WealthCap LebensWert 2 – Riskantes Abenteuer in Übersee

Mit dem geschlossenen Spezialfonds für US-amerikanische Lebensversicherungen WealthCap LebensWert 2 ermöglichte die Blue Capital GmbH im Jahr 2010 Anlegern eine riskante Anleihe. Die Blue Capital GmbH war eine Tochter der HypoVereinsbank AG und ist 2007 mit anderen konzerneigenen Gesellschaften zu WealthCap zusammengeführt worden. WealthCap gehört heute zur italienischen Großbank UniCredit. Die Anleger können sich nur mittelbar über die WealthCap Investoren GmbH beteiligen und haben keinen Anspruch auf Aufnahme in die Fondsgesellschaft.

WealthCap LebensWert 2: Allgemeine Beschreibung
Der Fonds investierte in ein US-amerikanisches Portfolio, welches mit Forderungen aus regelmäßigen Zahlungsansprüchen, in den Vereinigten Staaten “Structured Settlements” und “Owned Annuities” genannt, das Kapital der Anleger zu mehren versucht. Ganz konkret passiert Folgendes. Mit einer Einmalzahlung werden Menschen ihre Lebens- oder Rentenversicherungen abgekauft und die Versicherungsleistungen fließen dafür an den Käufer. Ebenso werden Forderungen aus Schadenersatzansprüchen aufgekauft. Letztlich handelt es sich um eine heikle Wette auf das möglichst lange Leben des Versicherungsnehmers.

WealthCap LebensWert 2: Basisdaten
Das Gesamtinvestitionsvolumen des Fonds betrug 34,822 Millionen US-Dollar. Dabei betrug der Anteil an Eigenkapital des WealthCap LebensWert 2 28,784 Millionen US-Dollar zuzüglich eines Agios von 5 Prozent, beziehungsweise 1,439 Millionen US-Dollar.Das Fremdkapital liegt demzufolge bei 4,599 Millionen US-Dollar. Die Anteile am WealthCap LebensWert 2 konnten mit einer Mindestanlagesumme von 10.000 US-Dollar plus fünf Prozent Agio erworben werden. Die prognostizierte Auszahlung von 174,5 Prozent soll bereits nach acht Jahren realisiert werden, obwohl man von einer zehnjährigen Laufzeit ausgeht.

WealthCap LebensWert 2: Spezielle Risiken 
Der Fonds WealthCap LebensWert 2 investiert in US-amerikanische Forderungen, die entstehen wenn ein Schadensverursacher oder dessen Versicherung einem Geschädigten Geld zahlen muss. Die Geschädigten können diese Forderungen abtreten. Wenn die Geschädigten die Forderung abtreten, sparen sie sich die Prozesskosten und den Aufwand und gehen auch nicht das Risiko ein, diesen Prozess zu verlieren. Dafür erwerben die Fonds diese Forderungen mit einem hohen Abschlag. Gewinnen sie anschließend den Prozess, fahren sie hohe Renditen ein. Verlieren sie, ist es ein Totalverlust für den WealthCap LebensWert 2 und dessen Anleger.

WealthCap LebensWert 2: Beteiligungsrisiko KG
Wer sich als Kommanditist an einer Kommanditgesellschaft (KG) wie der WealthCap LebensWert 2 GmbH & Co. KG beteiligt, geht ein nicht zu unterschätzendes unternehmerisches Risiko ein. Dieses setzt mit der Zeichnung der Anlage ein. Eine besondere Tücke stellen Ausschüttungen an die Gesellschafter dar, die nicht mit Gewinnen gedeckt sind. Sollte die Gesellschaft nämlich künftig in Schwierigkeiten geraten, müssen diese Ausschüttungen vollständig zurückgezahlt werden.

WealthCap LebensWert 2: Blindpool- und Fremdwährungsrisiko
Zum Zeitpunkt der Prospekterstellung standen zwar die Investitionskriterien fest, aber nicht in welche Objekte investiert wird. Somit ergibt sich für die Anleger ein klassisches Blindpool-Risiko. Da die gesamte Anleihe in Dollar abgewickelt wird kommen für die Anleger eventuell zusätzliche Kosten seitens ihrer Bank auf. Des Weiteren kann niemand sagen wie sich der Euro-Dollar-Kurs über einen so langen Zeitraum entwickelt. Wenn es ungünstig läuft müssen Anleger mit hohen Abschlägen rechnen.

