SEB Immoinvest

Wie die Geschäftsleitung SEB Asset Management 07.05.2012 bekannt gab, wird der ? 6 Milliarden große SEB Immoinvest abgewickelt. Die seit der Vorankündigung der eintägigen Wiedereröffnung eingegangenen Verkaufsaufträge haben die für Rückgaben der Beteiligungen bereitgestellte Liquidität des Fonds überstiegen...

Wie bei anderen offenen Immobilienfonds, wie zum Beispiel bei dem erst am 31.03.2012 geschlossenen LBB Stratego Grund Dachfonds, handelt es sich auch bei dem SEB Immoinvest um ein Wertpapier, das von den Beratern der Banken nur aufgrund einer umfangreichen Beratung empfohlen werden durfte.

Vertrieben wurden diese Anteile in allen uns bekannten Fällen über Filialen der SEB und der Santander Consumer Bank AG. Die dort tätigen Berater waren zur umfangreichen Aufklärung verpflichtet. Zunächst mussten die Berater ermitteln, über welche Erfahrungen und Kenntnisse der Kunde in Bezug auf bestimmte Arten von Finanzinstrumenten oder Wertpapierdienstleistungen verfügt. Dazu waren die Anlageziele zu erfragen und die Risikobereitschaft einzuschätzen, um eine geeignete Anlage empfehlen zu können (§ 31 Abs. 4 WpHG).

Über das empfohlene Produkt ist umfassend anhand des Verkaufsprospekts aufzuklären. Für alle Anleger, für die es bei der Anlageentscheidung von wesentlicher Bedeutung war, jederzeit die Anteile zurückzugeben und das eingezahlte Geld wieder zur Verfügung zu haben, war die Empfehlung des SEB Immoinvest von vornherein ungeeignet. Die beratenden Banken werden die Informationseinholung nach § 31 Abs. 4 WpHG umfangreich dokumentiert haben, so dass auch Pflichtverletzungen ausreichend belegt werden können.

Eine weitere Aufklärungspflicht betrifft die an die Bank für die Vermittlung der Beteiligung gezahlten Provisionen. Der Kunde hätte darüber aufgeklärt werden müssen, dass die Berliner Sparkasse die Beratung nicht nur im Interesse des Kunden durchgeführt hat, sondern zumindest auch im eigenen Provisionsinteresse. Dieser Interessenkonflikt war bei der Beratung zu erläutern.

Für Beteiligungen die bis zum 04.08.2009 gezeichnet worden sind, gilt die Verjährungsregel des § 37 a WpHG, nach der Ansprüche auf Schadenersatz drei Jahre nach Abschluss des Geschäfts verjähren, sofern der Schadenersatzanspruch nicht auf einer vorsätzlichen Pflichtverletzung beruht. Für Beteiligungen nach dem 05.08.2009 greift die günstigere Verjährungsregel des §§ 195, 199 BGB.

Wegen der recht komplizierten Verjährungsregelung des bis zum 04.08.2009 geltenden § 37 a WpHG, sollten alle Anleger umgehend das Bestehen von Schadenersatzansprüchen prüfen lassen.

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Wenn Sie als Kapitalanleger Probleme haben, dann sind Resch Rechtsanwälte für Sie da.
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Jochen Resch mit Dr. Dr. Cay von Fournier im Interview über das Thema Exzellente Unternehmen.
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