Falsche Raisin SE: Identitätsdiebstahl und Festgeldbetrug
19.05.2026. Haben Sie Festgeldangebote von der falschen Raisin SE erhalten, etwa über E-Mails wie angebot@raisin-mail(.)com oder info@raisin-mail(.)com? Dann besteht akuter Handlungsbedarf. Die Täter nutzen den Namen der bekannten Raisin SE aus Berlin sowie die echte Website raisin(.)com, um Vertrauen zu erschleichen und Anleger zu täuschen. Die BaFin warnt ausdrücklich vor dieser Masche und spricht von Identitätsdiebstahl. Lesen Sie diesen Artikel unbedingt, um zu erfahren, wie der tückische Abzock-Trick funktioniert und wie Sie Ihr Geld schützen und zurückholen können.
Fake-Raisin SE und die perfide Täuschung
Die Täter hinter der Fake-Raisin SE geben sich als seriöser Anbieter für Festgeldanlagen aus. Sie versenden E-Mails von Absendern wie angebot@raisin-mail(.)com oder info@raisin-mail(.)com (weitere Varianten, die auf “...@raisin-mail(.)com” enden, sind möglich) und erwecken den Eindruck, mit der echten Raisin Bank AG in Frankfurt am Main oder der Raisin SE in Berlin verbunden zu sein. Tatsächlich handelt es sich, auch laut BaFin, eindeutig um Identitätsdiebstahl. Diese Vorgehensweise ist typisch für diese Art von Betrug, bei dem Vertrauen gezielt missbraucht wird.
Fake-Raisin SE nutzt echte Namen und Daten
Besonders perfide ist, dass sich die Betrüger auf die echte Website raisin(.)com beziehen und behaupten, diese gehöre zu ihrem Angebot. Das ist falsch. Es besteht keinerlei Verbindung zwischen den E-Mail-Adressen mit der Domain raisin-mail(.)com und der seriösen Raisin SE aus Berlin. Auch die angegebene Adresse Schlesische Str. 33-34, 10997 Berlin gehört zur echten Raisin SE und wird von den Tätern lediglich missbräuchlich verwendet. Gleiches gilt für die Telefonnummer +49 30 257708754, die keine offizielle Kontaktmöglichkeit von Raisin SE darstellt, indes aber von den Betrügern genutzt wird.
Erfahrungen mit Fake-Raisin SE zeigen klare Muster
Die Erfahrungen vieler Betroffener zeigen ein einheitliches Bild: Nach der ersten Kontaktaufnahme werden vermeintlich attraktive Festgeldkonditionen angeboten. Nach einer ersten Einzahlung folgen auch weitere Forderungen unter verschiedenen Vorwänden. Eine Auszahlung erfolgt hingegen nicht. Diese Erfahrungen sind ein klassisches Warnsignal für Festgeldbetrug. Auch die Bewertung solcher Angebote fällt eindeutig negativ aus, da die versprochenen Leistungen nie erbracht werden.
Fake-Raisin SE und fehlende Erlaubnis nach § 32 KWG
Wer in Deutschland Finanzdienstleistungen anbietet, benötigt eine Erlaubnis der BaFin gemäß § 32 Kreditwesengesetz. Für die Fake-Raisin SE liegt eine solche Erlaubnis nicht vor. Die BaFin hat ausdrücklich vor diesem Anbieter gewarnt. Das bedeutet im Klartext: Hier agieren keine legitimen Anbieter, sondern organisierte Täter, die gezielt Kapital von Anlegern einsammeln.
Die Rolle der Domain raisin-mail(.)com
Ein zentrales Element des Betrugs ist die Domain raisin-mail(.)com. Diese wurde am 16.10.2025 bei Web Commerce Communications Limited registriert. Solche kurzfristig registrierten Domains sind typisch für Anlagebetrug, da sie gezielt für betrügerische Kampagnen genutzt werden. Die Nutzung täuschend ähnlicher Domainnamen dient ausschließlich dazu, Seriosität vorzutäuschen.
Ohne Bankkonten kein Festgeld-Betrug
Anlagebetrug funktioniert nur über reale Bankkonten. Auch im Falle der falschen Raisin SE werden Einzahlungen auf echte Konten verlangt. Diese Konten im In- und Ausland gehören entweder den Tätern selbst oder sogenannten Geldwäschern. Wir identifizieren diese Kontoinhaber und setzen Rückzahlungsansprüche durch. Denn ohne diese Konten wäre der Betrug gar nicht erst möglich.
Wer steckt hinter den Konten?
