Südwestrentaplus

Die Südwest Unternehmensgruppe, bestehend unter anderen aus der Südwest Finanz Vermittlung AG, der SW Vermittlung II.AG und der SW Vermittlung III. AG investieren nach Prospektaussagen in Immobilien, Aktien und Wertpapiere, ohne nähere Angaben zur Anlagestrategie zu machen...

Die Südwest Finanz Vermittlung AG (gegründet 1995), Südwest Finanz Vermittlung Zweite AG (gegründet 1998), Südwest Finanz Vermittlung Dritte AG (nach Umfirmierung in 2001) ist aus der Südwest- Bau AG hervorgegangen und wurde früher von Ralf Hehl und Heiko Schafheutle geführt.Der neue Vorstand heißt Jürgen Koterzyna.Die Aktiengesellschaften investieren nach den Prospektaussagen in Immobilien, Aktien und Wertpapiere, ohne nähere Angaben zur Anlagestrategie zu machen.

Weitere Teile der Südwest Unternehmensgruppe sind unter anderen zahlreiche geschlossene Immobilienfonds, an denen sich Anleger als Kommanditisten oder als Gesellschafter bürgerlichen Rechts beteiligen konnten. Zudem erwarb der frühere Unternehmenschef Werner Schafheutle Anteile an der Hoerner Bank in Heilbronn, um die angebotenen Beteiligungen für die Anleger auch fremd finanzieren zu können. Später wurden diese Darlehen dann an die Central Factoring, residierend unter der Anschrift der Südwest Gruppe, abgetreten. Bei den drei Aktiengesellschaften sieht das Konzept der Südwestunternehmensgruppe atypisch stille Beteiligungen vor.

Einmalzahlungen und Ratenverträge werden angeboten. Gewinnunabhängige Entnahmen sind möglich. Dieses Beteiligungskonzept ist nach Auffassung des OLG Schleswig (5.U.78/01) durch eine besonders ausgeprägte Risiko- und Chancenverteilung zu Lasten des Anlegers geprägt.

Die atypisch stillen Beteiligten tragen die Verluste der AG vollständig bis zur Höhe ihrer geleisteten Einlagen!

Diese Verluste fallen in den ersten Jahren auch mit Sicherheit an, denn bereits ausweislich der Verkaufsprospekte werden zunächst die eingelegten Gelder durch anfallende Kapitalbeschaffungs- und Mittelverwendungskosten verbraucht. Ausweislich der Gewinn- und Verlustrechnung der Dritte AG 2002 bis 2004 hat die Gesellschaft einen kumulierten Verlust in Höhe von € 41.843.186,00 erwirtschaftet, der insbesondere durch "sonstige betriebliche Aufwendungen" von insgesamt € 45.573.198,00 entstanden ist. Dieser Verlust wird durch "Erträge aus Verlustübernahme" kompensiert, die nach dem Vertrag über die stille Gesellschaft von den Anlegern zu übernehmen sind. In der Südwest Finanz Vermittlung Zweite AG stand der vollständigen Verlustübernahme nur eine eingeschränkte Gewinnbeteiligung gegenüber. So gingen vom Jahresgewinn 30% vorab an die Aktionäre und 70% anteilig an atypisch stille Gesellschafter nach Höhe der geleisteten Einlagen. Die atypisch stillen Gesellschafter haben dabei während der gesamten vereinbarten Laufzeit ihrer Beteiligung keinerlei Einfluss auf die Anlagestrategie und Geschäftsführung! Die Südwest Unternehmensgruppe warb dann mit der Möglichkeit eines Übertritts in die Südwest Finanz Vermittlung Dritte AG. Dieses wurde zum einen mit der Möglichkeit weiterer Verlustzuweisungen und zum anderen mit einer für die atypisch stillen Beteiligten günstigeren Gewinnverteilung angepriesen. Mit einer Änderungsvereinbarung bleibt der bereits eingezahlte Betrag in der Südwest Finanz Vermittlung Zweite AG "stehen" und der Vertrag über die stille Beteiligung wird mit der Höhe der vereinbarten Einlage und mit der vereinbarten Laufzeit von der Südwest Finanz Vermittlung Dritte AG übernommen. Verschleiert wird in diesem Zusammenhang jedoch, dass die bereits mit dem Beitritt in die Südwest Finanz Vermittlung Zweite AG angefallenen Vertriebskosten und Provisionen mit dem Übertritt konzeptionsgemäß erneut entstehen. Mit diesem sogenannten Steigermodell(klick) sind dann auch die vagen Gewinnerwartungen für die nächsten Jahre dahin. Das OLG Schleswig hat in der bereits zitierten Entscheidung die Südwest Finanz Zweite AG verurteilt, die bereits geleisteten Zahlungen aus dem für unwirksam erklärten Beteiligungsvertrag zurück zu zahlen.

Die Südwestrentaplus hat versucht mittels einer einstweiligen Verfügung unsere kritischen Aussagen zu den Jahresberichten zu untersagen. Mit Urteil vom 20.11.2007 hat das Gericht die Einstweilige Verfügung aufgehoben und die Richtigkeit unserer Zahlen bestätigt.

Die Südwest Finanz Vermittlungs Dritte AG aus Markdorf hat vor dem Amtsgericht Reinbek (5.C.228/07) verloren. Die Südwest hatte die Anlegerin auf Zahlung der monatlichen Raten für das Anlagemodell „Südwestrentaplus“ verklagt. Nach Meinung des Gerichts verstieß der Anlageberater gegen seine Aufklärungspflichten, als er mit dem Slogan „Steuern runter, Rente rauf“ eine sichere Anlage zur Altersvorsorge angeboten hatte.

  

Rechtsanwalt Jochen Resch

Das Gericht erklärte, dass der Anlageberater seine Kapitalanlageprodukte nach den Anlagezielen und dem jeweiligen Kenntnisstand des Kunden auszuwählen hat. Bei dem Produkt der Südwestrenta Finanz Vermittlungs Dritte AG handelt sich um eine spekulative Anlage, die zur Altersvorsorge ungeeignet sei.

Für unsere Mandanten kündigen wir die atypisch stille Beteiligung und fordern die bereits eingezahlten Einlagebeträge zurück.

Lassen Sie die Erfolgsaussichten Ihres Falles in einer Ersteinschätzung kostenlos prüfen. Resch Rechtsanwälte übernehmen nur Erfolg versprechende Fälle.
Füllen Sie den hier hinterlegten Fragebogen aus.       

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Wenn Sie als Kapitalanleger Probleme haben, dann sind Resch Rechtsanwälte für Sie da.
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Referenzen

Jochen Resch mit Dr. Dr. Cay von Fournier im Interview über das Thema Exzellente Unternehmen.
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