UDI Sprint FESTZINS IV GmbH & Co. KG – BaFin warnt vor Ausfällen

Die UDI Umwelt Direkt Invest Beratungsgesellschaft mbH aus Roth, auch als UDI-Gruppe bekannt, legte im
Juni 2016 mit der Beteiligungsgesellschaft UDI Sprint FESTZINS IV GmbH & Co. KG einen geschlossenen Umweltfonds auf. Mit diesem konnten Anleger in Projektgesellschaften, die Photovoltaik- und Windenergieanlagen sowie in energiesparende Immobilien errichten, Biogasanlagen, grüne Wärmenetze in Deutschland und dem EU-Ausland  errichten und betreiben, investieren. Bei der Vermögensanlage handelt es sich um ein Nachrangdarlehen, dass an Projektgesellschaften ausgereicht wird. Die in Aussicht gestellte Entwicklung, unter anderem eine jährliche Ausschüttung von zunächst drei Prozent, ist jedoch ausgeblieben. Der UDI Sprint FESTZINS IV wird an der Börse oder dem Zweitmarkt nicht gehandelt, weil es für derartige Fonds keinen Markt gibt. Aus einer Mitteilung der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) geht hervor, es wurden Anlegergelder in Form von Nachrangdarlehen an Projektgesellschaften vergeben, die in wirtschaftliche Schieflage geraten waren. Nun geht man dem Verdacht nach, dass Anlegerkapital zweckentfremdet wurden, um bei nicht rentablen Projekten Löcher zu stopfen. Das stünde im eklatanten Widerspruch zu den im Verkaufsprospekt definierten Voraussetzungen, unter denen das eingesammelte Kapital investiert werden darf. Die verunsicherten Anleger verlieren nun endgültig das Vertrauen in die Betreiber des Fonds und möchten raus aus der Anlage. Unter welchen Voraussetzungen ist das realisierbar?

UDI Sprint FESTZINS IV: Basisdaten

Das Gesamtinvestitionsvolumen dieses Fonds sollte inklusive Agio zwischen 8.000.000,00 und 15.000.000,00 Euro liegen, davon haben die Anleger bis zum 16. September 2016 11.290.000,00 Euro Eigenkapital platziert. Der Fonds soll planmäßig bis zum 31. Dezember 2021 laufen. Es handelt sich um einen sogenannten Blindpool, von einem solchen spricht man schon dann, wenn mehr als zehn Prozent der Investitionen bei der Zeichnung durch die Anleger noch nicht feststehen.

UDI Sprint FESTZINS IV: Hohe Erwartungen der Anleger
Die Erwartungen der Anleger bei einem Investitionskonzept, wie dem hier prospektierten, sind selbstverständlich hoch. Schließlich wurde die Anlage vom Emittenten mit einem überzeugend klingenden Qualitätskriterien bei der Bewertung der Anlageobjekte, ausgelobt. Allerdings ist die Bezeichnung des Fonds, insbesondere das darin enthaltene Wort FESTZINS irreführend, denn es vermittelt bei unkritischer Betrachtung, es würde sich um eine sichere Geldanlage, wie bei einer Bank, handeln. Das ist stimmt aber nicht.

UDI Sprint FESTZINS IV: Besondere Risiken
Ein Nachrangdarlehen ist ein enormes Anlegerrisiko, denn es bedeutet für den Anleger, dass er nicht nur im Fall einer Insolvenz nachrangig bedient wird, sondern bereits bei einer Krise des Darlehensempfängers keine Auszahlungen mehr erfolgen können.Bei einem Blindpool gibt der Anleger im Grunde jede Kontrolle auf und liefert sich auf Gedeih und Verderb dem Management des Fonds aus. Bei dem Fonds UDI Sprint FESTZINS IV muss mit einem Totalverlust des eingesetzten Kapitals gerechnet werden.
 
UDI Sprint FESTZINS IV: Wurden den Anlegern die Risiken bewusst gemacht?
Offenbar nicht, denn vielen Anlegern wurde der Fonds UDI Sprint FESTZINS IV als eine sichere Anlage empfohlen. Das ist per Definition falsch, handelt es sich um doch um eine besonders gewagte unternehmerische Beteiligung, deren wirtschaftlicher Erfolg nicht vorhersehbar ist und die in einem Totalverlust münden kann. Wenn auch nur eine der begünstigten Projektgesellschaften ausfällt, wird das Investment möglicherweise wertlos. Der Anleger hat bei einem Blindpool so gut wie keine Kontrolle. Auch das Risiko des Totalverlustes ist nicht ausgeschlossen. Zusammen ergibt das eine gefährliche Melange. Deshalb war und ist die Beteiligung an UDI Sprint FESTZINS IV und ähnlichen Konstrukten für sicherheitsorientierte Anleger völlig ungeeignet.

UDI Sprint FESTZINS IV: Auch Verschweigen ist Falschberatung
Der Anlageberater einer Bank oder der Vermittler in einer Vertriebsorganisation, muss seine Kunden anlegergerecht beraten, dazu gehört sich ein realistisches Bild von dessen finanziellen Verhältnissen und Anlagezielen sowie dessen Kenntnissen und Erfahrungen machen. Anlagegerecht beraten, heißt in diesem Zusammenhang, die empfohlene Anlage muss samt seiner Risiken für den Kunden verständlich und finanziell tragbar sein sowie seinen Zielen entsprechen. Tut er das nicht, ist der Berater oder Vermittler oder dessen Auftraggeber dem falsch beratenen Kunden zu Schadensersatz oder zur Rückabwicklung verpflichtet. Es wird auch als eine falsche Beratung angesehen, wenn der Anlageberater oder Vermittler Tatsachen verschweigt, die für die Entscheidung des Anlegers von Bedeutung sind.

UDI Sprint FESTZINS IV: Anleger sind verunsichert und verärgert
Die Anlage wurde vielen als sicher verkauft, obwohl sie mit zahlreichen, sogar besonders hohen, Risiken belastet ist, die schlimmstenfalls mit in einem Totalverlust des eingesetzten Kapitals endet. Solche Informationen sind für Anleger vor der Zeichnung von entscheidender Bedeutung. Werden sie verharmlost oder verschwiegen, handelt es sich um eine Falschberatung. Falsch beratene Anleger des Fonds UDI Sprint FESTZINS IV sollte sich nun unverzüglich die fachkundige Beratung eines Juristen einholen.

UDI Sprint FESTZINS IV: Rückabwicklung oder Schadensersatz
Die betroffenen Anleger können die Beteiligung möglicherweise vorzeitig beenden. Außerdem können sie Schadensersatz oder eine Rückabwicklung fordern. Sie werden dann so gestellt , als hätten sie die Anlage UDI Sprint FESTZINS IV nie gezeichnet. Letztlich kommt es aber auf die Details und deren fachkundige Einordnung jedes einzelnen Falles an.


Resch Rechtsanwälte – Anlegerschutz seit 1986
Resch Rechtsanwälte bieten den Anlegern des Fonds UDI Sprint FESTZINS IV die kostenlose Prüfung ihres Falles an. Bitte füllen Sie dazu den Fragebogen aus oder rufen Sie an, unter 030 885 97 70.