UDI Energie FESTZINS 14 GmbH & Co. KG – Verdacht auf Pflichtverletzung

Die UDI Umwelt Direkt Invest Beratungsgesellschaft mbH aus Roth, auch als UDI-Gruppe bekannt, legte im September 2018 mit der Beteiligungsgesellschaft UDI Energie FESTZINS 14 GmbH & Co. KG einen geschlossenen Umweltfonds auf. Mit diesem konnten Anleger in die direkte und indirekte Investition in die Entwicklung oder Bestandshaltung von Photovoltaik-, Windenergie- und Biogasanlagen sowie energieeffiziente Immobilien in Deutschland und im EU-Ausland investieren. Bei der Vermögensanlage handelt es sich um ein unbesichertes Nachrangdarlehen mit qualifiziertem Rangrücktritt. Die vorhergesagte Entwicklung ist jedoch ausgeblieben. Nun sah sich die Fondsgesellschaft sogar veranlasst extra eine Pressemitteilung herauszugeben, nur um mitzuteilen, dass die anstehende Ausschüttung von vier Prozent erfolgen wird. Der UDI Energie FESTZINS 14 wird am Zweitmarkt nicht gehandelt, weil es für derartige Darlehensforderungen keinen Markt gibt.

UDI Energie FESTZINS 14: BaFin-Mitteilung sorgt Anleger

Wie sich nun aus einer Mitteilung der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) herausstellt, wurden Anlegergelder in einige UDI-Fonds in Form von Nachrangdarlehen an Projektgesellschaften ergeben, die nun in wirtschaftliche Schieflage geraten sind. Es steht sogar der Verdacht im Raum, dass Anlegerkapital zweckentfremdet wurden, indem es im Widerspruch zu den Bedingungen im Verkaufsprospekt genutzt wurde, um bei nicht rentablen Projekten Löcher zu stopfen. Der UDI Energie FESTZINS 14-Fonds wurde zwar in der BaFin-Meldung nicht genannt, trotzdem verlieren viele empörte Anleger langsam die Geduld mit den UDI-Fonds und möchten aussteigen, um ihr Geld wiederzubekommen. Aber wie?

UDI Energie FESTZINS 14: Basisdaten
Das Gesamtinvestitionsvolumen dieses Fonds liegt inklusive Agio bei 29.860.000,00 Euro, davon haben die Anleger insgesamt 15.000.000,00 Euro Eigenkapital eingebracht. Das Fremdkapital betrug im Investitionsjahr dementsprechend bei 14.860.000,00 Euro. Der Fonds soll planmäßig bis zum 30. Juni 2031 laufen. Es handelt sich um einen Blindpool. Die Anleger wissen nicht wohin ihr eingezahltes Kapital fließt.

UDI Energie FESTZINS 14: Probleme der UDI-Gruppe unübersehbar
Die UDI-Gruppe hat in den zwanzig Jahren seit ihrer Gründung mehr al 500 Millionen Euro eingesammelt. Eine stolze Bilanz, die ihr eine gute Reputation eingebracht hat. Doch seit einiger Zeit zeigen sich immer mehr Probleme. Manchmal werden diese selbst eingeräumt, zuletzt musste aber auch die BaFin kommunikativ eingreifen. Fakt ist, bei mehreren Projektgesellschaften gibt es große Probleme, wie Baumängel und -verzögerungen, Kostensteigerungen und damit im Zusammenhang stehende Rechtsstreitigkeiten. Dazu kamen Ertragsunterschreitungen, Ärger mit Lieferanten, behördlich Auflagen und genehmigungsrechtliche Probleme.

UDI Energie FESTZINS 14: Welche Erwartungen wurden geweckt?
Die Erwartungen der Anleger bei einem Investitionskonzept, wie dem hier prospektierten, sind selbstverständlicherweise hoch. Schließlich wurde die Anlage vom Emittenten mit einem überzeugend klingenden Qualitätskriterien bei der Bewertung der Anlageobjekte, ausgelobt. Allerdings ist die Bezeichnung des Fonds, insbesondere des Wortes FESTZINS irreführend, denn es suggeriert eine sichere Geldanlage, wie bei einer Bank. Dem ist leider keineswegs so.

