Real I.S. Bayernfonds Australien 2 ++ Immobilienfonds

Im Jahr 2007 hat das Münchener Emissionshaus Real IS AG den Immobilienfonds Bayern Immobilienverwaltung GmbH & Co. Australien II KG – Bayernfonds Australien 2 aufgelegt. Die prospektierten Ausschüttungen werden nicht eingehalten. Die Anleger fragen sich, ob sie ihre Beteiligung an dem Real I.S. Bayernfonds Australien 2 kündigen und Schadensersatz verlangen können.

Basisdaten des Real I.S. Bayernfonds Australien II
Das Gesamtinvestitionsvolumen des Bayernfonds Immobilienverwaltung GmbH & Co. Australien II KG – Bayernfonds Australien 2 beträgt DU 278.526.000,00. Die Summe setzt sich durch die Beteiligung der Anleger in Höhe von AUD 110.501.000,00, einem Agio in Höhe von AUD 5.525.000,00 sowie einer Fremdfinanzierung in Höhe von AUD 162.500.000,00 zusammen. Bis zum Jahr 2015 betrugen die kumulierten Ausschüttungen an die Anleger laut Zweitmarkt.de 50 %. Gleichwohl ist zu bedenken, dass im Januar 2017 der Real I.S. Bayernfonds Australien 2 mit nur noch 78 % gehandelt wurde.

Probleme des Real I.S. Bayernfonds Australien 2
Der Real I.S. Bayernfonds Australien 2 investierte in eine 1997 fertiggestellte Immobilie, dessen Nutzen und Lasten auf die Fondsgesellschaft übergegangen ist. Die Immobilie ist bis zum Jahr 2010 an die australische Regierungsorganisation „Geoscience Australia“ vermietet. Dabei waren Mietsteigerungen von 3 % p. a. vorgesehen. Später wurde vorfällig mit dem Mieter eine Vertragsverlängerung bis zum Jahr 2030 vereinbart, wobei im Gegenzug  an den Mieter eine Einmalzahlung in Höhe von 15 Mio. AUD sowie 3 beitragsfreie Mietmonate gestellt worden sind. Da dieser Aufwand im Beteiligungsprospekt erst später kalkuliert worden ist, brachen die Ausschüttungen 2012 auf 1 % p.a ein. Auch in den Folgejahren konnten die zugesagten Ausschüttungen nicht gehalten werden.

Real I.S. Bayernfonds Australien 2: Keine sichere Kapitalanlage
Vielen Anlegern war die Beteiligung an der Real I.S. Bayernfonds Australien 2 als eine sichere Kapitalanlage angeboten worden, die diese aber nie sein konnte.  Es ist eine unternehmerische Beteiligung, die immer auch das Risiko des Totalverlustes beinhaltet. Vielen Anlegern ist nicht einmal bewusst, dass sie einer Kommanditgesellschaft beitreten. Damit übernehmen sie auch eine persönliche Haftung, wenn sie Ausschüttungen erhalten, die nicht durch Gewinne erwirtschaftet sind. Immerhin sind fast 50 % ausgeschüttet worden. Ob es sich dabei um in der Bilanz ausgewiesene Gewinne handelt, ist fraglich. Sind Ausschüttungen gewinnunabhängig ausgezahlt worden, droht den Anlegern nach § 172 HGB das Risiko der Rückzahlung.

Real I.S. Bayernfonds Australien 2: Umfassende Beratung der Anleger
Auf alle diese Risiken muss der Anlageberater hinweisen. Er muss anleger- und anlagegerecht beraten. Im konkreten Fall muss er sogar prüfen, ob der von ihm empfohlene Real I.S. Bayernfonds Australien 2 den persönlichen Bedürfnissen des Anlegers entspricht.

Real I.S. Bayernfonds Australien 2: Bank muss über Provision aufklären
Wird die Beteiligung an dem Real I.S. Bayernfonds Australien 2 über eine Bank finanziert, muss diese zudem auf die Innenprovision hinweisen, die sie für die Vermittlung des Real I.S. Bayernfonds Australien 2 erhalten hat. Der Bundesgerichtshof sieht in der Zahlung dieser Rückvergütung einen Interessenkonflikt, der Kunden ungefragt offengelegt werden muss.

22.03.2017

Resch Rechtsanwälte – Anlegerschutz seit 1986.

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