WBG Leipzig-West

Die WBG Leipzig -West hat in den Jahren 2002 -2004 ca. 50 Millionen Euro an ihre Tochtergesellschaften weitergeleitet. An Jürgen Schlögel, den Hauptaktionär, sind aufgrund eines Gewinnabführungsvertrages allein rund 100 Millionen Euro geflossen...

Die WBG Leipzig - West ist ein bestimmender Teil eines umfangreichen und unübersichtlichen Firmenverbundes, der sich durch die Ausgabe von Inhaberteilschuldverschreibungen finanziert hat.
Die im Dezember 2005 und Januar 2006 fälligen Schuldverschreibungen wurden den Anlegern aus fadenscheinigen Gründen (EDV -Probleme ) nicht zurückgezahlt.Über die Risiken, die aufgrund der vorsätzlichen Geschäftspolitik der WBG Leipzig- West von vornherein feststanden, und die für den Anleger ein erhebliches Verlustrisiko bis zum Totalverlust seiner Einlage führen kann, ist nicht aufgeklärt worden. Bis zum Zeitpunkt der Insolvenz der WBG Leipzig -West konnten wir durch anwaltlichen Druck über 1,5 Millionen Euro für unsere Mandanten einfordern.

Am 11. 01. 2007 tagte der Gläubigerausschuss, in den auch Rechtsanwalt Jochen Resch gewählt worden war. Der Gläubigerausschuss hat entschieden, dass Ansprüche gegen den mittlerweile inhaftierten Jürgen Schlögel durch den Insolvenzverwalter geltend gemacht werden sollten.
 
Am 10.05.2007 begann der Strafprozess gegen den Vorstand Pierre R. Klusemeyer und den Alleinaktionär und faktischen Geschäftsführer Jürgen Schlögel der WBG Leipzig West wegen gemeinschaftlichen Betruges und Insolvenzverschleppung. Dafür hat das Landgericht Leipzig 16 Verhandlungstage angesetzt.
 
Prozessverlauf WBG Leipzig - West
 
Am 10.05.2007 begann der Strafprozess gegen die Verantwortlichen der Wohnungsbaugesellschaft Leipzig – West AG wegen gemeinschaftlichen Betruges und Insolvenzverschleppung. Für die strafrechtliche Aufarbeitung hat das Landgericht Leipzig sechzehn Verhandlungstage angesetzt. Angeklagt sind der Vorstand Pierre Raymond Klusmeyer sowie der Alleinaktionär und faktische Vorstand Jürgen Schlögel.
 
Es werden seitens der Verteidigung exzessiv prozessuale Möglichkeiten genutzt, um das Verfahren zu verzögern. Unter Ausschluss der Öffentlichkeit wird die ärztliche Begutachtung von Jürgen Schlögel wegen Gesundheitsproblemen diskutiert.
 
Am 27.08.2007, dem neunten Verhandlungstag, fand dann die erste Zeugenvernehmung statt. Eine Mitarbeiterin der WBG Leipzig - West sagte aus, dass sowohl Herr Schlögel als auch Herr Klusmeyer täglich über den Eingang von Kaufverträgen und Rückzahlungsaufträgen informiert wurden. Sie waren also über die finanzielle Lage der Firma im Bilde. Als Ende des Jahres 2005 die Firma in finanzielle Schwierigkeiten geriet, wurden die Mitarbeiter angewiesen, die auslaufenden Schuldverschreibungen nicht mehr zu verbuchen und die Rückzahlungen unter fadenscheinigen Vorwänden zu verweigern.
 
Am 17.09.2007 wurden weitere Zeugen vernommen, die aussagten, dass P. Klusmeyer den Anweisungen J. Schlögels als ausführendes Organ folgte und als Klusmeyer in der Zahlungskrise ausfiel, Schlögel allein aktiv wurde. Die Chefin des Call – Centers ließ die Werbeanrufe aufgrund der Vielzahl eingehender, verzweifelter Anrufe der Zeichner zum Jahreswechsel 2005/2006 ein, so ihre Aussage. Die Zeugen konnten die Frage nach der evtl. Alkoholkrankheit Schlögels nicht beantworten, sie hätten keine derartigen Beobachtungen gemacht.
 
