OwnerShip Tonnage IV ++ Schiffsfonds ++ Verjährung 2016

Im Jahr 2006 hat die OwnerShip Emissionshaus GmbH den Schiffsfonds OwnerShip Tonnage IV emittiert. Die Prognosen werden nicht eingehalten. Können Anleger ihre Beteiligung deshalb aufkündigen und ihr Geld zurückverlangen?

Basisdaten des Schiffsfonds OwnerShip Tonnage IV
Der Schiffsfonds OwnerShip Tonnage IV hat ein Gesamtinvestitionsvolumen von 23.740.000,00 EUR. 13.650.000,00 EUR sind durch Darlehen aufgebracht. Die Einlagen der Anleger belaufen sich auf 9.625.000,00 EUR. Es gibt eine Initiatorenbeteiligung in Höhe von 325.000,00 EUR sowie ein Agio in Höhe von  465.000,00 EUR.

OwnerShip Tonnage IV mit Problemen
Seit 2011 sind keine Ausschüttungen mehr erfolgt, obwohl der Schiffsfonds OwnerShip Tonnage IV einen festen Chartervertrag hat. Auffällig ist allerdings, dass die mit der Chartergesellschaft vereinbarten Nettotagesraten immer geringer wurden. Während in den Jahren 2006 bis 2011 noch 10.880,00 USD pro Tag verchartert werden konnten, schrumpften diese dann auf 7.500,00 USD. Anleger fragen sich, wie sicher ihre Einlage ist.
OwnerShip Tonnage IV: Keine sichere Kapitalanlage

Den Anlegern wurde die Beteiligung jedoch als eine sichere Kapitalanlage vermittelt. Sie sollte vielfach sogar zur Altersvorsorge dienen. Dabei ist von vornherein klar, dass die Beteiligung an einem Schiffsfonds, so auch am Schiffsfonds OwnerShip Tonnage IV, eine unternehmerische Beteiligung ist. Dieser Beteiligung an dem Schiffsfonds OwnerShip Tonnage IV droht damit per se auch immer das Risiko des Totalverlustes. Für sicherheitsorientierte Anleger ist diese Beteiligung völlig ungeeignet.

OwnerShip Tonnage IV: Anleger müssen umfassend informiert sein
Ein Anlageberater hat die Aufgabe, seinen Kunden anleger- und anlagegerecht zu beraten. Er muss also prüfen, ob der von ihm angebotene Schiffsfonds OwnerShip Tonnage IV zu den persönlichen Bedürfnissen seines Kunden passt. Den Schiffsfonds OwnerShip Tonnage IV hätte er nur Anlegern anbieten dürfen, die bereit sind, erhebliche Risiken einzugehen und die auch den Verlust ihres Geldes verkraften können.

Rückforderung von Ausschüttungen

Zu den Beratungspflichten des Anlageberaters gehört auch der Hinweis, dass Ausschüttungen unter Umständen wieder zurückgefordert werden müssen, wenn diese Ausschüttungen nicht durch Gewinne erwirtschaftet wurden. Bei Liquiditätsproblemen oder gar bei der Insolvenz kann der Insolvenzverwalter gemäß § 172 HGB die Rückzahlung dieser Ausschüttungen verlangen. Die Anleger müssen sich bewusst sein, dass die Rückforderung der Ausschüttungen nur unter ganz bestimmten Voraussetzungen abgewehrt werden kann.

Verlängerte Verjährung für Rückforderung

Die Forderung zur Rückzahlung von Ausschüttungen unterliegt nicht der 10-jährigen absoluten Verjährungsfrist, wie die potenziellen Schadensersatzansprüche. Den Anlegern droht also nicht nur der Totalverlust, sondern sie müssen sogar befürchten, dass sie bereits erhaltene Ausschüttungen am Ende wieder zurückzahlen müssen.

OwnerShip Tonnage IV: Bankenhaftung wegen Falschberatung
Wird die Beteiligung über eine Bank vermittelt, muss diese ihre Kunden vollständig und umfassend beraten. Dazu gehört insbesondere auch eine Aufklärung über die Kickback-Zahlung oder Rückvergütung, wie der Bundesgerichtshof diese verdeckte Innenprovision nennt. Der Bundesgerichtshof sieht in der Zahlung einer solchen Innenprovision einen Interessenkonflikt, der dem Kunden ungefragt mitgeteilt werden muss.

OwnerShip Tonnage IV: Anleger verlangen Schadensersatz
Wird der Anleger nicht vollständig informiert oder wird er sogar falsch beraten, stehen ihm Schadensersatzansprüche zu. Der Anleger wird dann so gestellt, als hätte er die Beteiligung an dem Schiffsfonds OwnerShip Tonnage IV nicht gezeichnet.

Resch Rechtsanwälte – Anlegerschutz seit 1986
Resch Rechtsanwälte bieten den Anlegern des Schiffsfonds  OwnerShip Tonnage IV die kostenlose Prüfung ihres Falles an. Füllen Sie den Fragebogen aus oder rufen Sie an unter 030 885 97 70.