.

OwnerShip Feeder Duo: Persönliche Haftung der Kapitalanleger

Anleger des Schiffsfonds  OwnerShip Feeder Duo gehen damit auch ein persönliches Haftungsrisiko ein. Zwar ist die Haftung des Kommanditisten erloschen, wenn er seine Einlage vollständig erbracht hat, werden aber Ausschüttungen geleistet, die nicht durch Gewinne erwirtschaftet sind, droht im Falle einer Insolvenz die Rückzahlung dieser gewinnunabhängigen Ausschüttungen. Für sicherheitsorientierte Anleger jedenfalls war diese Beteiligung am Schiffsfonds OwnerShip Feeder Duo von Anfang an ungeeignet.

Owner Ship Feeder Duo: Anleger müssen umfassen aufgeklärt werden

Dabei gehört zu den Aufgaben eines Anlageberaters, seinen Kunden anleger- und anlagegerecht zu beraten. Nach der Rechtsprechung des Bundesgerichtshofes muss er genau prüfen, ob der von ihm empfohlene Schiffsfonds OwnerShip Feeder Duo zu den persönlichen Bedürfnissen des Anlegers passt. Sicherheitsorientierten Anlegern hätte er diese Beteiligung niemals anbieten dürfen. Sie ist nur etwas für Anleger, die bereit sind, Risiken einzugehen und die auch den Verlust ihrer Kapitalanlage in Kauf nehmen wollen.

Rückforderung von Ausschüttungen

Zu den Beratungspflichten des Anlageberaters gehört auch der Hinweis, dass Ausschüttungen unter Umständen wieder zurückgefordert werden müssen, wenn diese Ausschüttungen nicht durch Gewinne erwirtschaftet wurden. Bei Liquiditätsproblemen oder gar bei der Insolvenz kann der Insolvenzverwalter gemäß § 172 HGB die Rückzahlung dieser Ausschüttungen verlangen. Die Anleger müssen sich bewusst sein, dass die Rückforderung der Ausschüttungen nur unter ganz bestimmten Voraussetzungen abgewehrt werden kann.

Verlängerte Verjährung für Rückforderung

Die Forderung zur Rückzahlung von Ausschüttungen unterliegt nicht der 10-jährigen absoluten Verjährungsfrist, wie die potenziellen Schadensersatzansprüche. Den Anlegern droht also nicht nur der Totalverlust, sondern sie müssen sogar befürchten, dass sie bereits erhaltene Ausschüttungen am Ende wieder zurückzahlen müssen.

OwnerShip Feeder Duo: Bankenhaftung bei unterlassener Aufklärung

Wird ein Anleger von seiner Bank nicht darüber aufgeklärt, dass sie für die Vermittlung des Schiffsfonds OwnerShip Feeder Duo eine Rückvergütung (Kickback-Zahlung) erhält, hat er einen Schadensersatzanspruch gegenüber der Bank. Der Bundesgerichtshof sieht in der Zahlung einer solchen verdeckten Innenprovision einen Interessenkonflikt, der dem Kunden ungefragt mitgeteilt werden muss.

 

OwnerShip Feeder Duo: Anleger fordern Schadensersatz

Aber nicht nur das Verschweigen der Innenprovision löst einen Schadensersatzanspruch aus. Jeder Verstoß gegen die anleger- und anlagegerechte Beratung gewährt dem Anleger einen Anspruch auf Ersatz des ihm dadurch entstandenen Schadens. Der Anleger wird so gestellt, als hätte er die Beteiligung an dem Schiffsfonds OwnerShip Feeder Duo nicht gezeichnet. Hierzu gibt es eine Vielzahl von Urteilen.

OwnerShip Feeder Duo ++ Schiffsfonds ++ Insolvenz
OwnerShip Feeder Duo ++ Schiffsfonds ++ Insolvenz

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