WealthCap Aircraft 25 – Aus für den Riesenjet A380 schockt die Anleger

Der geschlossene Fonds WealthCap Aircraft 25 wurde von der 2007 gegründeten Wealth Management Capital Holding GmbH aufgelegt. Das ist eine hundertprozentige Tochter der Hypovereinsbank AG aus München, die mit einem platzierten Eigenkapital von weit über sieben Milliarden US-Dollar, zu den größten Anbietern von geschlossenen Sachwertefonds in Deutschland gehört. Über die WealthCap Aircraft 25 GmbH & Co. KG konnten die Anleger in einen Airbus A380, das größte Passagierflugzeug der Welt, investieren, welches die Fondsgesellschaft bereits erworben hatte. Die Singapore Airline wollte das Flugzeug für 10 Jahre mit einer Verlängerungsoption für zusätzliche fünf Jahre leasen. Leider konnte sich der Fonds WealthCap Aircraft 25 nicht wie erwartet entwickeln, darum sind die Anleger nun in größter Sorge und suchen nach einer Lösung für ihr Problem.

WealthCap Aircraft 25: Basisdaten
Die WealthCap Aircraft 25 GmbH & Co. KG sammelte bei einem Gesamtinvestitionsvolumen von 201,5 Millionen US-Dollar, insgesamt 83,3 Millionen US-Dollar, inklusive fünf Prozent Agio, bei den Anlegern ein. Somit ergibt sich ein Fremdkapitalanteil von 58,7 Prozent in Höhe von 118,2 Millionen US-Dollar. Die Anleger erwarben die Kommanditanteile, bei einer Mindesteinlage von 10.000 US-Dollar, zuzüglich fünf Prozent Agio, in der Erwartung die prognostizierte Gesamtauszahlung von etwas 218 Prozent, ohne Agio und vor Steuern, zu erhalten. Es wurde eine Laufzeit von 15 Jahren prognostiziert.

WealthCap Aircraft 25: Probleme
Die Probleme begannen, als Emirates Airline seine Bestellung von ursprünglich 162 um 39 der Riesenmaschinen verringerte. Das löste eine Kettenreaktion aus - viele andere Fluggesellschaften zogen ihre Bestellungen nun ebenfalls zurück. Daraufhin wurde auf die Produktion weiterer A380 seitens Airbus verzichtet. Das ist nicht nur ein Fiasko für den Hersteller, sondern bereitet auch den Zeichnern des WealthCap Aircraft 25 sehr große Sorgen, weil der Leasingnehmer, Singapore Airlines, auf die optionale Verlängerung des Leasingvertrages verzichtet hat. Da für das Flugzeug kein neuer Käufer in Aussicht steht, bisher konnte überhaupt nur ein einziger gebrauchter A380 verkauft werden. Nun kann der Jet bestenfalls noch zerlegt, als Ersatzteilspender, verwertet werden. Allerdings ist der Ersatzteilemarkt für diesen Flugzeugtyp ebenfalls auf lange Frist übersättigt, was für den WealthCap Aircraft 25 leider nichts Gutes heißt.

WealthCap Aircraft 25: Kommanditgesellschaft (KG)
Die Beteiligung an einer KG ist nicht unproblematisch. Der Erwerb von Kommanditanteilen ist eine unternehmerische Beteiligung, das bedeutet, dass die erwarteten Gewinnauszahlungen niedriger oder auch vollständig ausfallen können. Ein wirtschaftlicher Erfolg kann nicht vorhergesehen werden. Nachschusspflichten setzen ein, wenn die ursprünglich vollständig erbrachte Einlage in Höhe der Haftsumme zum Beispiel durch nicht gewinngedeckte Ausschüttungen verringert wird, weil dabei die Einlage unter die Haftsumme sinkt.

WealthCap Aircraft 25: Risiken
Zudem gibt es spezielle Risiken bei Flugzeugen hinsichtlich Wirtschaftlichkeit, Qualität, Haltbarkeit und Sicherheit. Bei Mängeln kann es zu unvorhergesehenen Aufwendungen kommen, in dessen Folge sich die Auszahlungen verringern. Ebenso ist die Wertentwicklung eines A380 nicht vorherzusagen. Es ist auch fragliche, ob er Anforderungen an zukünftige Flugzeuge erfüllt. Die Anteile geschlossener Fonds sind keine Wertpapiere und deshalb weder täglich handel-, noch verfügbar. Sie können nur sehr eingeschränkt über spezielle Plattformen veräußert werden, da es keinen einheitlich geregelter Zweitmarkt gibt. Außerdem können Vertragspartner oder die Fondsgesellschaft selbst insolvent gehen. Das Risiko eines wirtschaftlichen Totalverlustes der gesamten Einlage, einschließlich des Agios ist durchaus möglich.

WealthCap Aircraft 25: Wie erfolgte die Anlegerberatung?
Angesichts der Probleme und Risiken stellt sich die Frage, wie denn die Anlageberatung erfolgte. Klar ist die Sache, wenn einem der WealthCap Aircraft 25 als Altersvorsorge empfohlen oder einem sicherheitsorientierten Anleger der Kauf nahegelegt wurde. Eine Falschberatung liegt  auch dann vor, wenn der Flugzeugfonds WealthCap Aircraft 25 ohne Nennung der zahlreichen Risiken verkauft, oder über eventuelle Provisionen der Berater und deren Höhe nicht aufgeklärt wurde. Die Mehrzahl der WealthCap-Beteiligungen werden über Banken verkauft. Deren Berater unterliegen weitergehenden Sorgfaltspflichten. So müssen sie über Innenprovisionen aufklären und sich im Rahmen der anlage- und anlegergerechten Beratung davon überzeugen, dass das angeboten Produkt den persönlichen Bedürfnissen des Kunden entspricht.

WealthCap Aircraft 25: Rückabwicklung oder Schadensersatz
Bei einer Falschberatung kann, genau wie bei einem Prospektmangel, ein Schadensersatzanspruch geltend gemacht werden. Betroffene Anleger werden durch den Schadensersatz so gestellt, als hätten sie den WealthCap Aircraft 25 nie gezeichnet. Übrigens ist eine vom Anleger unterzeichnete vorformulierte Erklärung, die Risikohinweise gelesen zu haben, nach einem Urteil des Bundesgerichtshofes (BGH) unwirksam.

WealthCap Aircraft 25: Was tun?
Die Anleger des Fonds WealthCap Aircraft 25 befinden sich in keiner beneidenswerten Situation, denn sie müssen herbe Verluste befürchten. Jetzt einfach nur abzuwarten, wäre schon angesichts der drohenden Verjährungsfristen, von zehn Jahren nach dem Beitrittsdatum, absolut fahrlässig. Um Geld zurückzubekommen, muss die individuelle Situation im Zusammenhang mit dem WealthCap Aircraft 25 von Fachkundigen analysiert und das weitere Vorgehen auf dieser Basis geplant werden.

WealthCap Aircraft 25: Resch Rechtsanwälte – Anlegerschutz seit 1987
Resch Rechtsanwälte bieten den Anlegern des WealthCap Aircraft 25 die kostenlose Prüfung ihres Falles an. Bitte füllen Sie dazu den Fragebogen aus oder rufen Sie an, unter 030 885 97 70.