Die Hintermänner organisieren ihre Strukturen professionell. Die Kontoinhaber sind oft Teil eines Netzwerks, das Gelder weiterleitet und verschleiert. Hier greift der Straftatbestand der Geldwäsche gemäß § 261 StGB. Gleichzeitig bestehen zivilrechtliche Ansprüche gegen diese Personen, etwa aus § 812 BGB oder § 823 Abs. 2 BGB in Verbindung mit § 263 StGB.
Juristische Einordnung: Anlagebetrug seitens der Fake-Raisin SE
Wer bewusst falsche Tatsachen vorspiegelt, um einer Person ihr Geld abzunehmen, begeht Anlagebetrug. Genau dieses Muster liegt bei der Fake-Raisin SE vor. Die Täter täuschen über ihre Identität, ihre Erlaubnis und die tatsächliche Verwendung der Gelder. Strafrechtlich ist dies als Betrug gemäß § 263 StGB sowie als Kapitalanlagebetrug nach § 264a StGB zu bewerten.
Zugleich ist Vorsicht geboten: In manchen Fällen erhalten Anleger kleinere Rückzahlungen, um Vertrauen zu schaffen. Wer solche Gelder annimmt, könnte sich unter Umständen selbst dem Risiko einer Geldwäsche gemäß § 261 StGB aussetzen.
Checkliste: Was tun bei Betrug durch die falsche Raisin SE?
- Keine weiteren Zahlungen leisten
- Sämtliche E-Mails und Zahlungsnachweise sichern
- Anzeige bei der Polizei erstatten
- Einen spezialisierten Anwalt im Bank- und Kapitalmarktrecht einschalten
Fazit zur hier eruierten, falschen Raisin SE
Die Bewertung der Fake-Raisin SE fällt eindeutig aus: Es handelt sich um einen organisierten Festgeldbetrug inklusive eines schwerwiegenden Identitätsdiebstahsl. Die Erfahrungen Betroffener bestätigen das systematische Vorgehen der Täter. Entscheidend ist jetzt schnelles und strukturiertes Handeln.
Seit 40 Jahren steht RESCH Rechtsanwälte für Bank- und Kapitalmarktrecht auf höchstem Niveau. Wir kämpfen bei Anlagebetrug und Geldwäsche für die Rückholung Ihres Geldes.
Wenn Sie Ihr Geld von der Fake-Raisin SE zurückfordern möchten, ist juristische Unterstützung der richtige nächste Schritt. Kontaktieren Sie RESCH Rechtsanwälte unter +49 30 / 88 59 77 0 oder über das Kontaktformular auf unserer Website. Unsere Anwälte prüfen Ihren Fall und zeigen Ihnen, was jetzt getan werden kann.
FAQ zur Fake-Raisin SE und dem damit einhergehenden Festgeldscam
Wie erkenne ich, ob ein Angebot der Fake-Raisin SE stammt?
Achten Sie auf Absenderadressen wie angebot@raisin-mail(.)com oder info@raisin-mail(.)com, unaufgeforderte Festgeldangebote und die Bezugnahme auf raisin(.)com, ohne dass Auszahlungen tatsächlich erfolgen. Solche Kombinationen sind typische Indikatoren für illegalen Anlage- und Festgeld-Betrug.
Ist die Fake-Raisin SE mit der echten Raisin SE oder der Raisin Bank AG verbunden?
Nein, laut BaFin handelt es sich klar um Identitätsdiebstahl; die Domain raisin-mail.com, die angegebene Berliner Anschrift und die genannte Telefonnummer werden missbräuchlich genutzt und stehen in keiner Verbindung zu den echten, regulierten Unternehmen.
Welche rechtlichen Risiken bestehen für Anleger bei Fake-Raisin SE?
Betroffene laufen Gefahr, Opfer von Anlagebetrug und Kapitalanlagebetrug zu werden, wenn sie Geld auf die von den Tätern genutzten Bankkonten überweisen. In Einzelfällen können spätere Rückzahlungen zudem geldwäscherechtliche Risiken nach § 261 StGB begründen.
Was sollte ich tun, wenn ich bereits an Fake-Raisin SE gezahlt habe?
Stoppen Sie sofort alle weiteren Zahlungen, sichern Sie sämtliche Unterlagen wie E-Mails und Überweisungsbelege und erstatten Sie umgehend Strafanzeige bei der Polizei wegen Betrugs und Anlagebetrugs im Zusammenhang mit dem Krypto- und Trading-ähnlichen Festgeld-Angebot.