UDI Energie FESTZINS 14: Risikoreicher geht es kaum
Ein Nachrangdarlehen bedeutet für den Anleger, dass er nicht nur im Fall einer Insolvenz nachrangig bedient wird, sondern bereits bei einer Krise die Zahlungen eingestellt werden. Inzwischen werden vielen Anlegern die Härten bei der Vergabe von nachrangigen Darlehen erst richtig klar. Ebenso hart dürfte die Lektion über die Blindpool-Risiken ausfallen. Denn da ist der Investor zu hundert Prozent von den Fähigkeiten seiner Fondsverwaltung abhängig. Es handelt sich also um ein Geschäft, das auf absolutem Vertrauen basiert.
Da dürften die gegenwärtigen Turbulenzen Spuren der Verwüstung hinterlassen. Bei dem Fonds UDI Energie FESTZINS 14 muss mit einem Totalverlust des eingesetzten Kapitals gerechnet werden.
 
UDI Energie FESTZINS 14: Waren den Anlegern all diese Risiken klar?
Vielen Anlegern ist die Beteiligung UDI Energie FESTZINS 14 als eine sichere Kapitalanlage empfohlen worden. Dabei handelt es sich um eine riskante unternehmerische Beteiligung, deren wirtschaftlicher Erfolg nicht vorhergesehen werden kann. Die Anleger haben bei einem Blindpool so gut wie keine Kontrolle. Auch das Risiko des Totalverlustes ist nicht ausgeschlossen. Die Beteiligung an UDI Energie FESTZINS 14 war für sicherheitsorientierte Anleger von Beginn an völlig ungeeignet.

UDI Energie FESTZINS 14: Wurde falsch beraten?
Anlegergerecht beraten, heißt, sich ein realistisches Bild vom Anleger zu machen, insbesondere von dessen finanziellen Verhältnisse und Anlageziele sowie dessen Kenntnissen und Erfahrungen. Anlagegerecht heißt in diesem Zusammenhang, die empfohlene Kapitalanlage muss samt ihrer Risiken für den Kunden verständlich und finanziell tragbar sein sowie dessen Zielen entsprechen. Versäumt es der Vermittler seinen Kunden umfassend zu beraten, ist er, oder die Organisation in deren Auftrag er tätig ist, zum Schadensersatz oder zur Rückabwicklung verpflichtet.

UDI Energie FESTZINS 14: Situation der Anleger wenig beneidenswert
Die Anlage wurde ihnen als sicher verkauft, obwohl sie mit zahlreichen hohen Risiken belastet ist, die möglicherweise mit einem Totalverlust des eingesetzten Geldes münden. Solche Informationen sind für Anleger von entscheidender Bedeutung. Werden sie verschwiegen, handelt es sich um eine Falschberatung. Anlegern die den Fonds UDI Energie FESTZINS 14 zeichneten, sei geraten, sich schnell sachkundige Rat einzuholen.

UDI Energie FESTZINS 14: Ansprüche auf Rückabwicklung und Schadenersatz?
Falsch beratene Anleger haben die Möglichkeit die Beteiligung vorzeitig zu beenden. Außerdem kann der Anleger Schadensersatz verlangen. Er muss dann so gestellt werden, als hätte er die Anlage UDI Energie FESTZINS 14 nie gezeichnet. Letztlich kommt es aber auf die Details jeden einzelnen Falles an. Das gilt umso mehr, wenn sich der Verdacht bestätigen sollte, dass Fondskapital zu niedrigen Zinsen an in der Fortführung gefährdete Unternehmen gesteckt wurde.

Resch Rechtsanwälte – Anlegerschutz seit 1986
Resch Rechtsanwälte bieten den Anlegern des UDI Energie FESTZINS 14 die kostenlose Prüfung ihres Falles an. Bitte füllen Sie dazu den Fragebogen aus oder rufen Sie an, unter 030 885 97 70.