Handel mit Schrottimmobilien floriert weiter

10.07.2012

Dubiose Firmen sind verstärkt in Brandenburg tätig / Staatsanwaltschaft ermittelt gegen Notare

Frankfurt (Oder) (MOZ) Eine Bandé von Immobilienbetrügern hat die Berliner Justiz nach einem monatelangen Prozess im Juni bereits vom Markt genommen. Doch der Handel mit überteuerten Objekten, die sich teilweise, in einem ruinösen baulichen Zustand befinden, floriert in der Region aus Sicht von Verbraucherschützern weiter. Selbst einige der verurteilten Angeklagten sollen wieder mitmischen. Nach Erkenntnissen von Jürgen Blache, Vorstand der Schutzgemeinschaft für geschädigte. Kapitalanleger, würden einige frühere Mitarbeiter der Firma KK Royal Basement, die mehrjährige Haftstrafen erhielten, nach wie vor mit Schrottimmobilien handeln - über Strohmänner seien neue Firmen gegründet worden. „Dies zeigt eine irrsinnig hohe kriminelle Energie", sagt Blache. Zudem seien auch weiterhin sogenannte Mitternachtsnotare in der Hauptstadt tätig, die fragwürdige Geschäfte beurkunden. „Hier hat die Politik nicht gegen- - gesteuert, sondern nur Lippenbekenntnisse gezeigt." Die Berliner Notarkammer verweist dagegen auf verschärfte Richtlinien beim Verkauf von Immobilien, die seit März gelten. Die Masche der Betrüger sei immer noch die alte, sagt Blache. Über Call Center würden potenzielle Kunden geködert, etwa mit Gewinnspielen oder Umfragen. Kurz darauf träten Verkäufer auf den Plan,; die vermeintliche Steuersparmodelle anpriesen,' das Wort Immobilie aber nie erwähnten. „Die Kunden werden besoffen gequatscht, auch unter Druck gesetzt", sagt Blache. : > Jochen Resch, Vorsitzender der Verbraucherzentrale Brandenburg, schätzt, dass in Berlin und Brandenburg jährlich rund 1000 Verträge mit Schrottimmobilien abgeschlossen werden. „Die Betrüger sind vielfach in Brandenburg aktiv", sagt der Anlegerschutzanwalt. Das Problem werde von der Politik bislang zu wenig angegangen, dabei seien die Folgen für Betroffene dramatisch. „Viele stecken nun in der Schuldenfalle." Denn oftmals würden •Menschen zu Geschäften überredet, die sich Immobilien gar nicht leisten könnten. • Nach Angaben der Berliner Staatsanwaltschaft werden weitere Ermittlungen wegen des Betrugs mit Schrottimmobilien geführt. Diese betreffen auch Notare, sagt Behördensprecherin Simone Herbeth. Weitere Details wollte sie nicht nennen. In Anwaltskreisen heißt es, dass neue Ermittlungen erst vom Ausgang des jüngsten Prozessesabhängig gemacht wurden. Jürgen Blache fordert, dass auch die Rolle der Banken bei den Deals stärker untersucht werden müsse. „Hier sind Hintermänner im Spiel, die gar nicht belangt werden.

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Wenn Sie als Kapitalanleger Probleme haben, dann sind Resch Rechtsanwälte für Sie da.
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Referenzen

Jochen Resch mit Dr. Dr. Cay von Fournier im Interview über das Thema Exzellente Unternehmen.
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