Paritäter Volkssolidarität Rostock

Landgericht spricht Schadenersatz zu

Das Landgericht Rostock hat erste Urteile im Falle der Schadenersatzklagen mehrerer durch Immobilienfonds geprellter Anleger gegen die Volkssolidarität gefällt. Drei Klagen wurden abgewiesen. In einem Fall sprach das Gericht dem Geschädigten 100.000 Euro Schadenersatz zu. 2009 hatte die Volkssolidarität-Sozial- Immobilienfonds Gmbh & Co. KG ebenso wie die Volkssolidarität-Sozial-Immobiliengesellschaft mbH Insolvenz angemeldet. Mehr als 100 Anleger hatten ihre Ersparnisse durch die Insolvenz von zwei Immobilienfonds der mecklenburgischen Volkssolidarität- Kreisverbände Bad Doberan und Mecklenburg/ Mitte verloren (Wohlfahrt Intern 12/2012). Der Kläger, dem Ende Mai der Schadenersatz zugesprochen wurde, hatte in den Geschäftsräumen des Rostock-Land den Anlagevertrag unterzeichnet. Fonds Vermittlerin war die damalige  Geschäftsstellenleiterin. des Kreisverbands. Auf Klausurtagungen des Kreisverbands Vorstands sei im fahr 2006 offen über die Insolvenzgefahr der Fondsgesellschaft VSI gesprochen worden. Die Kreis geschäftsführerin ließ sich zu sichern, im Falle einer Insolvenz von jeglicher Haftung freigestellt zu sein. Diese Tatsachen gaben den Ausschlag: Die Kammer war über zeugt, dass sie über die Insolvenzgefahr zum Zeitpunkt des Vertragsabschlusses Bescheid wusste, den Käufer der Fonds anteile darüber jedoch nicht in Kenntnis setzte. Dafür soll der Kreisverband nun haften. „In allen drei unterlegenen Fallen werden wir Berufung beim Oberlandesgericht Rostock einlegen", sagt Rechtsanwalt Jochen Resch ans Berlin „Vermutlich wird die Volkssolidarität dagegen Berufung einlegen." Das sei bedauerlich; er habe den Eindruck gewonnen, dass die Volkssolidarität angesichts des Durchschnittsalters der Kläger von etwa 80 Jahren auf Zeit spiele. Unterdessen versucht der Interessenverband der Geschädigten von Volkssolidarität- Geldanlagen  e.V., das Verfahren gegen Viereck aus Güstrow wieder aufnehmen zu lassen. Das Landgericht hatte den ehemaligen Fonds-Geschäftsführer 2012 wegen einer attestierten  Demenzerkrankung für verhandlungsunfähig erklärt. Der Opferverband wolle nun nach Angaben des Vorsitzenden Gottfried Hörnig dokumentieren und beweisen, dass Fonds initiator Viereck nicht dement sei. Er fahre beispielsweise noch Auto.

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Wenn Sie als Kapitalanleger Probleme haben, dann sind Resch Rechtsanwälte für Sie da.
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Referenzen

Jochen Resch mit Dr. Dr. Cay von Fournier im Interview über das Thema Exzellente Unternehmen.
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