BisMarkets:
Betrugsverdacht bei Broker
09.06.2026 Haben Sie bei BisMarkets investiert und über die Website bismarkets(.)com gehandelt, dann handelt es sich um Anlagebetrug. Ihr eingesetztes Kapital ist nicht verschwunden, sondern wurde gezielt abgeschöpft. Bei BisMarkets wird eine professionelle Handelsumgebung vorgetäuscht, um Zahlungen auszulösen. Lesen Sie diesen Artikel jetzt, um zu verstehen, wie Sie Ihr Geld zurückfordern können.
Jochen Resch, Geschäftsführer & Fachanwalt
Jochen Resch, Geschäftsführer & Fachanwalt
Gibt es BisMarkets wirklich?
BisMarkets wirkt auf den ersten Blick wie ein seriöser Broker. Die Plattform präsentiert Charts, Kontostände und vermeintliche Gewinne. Diese Darstellung ist jedoch Teil einer inszenierten Show. Die angeblichen Trading-Erfolge sind keine realen Markttransaktionen. Vielmehr werden Zahlen manipuliert, um Vertrauen zu schaffen. Erfahrungen zeigen, dass solche Plattformen gezielt psychologischen Druck aufbauen, damit weitere Einzahlungen erfolgen.
Warum Saint Lucia bei BisMarkets eine Rolle spielt
BisMarkets verweist auf eine Registrierung in Saint Lucia. Diese Information dient lediglich der Täuschung. Saint Lucia ist kein Finanzregulator für Forex oder CFD Handel. Es existiert dort keine wirksame Aufsicht für solche Geschäfte. Seit regulatorischen Verschärfungen in St. Vincent und den Grenadinen im Jahr 2023 nutzen viele Betreiber Saint Lucia als Ausweichstandort. Diese Struktur ermöglicht es, ohne echte Kontrolle zu agieren. Für Anleger bedeutet das ein erhebliches Risiko.
BisMarkets zahlt nicht aus
Ein zentrales Merkmal des Trading-Betrugs ist die verweigerte Auszahlung. Auch bei BisMarkets berichten Betroffene von identischen Erfahrungen. Auszahlungen werden an Bedingungen geknüpft, die ständig wechseln. Es werden angebliche Steuern, Gebühren oder Provisionen verlangt. Diese Forderungen dienen allein dazu, weitere Zahlungen zu erzwingen. Eine tatsächliche Auszahlung erfolgt nicht.
Ohne Konten kein Betrugssystem
Damit das System funktioniert, benötigen die Täter reale Bankkonten. Die Einzahlungen der Anleger fließen auf Konten, die von Geldwäschern kontrolliert werden. Wir analysieren diese Zahlungsströme konsequent. Unser Ziel ist es, die Verantwortlichen hinter den Konten zu identifizieren. Denn ohne diese Konten wäre der Betrug nicht möglich. Genau hier setzen rechtliche Schritte an, um das Geld zurückzuholen.
Wer steckt hinter BisMarkets?
Die Struktur hinter BisMarkets ist arbeitsteilig organisiert. Callcenter übernehmen die Kontaktaufnahme und bauen Vertrauen auf. Technische Teams betreiben die Plattform und manipulieren die angezeigten Gewinne. Parallel dazu existiert ein Netzwerk von Kontoinhabern, das die Gelder weiterleitet. Diese Strukturen erfüllen regelmäßig den Tatbestand der Geldwäsche nach § 261 StGB. In vielen Fällen besteht zudem der Verdacht einer kriminellen Vereinigung nach § 129 StGB.
Juristische Einordnung des BisMarkets Betrugs
Wer bewusst ein falsches Bild der Tatsachen erzeugt, um an das Geld eines anderen zu gelangen, begeht Anlagebetrug. Dieses Verhalten erfüllt den Straftatbestand des § 263 StGB. Zusätzlich kann ein Verstoß gegen § 264a StGB vorliegen, wenn Kapitalanlagen falsch dargestellt werden. Auch zivilrechtlich bestehen Ansprüche auf Schadensersatz aus § 823 Abs. 2 BGB in Verbindung mit § 263 StGB sowie aus § 812 BGB.
