Schrottimmobilien ++ LG Berlin verurteilt Immoratio ++ Rückabwicklung

24.05.2014

Das Landgericht Berlin hat im Februar 2014 die Immoratio GmbH in Berlin und ihren Macher und Geschäftsführer Thomas Werner auf Rückabwicklung einer Schrottimmobilie und zur Zahlung des entstandenen Schadens verurteilt. Nach den Feststellungen des Landgerichts hat Thomas Werner den Käufer der Immobilie über die ihm entstehenden Kosten für den Fall des Erwerbes falsch aufgeklärt.   

Nach der ständigen Rechtsprechung des Bundesgerichtshofes ist ein Beratungsvertrag zustande gekommen. Die Immoratio haftet damit für Schadensersatz und ist verpflichtet, die Schrottimmobilie zurück zu nehmen. Da die Immoratio jedoch aus der bereits beschlossenen Liquidation in die Insolvenz gegangen ist, wird sich das Urteil nicht mehr umsetzen lassen.

Thomas Werner haftet persönlich
Die von Resch Rechtsanwälte vertretenen Kläger haben jedoch auch einen Anspruch direkt gegen Thomas Werner persönlich, der als Geschäftsführer der Immoratio die Gespräche persönlich geführt hat. Das Gericht stellt fest, dass er vorsätzlich und damit sittenwidrig gehandelt hat und er deshalb auch persönlich für den von ihm verursachten Schaden einstehen muss.  

Rückzug aus der Stralauer Allee
Bereits vorher haben Resch Rechtsanwälte eine Reihe von Prozessen gegenüber der Immoratio gewonnen. Nach einer die Vertriebsmethoden aufzeigenden Pressemitteilung der „Berliner Zeitung“ vom 18.09.2012   mit der Überschrift „Mit dem Hauptgewinn in die Pleite“ hatte Thomas  Werner fast schlagartig seinen Geschäftsbetrieb in der Stralauer Allee eingestellt und war mit seiner Firma Immoratio formell in einer Anwaltskanzlei in der Bleibtreustraße in Berlin-Charlottenburg untergeschlüpft.  

Thomas Werner will Immoratio liquidieren
Von da an war er bestrebt, die Immoratio zu liquidieren und die im Eigentum der Immoratio befindlichen Immobilien aus der Firma heraus zu nehmen. Es liegt der Verdacht nahe, dass er diese Immobilien im Falle einer Insolvenz vor dem Insolvenzverwalter retten wollte.

Immoratio war ein “erfolgreicher“ Vertrieb von Schrottimmobilen
Bis zu den Presseveröffentlichungen in der „Berliner Zeitung“ waren Thomas Werner und seine Immoratio ein „erfolgreiches“ Vertriebsunternehmen, das für die Quadra Wohnbau und später für eigene Rechnung Schrottimmobilien verkauft hatte. Thomas Werner hatte sich ein eigenes Konzept erarbeitet, das ihn deutlich von anderen Vertrieben unterschied.  

Das Gewinnspiel der Immoratio
Er hatte sich ein Gewinnspiel ausgedacht, das er den Besuchern der Veranstaltung in der O2 World über charmante Hostessen andienen ließ. 5.000,00 Euro konnte man „gewinnen“. Es
versteht sich von selbst, dass es nur „Gewinner“ gab, die dann in das Büro in die Stralauer Allee eingeladen wurden, um den Gewinn von 5.000,00 Euro in Empfang zu nehmen.  

Der Erwerb der Immobilie rechnet sich von alleine
Um die Gewinner vor dem sinnlosen Verprassen ihres Glücksgewinnes zu schützen, erklärt er ihnen, das Geld werde in eine stabile Vermögensanlage investiert. Immobilien seien optimal und sicher für die Altersvorsorge. Gleichzeitig könne man noch Steuern sparen. Unterm Strich rechne es sich von alleine.
 
Thomas Werner kümmert sich um seine Kunden
Im Unterschied zu vielen anderen kümmert sich Thomas Werner auch noch nach dem Verkauf um seine Kunden. Er verschickt Weihnachtskarten und gratuliert zu Geburtstag. Damit schafft er seinen Kunden ein Wohlgefühl, obwohl sich der Erwerb der Wohnung durchaus nicht von alleine rechnet. Mit seiner „Flucht“ aus der Stralauer Allee lässt Werner seine Beziehungen zu den Kunden verkümmern. Die Kunden sind enttäuscht und suchen sich Hilfe bei anderen. Das Kartenhaus der Immoratio stürzt ein.

Resch Rechtsanwälte. Anlegerschutz seit 1986.
Auch in dieser Situation kann der Schaden noch gemindert werden, den Thomas Werner angerichtet hat. Die Anlegeranwälte von Resch bieten allen Anlegern die kostenlose Prüfung ihres Falles an. Füllen Sie den Fragebogen aus oder rufen Sie an unter 030 8859770.