WealthCap LebensWert 2: Anlagegefährdende Risiken
Im Verkaufsprospekt des WealthCap LebensWert 2 erstrecken sich die Beschreibungen der Risiken über 15 Seiten ohne dabei einen Anspruch auf Vollständigkeit zu erheben. Da ist die Rede von Portfoliorisiken, Risiken aus Forderungen und Fremdfinanzierungen, Risiken im Zusammenhang mit der WealthCap Cash-Pool GbR, Vertragsabschlussrisiko, rechtlichen Risiken, Anlagerisiko, Abhängigkeit von den Fähigkeiten des Managements, Auswirkungen der Finanz- und Wirtschaftskrise, Liquiditätsrisiken, Steuerrisiken, Liquiditätsanlagen, Risiken im Zusammenhang mit Aussagen und Angaben Dritter, Risiken im Zusammenhang mit Fernabsatz, Risiken im Zusammenhang mit dem Vertrieb außerhalb der Bundesrepublik Deutschland, Insolvenz- und Bonitätsrisiken, Rückabwicklungsrisiko, Risiken im Hinblick auf Rechnungslegung, Prüfung und Finanzberichtswesen, politische und ökonomische Risiken, Ungewissheit zukünftiger Resultate, Illiquidität und beschränkte Handelbarkeit, Interessenkonflikte, 

WealthCap LebensWert 2: Anlegergefährdende und sonstige Risiken
Dazu kommen noch folgende Risiken: Ausscheiden von Komplementärin oder Treuhandkommanditistin, Haftungsrisiken, Abtretung durch die Treuhandkommanditistin, Fremdfinanzierung der Beteiligung, Zahlungsausfall eines oder mehrerer Anleger, Risiken mit Bezug auf das Sozialversicherungsrecht. Dazu kommen weitere Risikofaktoren, wie die fehlende Regulierung der Fondsgesellschaft, grundsätzlich keine Beteiligung an der Geschäftsführung der Fondsgesellschaft, Ausschluss von Anlegern, Reduzierung der Beteiligung, Majorisierung, anderweitige Aufgaben von Geschäftsführern oder Mitarbeitern der Komplementärin, Liquiditätsverlauf und -planung und als Maximalrisiko des Anlegers, das Risiko eines Totalverlustes.

WealthCap LebensWert 2: Wie wurde beraten?
In Anbetracht der geballten Risiken stellt sich die Frage, ob die Beratungen der Vermittler des Fonds WealthCap LebensWert 2 diesem angemessen Rechnung trugen. Die sind verpflichtet anlage- und anlegergerecht zu beraten. So versteht es sich eigentlich von selbst, dass der Fonds WealthCap LebensWert 2 niemanden zur Altersvorsorge empfohlen werden durfte und auch sonst sicherheitsaffine Anleger nicht nahegelegt werden durfte. Da die meisten WealthCap-Anlagen über Banken vermittelt werden, sei hier noch der Hinweis gegeben, dass diese zu besonderer Sorgfalt bei der Beratung verpflichtet sind und zum Beispiel auf mögliche Innenprovisionen hinweisen müssen.

WealthCap LebensWert 2: Nichtige Unterschriften und Anspruch auf Schadensersatz
Der Bundesgerichtshof hat in einem Urteil erklärt, dass die Unterschrift eines Anlegers unter eine vorformulierte Erklärung, er habe die Risiken im Prospekt gelesen, unwirksam ist. Erfolgte die Beratung des Anlegers nicht umfassend oder gar falsch stehen ihm Ansprüche zu. Das könnte eine Schadensersatzzahlung sein, oder eine komplette Rückabwicklung der Anlage sein, bei der der geschädigte Anleger so gestellt wird, als hätte er die Anlage nicht gezeichnet.

WealthCap LebensWert 2: Die nächsten Schritte für betroffene Anleger
Zunächst sollten sich die betroffenen Anleger an einen fachkundigen Rechtsanwalt wenden um zu überprüfen welche Handlungsmöglichkeiten gegenüber der WealthCap LebensWert 2 bestehen, dabei spielt auch die persönliche Situation des Anlegers eine Rolle. So bekommen Sie Gewissheit darüber welche Ansprüche auf Schadensersatz bestehen, gegen wen genau diese geltend zu machen sind und wie die Ansprüche ohne Zeitverzug durchgesetzt werden können.

WealthCap LebensWert 2: Resch Rechtsanwälte – Anlegerschutz seit 1988
Resch Rechtsanwälte bieten den Anlegern des Fonds WealthCap LebensWert 2 die kostenlose Prüfung ihres Falles an. Bitte füllen Sie dazu den Fragebogen aus oder rufen Sie an, unter 030 885 97 70.