Darüber hinaus ist zu prüfen, ob unerlaubte Finanzdienstleistungen nach § 32 KWG erbracht wurden. In solchen Fällen handeln Anbieter ohne erforderliche Erlaubnis. Auch Verstöße gegen Informationspflichten nach § 5 DDG können vorliegen.
Bewertung und Erfahrungen mit BisMarkets
Die Bewertung von BisMarkets fällt eindeutig negativ aus. Die geschilderten Erfahrungen zeigen ein typisches Muster des Trading-Betrugs. Anleger werden zunächst zu kleinen Einzahlungen bewegt. Danach folgt eine schrittweise Steigerung der Investitionen. Parallel werden angebliche Gewinne angezeigt, die nie real existieren. Diese Strategie dient ausschließlich dazu, das Vertrauen auszunutzen.
Wichtiger Hinweis zur Geldwäsche
In einigen Fällen erhalten Anleger kleinere Rückzahlungen. Diese dienen lediglich dem Aufbau von Vertrauen. Dabei besteht ein rechtliches Risiko. Wer Gelder aus einem solchen System erhält, könnte sich unter Umständen selbst der Geldwäsche strafbar machen. Eine genaue rechtliche Prüfung ist daher unerlässlich.
Was tun bei BisMarkets? Checkliste
- Keine weiteren Zahlungen leisten
- Sämtliche Zahlungsbelege sichern
- Kommunikation mit BisMarkets dokumentieren
- Anzeige bei der Polizei erstatten
- Spezialisierten Anwalt einschalten
Ihr Weg zurück zum Geld
RESCH Rechtsanwälte ist eine Großkanzlei für Bank- und Kapitalmarktrecht mit 40 Jahren Erfahrung in Fällen von Anlagebetrug und Geldwäsche. Seit 40 Jahren holen wir Ihr Geld zurück. Unsere Anwälte verfolgen konsequent die Spur der Zahlungen und identifizieren die Kontoinhaber im Geldwäschenetzwerk.
Wenn Sie Ihr Geld von BisMarkets zurückfordern möchten, beginnen Sie jetzt mit dem ersten Schritt. Kontaktieren Sie RESCH Rechtsanwälte unter +49 30 / 88 59 77 0 oder über das Kontaktformular auf unserer Website. Unsere Anwälte prüfen Ihren Fall und zeigen Ihnen konkrete Wege zur Rückholung Ihres Geldes.
FAQ zu BisMarkets – Risiken, Trading-Betrug und Einordnung
Wie seriös ist BisMarkets als Broker tatsächlich?
BisMarkets weist typische Merkmale eines Trading-Betrugs auf: manipulierte Kontostände, nur simulierte Krypto- und CFD-Geschäfte sowie psychologischer Druck zu immer höheren Einzahlungen.
Welche Bedeutung hat die angebliche Registrierung in Saint Lucia für BisMarkets?
Die Bezugnahme auf Saint Lucia schafft lediglich einen falschen Anschein von Regulierung, da dort keine wirksame Finanzaufsicht für Forex- oder CFD-Trading besteht und Anbieter faktisch ohne Kontrolle agieren.
Warum zahlt BisMarkets angebliche Gewinne und Guthaben nicht aus?
Betroffene berichten von ständig wechselnden Bedingungen und angeblichen Steuern, Gebühren oder Provisionen, die nur dazu dienen, weitere Zahlungen zu erzwingen, während echte Auszahlungen unterbleiben.
Welche rechtlichen Konsequenzen drohen Betroffenen und Betreibern im Zusammenhang mit BisMarkets?
Das Geschäftsmodell von BisMarkets kann strafrechtlich als Anlagebetrug (§ 263 StGB), in Verbindung mit Geldwäsche (§ 261 StGB) und möglicher unerlaubter Finanzdienstleistung (§ 32 KWG) einzuordnen sein; zugleich bestehen zivilrechtliche Schadensersatz- und Rückforderungsansprüche der Anleger.


