WealthCap Aircraft 26 – Anlegern drohen hohe Verluste nach A380-Fiasko

Die 2007 gegründete Münchner Wealth Management Capital Holding GmbH legte den geschlossenen Flugzeugfond WealthCap Aircraft 26 auf. Die Gesellschaft ist eine hunderTprozentige Tochter der zum Verbund UniCredit gehörenden Hypovereinsbank AG. Sie hat inzwischen ein Eigenkapital von über 7,3 Milliarden Euro platziert und gehört damit zu den größten deutschen Anbietern von geschlossenen Sachwertefonds. Über die WealthCap Aircraft 26 GmbH & Co. KG legten die Investoren in einen Riesen-Airbus A380 an, welcher zuvor von der Fondsgesellschaft erworben wurde. Die XXX Airline wollte den riesigen Jet über 10 bis 15 Jahre leasen. Leider entwickelten sich die Dinge um den Fonds WealthCap Aircraft 26 anders als alle erwarteten, darum sind die Investoren nun von Sorgen erfüllt und suchen verzweifelt nach einer Lösung für ihr Problem.

WealthCap Aircraft 26: Basisdaten
Das Gesamtinvestitionsvolumen für den Fonds beträgt 210,85 Millionen US-Dollar, davon stellen die Anleger 92,2 Millionen US-Dollar Eigenkapital bereit. Das entspricht 43,7 Prozent. Das Fremdkapital beträgt 117 Millionen US-Dollar. Das sind 55,5 Prozent. Dazu kommt noch die erste Leasingrate von 1,65 Millionen US-Dollar (0,8 Prozent). Die Mindestbeteiligung an dem Fonds waren 10.000 US-Dollar. Die Anleger investierten dabei in einen Airbus A380, dem größten jemals gebauten Passagierflugzeug, welches für mindesten 10 Jahre von Singapore Airlines geleast werden sollte.

WealthCap Aircraft 26: Probleme
Der riesige Airbus A380 wurde nicht der erwartete Erfolg und der größte Abnehmer, Emirates,  reduzierte seine Bestellung von 162 auf 133 Flugzeuge. Alle anderen Fluggesellschaften, so auch Singapore Airlines, zogen ihre Bestellungen schon vorher zurück, was das Aus für die größte Passagiermaschine der Welt bedeutete. Der Hauptgrund für die Stornierungen waren nicht verzögerten Auslieferungen und technischen Probleme mit dem A380, sondern dessen hohes Gewicht, denn die Flügel waren für eine Langversion ausgelegt, mit der man etwa 100 Tonnen mehr hätte heben können. So war der Treibstoffverbrauch einfach zu hoch.  Die Airbus Geschäftsführung musste die Reißleine ziehen und beschloss die Produktion des A380 einzustellen. Das hat Folgen für die Flugzeugfonds. Singapore Airlines hat sich darauf festgelegt, auf die Verlängerungsoption für den Flieger zu verzichten. Einen gebrauchten A380 zu verkaufen ist ein aussichtsloses Unterfangen und bisher nur ein einziges Mal gelungen. Da auch der Markt für Ersatzteile komplett übersättigt ist, droht nun die Verschrottung der Maschine.

WealthCap Aircraft 26: Kommanditgesellschaft (KG)
Ganz unabhängig von den Problemen mit dem Airbus hat man auch welche beim Eintritt in eine Kommanditgesellschaft. Wenn ein Privatanleger den WealthCap Aircraft 26 zeichnet wird er automatisch Kommanditist einer KG und geht damit eine unternehmerische Beteiligung ein. Das bedeutet, dass die damit erhofften Gewinn auch geringer oder ganz ausfallen können, denn ein wirtschaftlicher Erfolg ist nicht vorhersehbar. Werden dann von der Gesellschaft noch Ausschüttungen vorgenommen, die nicht durch Gewinne gedeckt sind, entstehen dem Kommanditisten Nachschusspflichten in gleicher Höhe.

