OwnerShip MS lle de Capri ++ Schiffsfonds ++ Verjährung in 2016

Im Jahr 2006 wurde der OwnerShip MS lle de Capri von der OwnerShip Emissionshaus GmbH emittiert. Trotz der Sanierungsmaßnahmen des Jahres 2013 droht der Totalverlust.
ACHTUNG! Ansprüche auf Ersatz des Schadens verjähren in 2016.

Basisdaten des Schiffsfonds OwnerShip MS lle de Capri

Das Gesamtinvestitionsvolumen des OwnerShip MS lle de Capri beträgt 15.175.000,00 EUR. Hiervon sind 10.200.000,00 EUR fremdfinanziert. Aus den Einlagen der Anleger sind 4.975.000,00 EUR erbracht. Die Initiatorenbeteiligung beträgt 295.000,00 EUR. Bis zum Jahr 2010 erfolgten kumulierte Ausschüttungen von 56 %. Der Schiffsfonds OwnerShip MS lle de Capri beteiligt sich an der MS Ile de Capri Schifffahrtsgesellschaft mbH & Co. KG, die das gleichnamige Mehrzweckfrachtschiff verchartert. Es verlief anfangs ganz gut, wie auch den Ausschüttungen der ersten Jahre zu entnehmen ist.

OwnerShip MS Ile de Capri: Objektschiff muss verkauft werden
Im Jahr 2013 musste dann eine Sanierung vorgenommen werden. Anleger haben Vorzugskapital aufgebracht, um die Insolvenz abzuwenden. Doch die Mittel reichten nicht aus. Im Jahr 2015 wurden die Gesellschafter darüber informiert, dass die laufenden Kosten nicht gedeckt werden können. Auch die finanzierende Bremer Landesbank war nicht bereit, die Tilgungsraten weiter zu stunden. Anfang des Jahres 2016 wurden die Anleger aufgefordert, vorsorglich einem Verkauf des Objektschiffes MS „Ile de Capri“ zuzustimmen. Bleibt zu hoffen, dass der Verkaufspreis ausreichen wird, die Kosten abzudecken, sonst droht den Anlegern die Rückzahlung der Ausschüttungen.

OwnerShip MS lle de Capri: Keine sichere Kapitalanlage
Den Anlegern ist die Beteiligung an dem Schiffsfonds OwnerShip MS lle de Capri als eine sichere Kapitalanlage empfohlen worden. Sie sollte sogar zur Altersvorsorge dienen können. Vielen Anlegern ist aber nicht einmal bewusst geworden, dass sie sich an einer Kommanditgesellschaft beteiligen und selber Kommanditisten sind.

OwnerSpip MS Ile de Capri: Persönliche Haftung der Anleger
Auch ist ihnen nicht bewusst, dass daraus eine persönliche Haftung für die Anlegedes Schiffsfonds OwnerShip MS Ile de Capri entstehen kann. Zwar ist die Haftung aufgehoben, wenn die Einlage vollständig erbracht ist. Erfolgen aber Ausschüttungen, die nicht durch Gewinne erwirtschaftet wurden, kann diese Ausschüttungen wieder zurückgefordert werden. Dies ist kein theoretisches Risiko. Unzählige Schiffsfonds fordern ihre Anleger auf, gewinnunabhängig geleistete Ausschüttungen wieder zu erstatten, wenn die Liquidität es erforderlich macht oder gar der Schiffsfonds in die Insolvenz gegangen ist.

OwnerShip MS lle de Capri: Für sicherheitsorientierte Anleger nicht geeignet
Auf die mit der Beteiligung an dem Schiffsfonds OwnerShip MS lle de Capri verbundenen Risiken sind die Anleger nicht hingewiesen worden. Dass diese Risiken bis zum Totalverlust gehen können, wird den Anlegern inzwischen bewusst geworden sein. Bleibt zu hoffen, dass sie nicht die Erfahrung der Rückforderung der Ausschüttung machen zu müssen. Diese Rückforderungen können nur dann abgewendet werden, wenn im Gesellschaftsvertrag dazu entsprechende Regelungen zu finden sind bzw. der Anleger nicht erkennen konnte, dass eine solche Rückforderung von gewinnunabhängigen Ausschüttungen möglich ist.

OwnerShip MS Ile de Capri: Anleger- und anlagegerechte Beratung
Für sicherheitsorientierte Anleger ist jedenfalls eine solche Beteiligung an dem Schiffsfonds OwnerShip MS lle de Capri nie geeignet gewesen. Dabei muss ein Anlageberater seinen Kunden individuell beraten. Der Bundesgerichtshof sagt dazu, dass die Beratung anleger- und anlagegerecht erfolgen muss. Der Vermittler muss also genau prüfen, ob der von ihm empfohlene Schiffsfonds den persönlichen Bedürfnissen des Anlegers entspricht.

Rückforderung von Ausschüttungen
Zu den Beratungspflichten des Anlageberaters gehört auch der Hinweis, dass Ausschüttungen unter Umständen wieder zurückgefordert werden müssen, wenn diese Ausschüttungen nicht durch Gewinne erwirtschaftet wurden. Bei Liquiditätsproblemen oder gar bei der Insolvenz kann der Insolvenzverwalter gemäß § 172 HGB die Rückzahlung dieser Ausschüttungen verlangen. Die Anleger müssen sich bewusst sein, dass die Rückforderung der Ausschüttungen nur unter ganz bestimmten Voraussetzungen abgewehrt werden kann.

Verlängerte Verjährung für Rückforderung
Die Forderung zur Rückzahlung von Ausschüttungen unterliegt nicht der 10-jährigen absoluten Verjährungsfrist, wie die potenziellen Schadensersatzansprüche. Den Anlegern droht also nicht nur der Totalverlust, sondern sie müssen sogar befürchten, dass sie bereits erhaltene Ausschüttungen am Ende wieder zurückzahlen müssen.

OwnerShip MS lle de Capri: Bankenhaftung bei Falschberatung
Zu den Pflichten der Beratung der Bank gehört es auch, dass diese ungefragt auf die Rückvergütung (Kickback-Zahlung) hinweist, die sie für die Vermittlung des Schiffsfonds OwnerShip MS lle de Capri erhalten hat. Der Bundesgerichtshof sieht in der Zahlung einer solchen verdeckten Innenprovision einen Interessenkonflikt, der dem Kunden unaufgefordert offenbart werden muss.

OwnerShip MS lle de Capri: Anleger erhalten Schadensersatz
Wird ein Anleger nicht anleger- und anlagegerecht beraten oder wird er von der Bank nicht über die Höhe der Innenprovision informiert, stehen ihm Schadensersatzansprüche zu. Nach der höchstrichterlichen Rechtsprechung wird er so gestellt, als hätte er die Beteiligung an dem Schiffsfonds OwnerShip MS lle de Capri nicht gezeichnet.

Resch Rechtsanwälte – Anlegerschutz seit 1986
Resch Rechtsanwälte bieten den Anlegern des Schiffsfonds OwnerShip MS lle de Capri die kostenlose Prüfung ihres Falles an. Füllen Sie den Fragebogen aus oder rufen Sie an unter 030 885 97 70.