WealthCap Private Equity 18 – Für Risikoscheue ungeeignet

WealthCap Private Equity 18 – Für Risikoscheue ungeeignet

Mit dem WealthCap Private Equity 18 legte WealthCap im Jahr 2013 einen geschlossenen Dachfonds auf, der  auf Zielfonds, wie die der französische PAI partners setzte, deren Investitionen normalerweise in europäische Mittelständler fließen. Die Wealth Management Capital Holding GmbH, aus München, ist eine hundertprozentige Tochter der Unicredit Bank AG, die den Markennamen Hypovereinsbank führt. Alle sind unter dem Dach der UniCredit Holding, einer italienischen Großbank, vereint. Der WealthCap Private Equity 18 wurde zeitgleich mit dem WealthCap Private Equity 17 aufgelegt. Dabei handelt es sich im Grunde um denselben Fonds mit dem Unterschied, dass die Mindesteinlage bei Letzterem 25.000 Euro betrug und als Agio nur fünf Prozent angesetzt waren.

WealthCap Private Equity 17/18: Basisdaten

Das Gesamtinvestitionsvolumen der die beiden Fonds beträgt zusammen 30 Millionen Euro. Die Mindesteinlage in den WealthCap Private Equity 18 betrug dabei 100.000 Euro. Es wurde keine Prognoserechnung vorgelegt, was bei solchen als Blindpool konstruierten Fond durchaus üblich ist. Darum gab es, wie bei anderen Fonds für Private Equity auch, keine Aussagen zum Verlauf der Ausschüttungen. Die Berliner Ratingagentur Scope stufte den WealthCap Private Equity 18 mit recht gutem BBB+ ein. Vorhergesagt wurde eine für diese Klasse  übliche Fondslaufzeit von zehn Jahren, das heißt, der Fonds läuft bis zum 31. Dezember 2023.

WealthCap Private Equity 18: Kritische Betrachtung
Mit Private Equity werden den meisten Fällen außerbörslich Unternehmensbeteiligungen erworben. Meist geht es dabei um bereits etablierte Firmen ab, die nicht effizient genug geführt werden und bei denen die Investoren auf ausreichendes Potential hoffen. Weil sich darunter of Unternehmen, mit wirtschaftlichen Problemen zu tun haben, ist die Anlage sehr riskant. Meist werden solche Investitionen mit zuzüglichen Fremdkapital getätigt. Wenn dann der erwartete Cash-Flow ausbleibt und der Zinsdienst nicht mehr geleistet werden kann, wird die Fondsgesellschaft insolvent. Auch viel Erfahrung und Renomeé schützt nicht vor Pleiten, so verlor Blackstone bei einer Investition in den Erdölförderer Samson, das gesamte eingesetzte Kapital.

WealthCap Private Equity 18: Blindpool-Risiko
Private-Equity-Investoren rechnen mit besonders hohen Renditen bis in den zweistelligen Bereich. Natürlich gilt auch hier die Regel, je höher die zu erwartende Rendite, desto höher ist auch das Risiko. Auch beim XYZ verdeutlicht sich das, durch das Blindpoolrisiko. Der Fonds selber hat so gut wie keine Kontrolle über die Investments, weil er seinerseits nur in Zielfonds investiert, ohne zu wissen in welche Unternehmen diese das Kapital der Anleger stecken.

WealthCap Private Equity 18: Risiko als Kommanditist
Die Beteiligung an einer Kommanditgesellschaft (KG) ist mit Problemen verknüpft, dessen sich nicht alle Anleger bewusst sind. Viele werden zum Beispiel von der Nachschusspflicht überrascht, weil sie glaubten der Fonds entwickle sich prächtig und bei den ausgeschütteten Geldern handle es sich um Gewinne. Tatsächlich gelingt es den Fond manchmal nicht, die eingesammelten Gelder zu investieren und zahlt sie an die Investoren zurück. Diese haften aber trotzdem mit der gesamten ursprünglich gezeichneten Summe und müssen die zurückerhaltenen Gelder später wieder einzahlen, wenn die Fondsgesellschaft in Schieflage gerät. Ohnehin handelt es sich um eine unternehmerische Beteiligung, bei der das gesamte investierte Kapital und der Agio verloren werden können.

WealthCap Private Equity 18: Weitere Risiken und Probleme
Die Beteiligung an dem geschlossenen Fonds WealthCap Private Equity 18 ist kein Wertpapier und kann darum nicht an Börsen gehandelt werden. Zwar gibt es spezielle Plattformen, aber es fehlt ein geregelter Markt. Darum ist es sehr schwierig eine solche Anlage vorzeitig loszuwerden, denn die Umsätze auf den Plattformen sind auch vergleichsweise gering. Aufgrund der langen Laufzeiten geschlossener Fonds ist es problematisch, wenn ein Anleger das Geld dringend für etwas anderes benötigt. Geraten Vertragspartner des WealthCap Private Equity 18 in wirtschaftliche Schwierigkeiten, kann sich das negativ auf die gesamte Struktur des Fonds auswirken. Darum ist die Beteiligung am XYZ mit einem Totalverlustrisiko verbunden.

WealthCap Private Equity 18: Falschberatung
Die Vermittler von Geldanlagen sind alle verpflichtet anleger- und anlagegerecht zu beraten. Dazu gehört die Aufklärung über alle Risiken und Weitergabe auch aller anderen  Informationen, die für die Kaufentscheidung des Anlegers relevant sind. Der XYZ wurde zumeist über Banken vermittelt. Deren Anlageberater sind zu besonderer Sorgfalt verpflichtet und müssen auch über eventuell bestehende Zielkonflikte und ihre Innenprovision Auskunft geben. Tun sie das nicht oder nur unvollständig, handelt es sich um eine Falschberatung.

WealthCap Private Equity 18: Anspruch auf Schadensersatz
Schadensersatzansprüche lassen sich für den geschädigten Anleger aus Falschberatung, Prospektfehlern und anderen Dingen ableiten. Ein sehr wichtiges Urteil des Bundesgerichtshofes stellt klar, dass eine Unterschrift eines Anleger, unter eine vorformulierte Erklärung, dass er die Risikohinweise gelesen habe, unwirksam ist. Das bedeutet das ein solches Formular den Vermittler hinsichtlich einer mangelhaften Risikoaufklärung nicht entlastet.

WealthCap Private Equity 18: Betroffene Anleger müssen aktiv werden
Solche Schadensersatzforderungen können bis zu zehn Jahre nach Zeichnung der Anlage gestellt werden. Die Anleger haben also noch etwa drei Jahre Zeit um aktiv zu werden. Aber warum bis zum Schluss warten, wenn man die riskanten Anlage loswerden will. Zunächst sollten sich die betroffenen Anleger an einen fachkundigen Rechtsanwalt wenden um zu überprüfen welche Handlungsmöglichkeiten gegenüber der WealthCap Private Equity 18 bestehen, dabei spielt auch die individuelle Situation des Anlegers eine Rolle. So bekommen Sie Gewissheit darüber welche Ansprüche auf Schadensersatz bestehen, gegen wen genau diese geltend zu machen sind und wie die Ansprüche ohne Zeitverzug durchgesetzt werden können.

WealthCap Private Equity 18: Resch Rechtsanwälte – Anlegerschutz seit 1988
Resch Rechtsanwälte bieten den Anlegern des WealthCap Private Equity 18 die kostenlose Prüfung ihres Falles an. Bitte füllen Sie dazu den Fragebogen aus oder rufen Sie an, unter 030 885 97 70.