An einem weiteren Verhandlungstag wurden Geschäftsführer von Tochterfirmen der WBG Leipzig – West sowie der behandelnde Arzt Schlögels aus der Klinik Bad Wiessee gehört. Der Arzt bestätigte, dass Schlögel auf eigenen Wunsch stationär behandelt wurde. Erhöhte Leberwerte wurden festgestellt und leichte  Alkohol – Entgiftungsmedikamente verabreicht.
 
Der Aufbau einer neuen Firmengruppe war wohl geplant, Sicherheitssysteme sollten gekauft und über die Schiene der Finanzdienstleistung wieder verkauft werden. Dabei wurden  Millionen verbrannt.
 
Gegen die Fortdauer der Untersuchungshaft habe die Verteidigung Schlögels zwei Verfassungsbeschwerden beim Bundesgerichtshof und dem Verfassungsgericht Sachsen anhängig gemacht.
 
Am 15. 11. wurde die Ehefrau des Angeklagten Klusmeyer vernommen, die teilweise ihr Zeugnisverweigerungsrecht in Anspruch nahm. Am 16.11. stellte sich dann die Frage, ob eine Ermittlungsakte unvollständig sei. Die Verteidigung von Jürgen Schlögel sieht nun zum wiederholten Mal die Verteidigungsrechte verletzt. Es werden Anträge gestellt, sofort über die Fortdauer der Untersuchungshaft von Schlögel zu entscheiden, da vier Seiten eines Zeugenvernehmungsprotokolls fehlten. Die Beweisaufnahme sei dahingehend fraglich, indem sich die Verteidigung bei Kenntnis dieser vier fehlenden Seiten ganz anders positioniert hätte.
 
Am 28.11.2007 stellt die Verteidigung wegen Verfahrensfragen Anträge auf Aussetzung bzw. Einstellung des Strafverfahrens. Auch über die Fortdauer der Untersuchungshaft von Jürgen Schlögel ist nun zu entscheiden.
 
Der vor dem Landgericht Leipzig laufende Strafprozess gegen die Verantwortlichen der Wohnungsbaugesellschaft Leipzig West AG, Jürgen Schlögel und Pierre Klusmeyer,  hat am 03.12.2007 sein vorläufiges Ende gefunden. Das Gericht hat nach den Anträgen der Angeklagten die Aussetzung des Verfahrens beschlossen. Die Aussetzung beruht auf dem Umstand, dass sich bei den Ermittlungsakten der Staatsanwaltschaft Unterlagen befinden, die  dem Gericht und insbesondere der Verteidigung nicht vorliegen. Hierbei handelt es sich um Gesprächsnotizen mit dem Aufsichtsratsmitglied der WBG Leipzig-West AG, Berger. Um jedoch die Prozessrechte der Angeklagten zu wahren, hält das Gericht die Aussetzung für angezeigt.

Weiterhin hat das Gericht den Haftbefehl gegen den Angeklagten Jürgen Schlögel mit sofortiger Wirkung aufgehoben. Schlögel befand sich seit fast 17 Monaten in Untersuchungshaft. Angesichts der neuen Entwicklungen im Strafverfahren sei Aufrechterhaltung des Haftbefehls nicht mehr verhältnismäßig, so das Gericht.
 
Am 12.03.2008 fand in Leipzig die Sitzung des Gläubigerausschusses der Wohnungsbaugesellschaft Leipzig West AG statt. Der Insolvenzverwalter berichtete, dass ein Gutteil der Immobilien zwischenzeitlich an die Immobilienfirma Patrizia verkauft sei. Aus dem Verkauf seien insgesamt 11 Millionen Euro der Insolvenzmasse zugeflossen. Damit ist gesichert, dass das Insolvenzverfahren weitergeführt werden kann.

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Wenn Sie als Kapitalanleger Probleme haben, dann sind Resch Rechtsanwälte für Sie da.
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Referenzen

Jochen Resch mit Dr. Dr. Cay von Fournier im Interview über das Thema Exzellente Unternehmen.
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