WealthCap Aircraft 26: Risiken
Von Anfang an wohnen einem Flugzeugfonds spezifische Risiken inne. Ähnlich einem Schiffsfonds betrifft dies vor allem die Haltbarkeit, Qualität, Sicherheit und Wirtschaftlichkeit. Die Gewinne können sich verringern, wenn es zu unvorhergesehenen Aufwendungen kommt. Auch war die Wertentwicklung des A380 nicht vorhersagbar, auch weil niemand sagen konnte, ob er die Anforderungen an zukünftige Flugzeuge erfüllen kann. Hinzu kommt, dass es sich bei den an die Anleger ausgegebenen Anteile, nicht um Wertpapiere handelt. Anteile geschlossener Fonds wie dem WealthCap Aircraft 26 sind weder täglich handel-,-, noch verfügbar. Sie können nur über spezielle Plattformen verkauft werden, da ein geregelter Zweitmarkt nicht existiert. Auch kann die Fondsgesellschaft WealthCap Aircraft 26 GmbH & Co. KG selbst, oder einer ihrer Partner, insolvent werden. Darum ist das Risiko eines vollständigen Verlustes der Einlagesumme, einschließlich des Agios, immer vorhanden.

WealthCap Aircraft 26: Anlegerberatung

Bei derart vielen Risiken ist eigentlich eine intensive Beratung der potentiellen Anleger zu erwarten. Sollte jemanden die Anlage als sicher oder zur Altersvorsorge geeignet empfohlen worden sein, handelt es sich um eine Falschberatung. Eine solche liegt auch vor, wenn der Berater es versäumte die Vielzahl der Risiken des Flugzeugfonds WealthCap Aircraft 26 zu benennen und auch im Einzelnen zu erläutern. Da ein Großteil der WealthCap-Fonds über von Banken angestellte Berater vermittelt werden, sollte jeder Anleger wissen, dass diese besondere Sorgfaltspflichten haben. So ist es für diese verpflichtend, neben der selbstverständlichen anlage- und anlegergerechten Beratung, über Innenprovisionen aufzuklären, insbesondere dann, wenn sie über sogenannte Kickback-Zahlungen erfolgen.

WealthCap Aircraft 26: Schadensersatz
Ein Anspruch auf Schadensersatz kann aus unterschiedlichen Gründen geltend gemacht werden. Einer davon ist die oben angezeigte Falschberatung eines Anlegers. Dazu stellte der Bundesgerichtshof in einem Urteil klar, dass es keineswegs ausreicht den Klienten eine vorformulierte Erklärung unterzeichnen zu lassen, dass er die Risikohinweise im Prospekt gelesen hätte. Diese Erklärung sei unwirksam. Ein weiterer wichtiger Grund ist der Nachweis eines Mangels im Prospekt des Fonds.

WealthCap Aircraft 26: Was tun?
Da die Anleger in den WealthCap Aircraft 26 befürchten müssen komplett leer auszugehen, suchen sie nach Möglichkeiten ihr eingesetztes Kapital auf anderen zurückzuerhalten. So richtet sich ihr hauptsächliches Augenmerk auf die Handlungsweise der Vermittler der Anlage. Das ist jedoch gar nicht so einfach. Die individuellen Umstände der Vermittlung müssen sachkundig untersucht werden, um die optimalen Ansätze für das Geltendmachen einer Forderung zu finden. Dabei ist jedoch Eile geboten, weil die Verjährungsfrist bald ablaufen.

WealthCap Aircraft 26: Resch Rechtsanwälte – Anlegerschutz seit 1987

Resch Rechtsanwälte bieten den Anlegern des WealthCap Aircraft 25 die kostenlose Prüfung ihres Falles an. Bitte füllen Sie dazu den Fragebogen aus oder rufen Sie an, unter 030 885 97 70.