TagesgeldPlus: Warnung vor betrügerischem Tagesgeld-Angebot

Anleger sollten bei TagesgeldPlus und der Website tagesgeld-plus.net höchste Vorsicht walten lassen. Die Plattform TagesgeldPlus lockt mit vermeintlich sicheren Tagesgeld-Angeboten, während die BaFin bereits vor tagesgeld-plus.net gewarnt hat. Wer dem vermeintlich seriösen Auftritt von TagesgeldPlus vertraut, riskiert den vollständigen Verlust seiner Einlagen. Die Website tagesgeld-plus.net arbeitet mit falschen Angaben zu Adresse, einer Fake-Umsatzsteuer-ID und einem getürkten Geschäftsführer. Geschädigte sollten umgehend reagieren und ihre rechtlichen Möglichkeiten prüfen.

TagesgeldPlus: Scheinbare Seriosität, tatsächlich BaFin-Warnung

Die Kapitalanlagewebsite tagesgeld-plus.net (registriert am 19.08.2025 bei Hostinger, UAB) präsentiert sich als seriöses Tagesgeld-Angebot unter dem Namen TagesgeldPlus. Eine BaFin-Warnung ordnet die Plattform jedoch eindeutig in den Bereich Kapitalanlagebetrug ein. Ein beworbenes Tagesgeldkonto, das ohne echte Banklizenz und ohne transparente Anbieterinformationen betrieben wird, ist rechtlich hoch problematisch.

Nach deutschem Aufsichtsrecht unterliegt die Entgegennahme und Verwaltung von Einlagen einer strengen Erlaubnispflicht nach § 32 Kreditwesengesetz (KWG). Wer ohne Erlaubnis Bankgeschäfte oder Finanzdienstleistungen anbietet, handelt unerlaubt. Die Warnung der BaFin ist deshalb ein starkes Indiz dafür, dass TagesgeldPlus bzw. tagesgeld-plus.net ohne die erforderliche Zulassung agiert und damit möglicherweise aufsichtsrechtliche Vorgaben verletzt.

Für geschädigte Anleger ist wichtig: Bereits der unerlaubte Geschäftsbetrieb kann zivilrechtliche Haftungsansprüche auslösen, etwa nach § 823 Abs. 2 BGB in Verbindung mit § 32 KWG.

Falsche Adresse, gefälschte Umsatzsteuer-ID, problematische Identität

Die Betreiber der Website tagesgeld-plus.net geben als Anschrift „Uhlandstraße 21, 10623 Berlin, Deutschland“ an. Nach vorliegenden Informationen sind die Initiatoren von TagesgeldPlus dort aber nicht auffindbar. Eine solche Scheinadresse ist ein typisches Merkmal bei Anlagebetrug und spricht gegen eine seriöse Bewertung der Plattform.

Hinzu kommt die angegebene Umsatzsteuer-ID DE302145789. Diese Umsatzsteuer-ID führt nach vorliegenden Informationen zu keiner Firma namens TagesgeldPlus. Die Verwendung einer suspekten Umsatzsteuer-ID kann einen gravierenden Täuschungsversuch darstellen und strafrechtlich relevant sein.

Als vertretungsberechtigter Geschäftsführer wird ein „Thomas Weber“ genannt. Zwar existieren Personen mit diesem Namen, teilweise sogar mit gewisser Prominenz, sie haben jedoch nichts mit der Website tagesgeld-plus.net zu tun. Die missbräuchliche Verwendung eines Allerweltsnamens kann ein weiterer Baustein eines Betrugsschemas sein, um Anlegern eine fiktive Verantwortlichkeit vorzuspiegeln.

Betrugstatbestände: Strafrechtliche Einordnung von TagesgeldPlus

Die geschilderten Umstände deuten auf ein klassisches Muster des Kapitalanlagebetrugs hin. Strafrechtlich kommen insbesondere folgende Tatbestände in Betracht:

  • § 263 StGB (Betrug): Wenn Anleger durch falsche Angaben über Identität, Anschrift, Zulassungen oder die Sicherheit der Anlage zum Abschluss eines vermeintlichen Tagesgeldvertrags verleitet werden, liegt eine Täuschung über Tatsachen vor. Führen diese Täuschungen zu Überweisungen auf Konten der Täter, kann der Tatbestand des Betrugs erfüllt sein.
  • § 264a StGB (Kapitalanlagebetrug): Wird eine Kapitalanlage, hier ein „Tagesgeld“-Produkt, mit unzutreffenden vorteilhaften Angaben beworben und wesentliche Risiken verschwiegen, kann auch dieser Tatbestand greifen.

Je nach Organisationsstruktur der Hintermänner von TagesgeldPlus ist außerdem § 129 StGB (Bildung krimineller Vereinigungen) denkbar, wenn sich mehrere Personen zum Zweck der fortgesetzten Begehung von Anlagebetrug zusammengeschlossen haben.

Für Geschädigte kann eine Strafanzeige bei Polizei oder Staatsanwaltschaft ein wichtiger erster Schritt sein, um Ermittlungen anzustoßen und Vermögenswerte zu sichern, soweit sie noch auffindbar sind.

Zivilrechtliche Ansprüche geschädigter Anleger gegen TagesgeldPlus

Neben strafrechtlichen Ermittlungen geht es für Betroffene vor allem um die Frage: Wie bekomme ich mein Geld zurück? Trotz der oft anonym agierenden Täter bestehen rechtliche Ansatzpunkte, die Resch Rechtsanwälte regelmäßig für Geschädigte prüfen.

In Betracht kommen insbesondere:

  • Rückzahlungsansprüche aus ungerechtfertigter Bereicherung nach § 812 BGB, wenn Zahlungen ohne wirksame Rechtsgrundlage erfolgt sind.
  • Schadensersatzansprüche nach § 823 Abs. 2 BGB in Verbindung mit § 263 StGB (Betrug) oder § 264a StGB (Kapitalanlagebetrug), wenn strafbare Handlungen vorliegen.
  • Ansprüche gegen Zahlungsdienstleister oder sonstige Mittelsmänner, die in die Transaktionen eingebunden waren, wenn diese ihre Prüf- und Kontrollpflichten verletzt haben.

Auch wenn bei tagesgeld-plus.net häufig keine real greifbare Gesellschaft hinter dem Namen TagesgeldPlus steht, können dennoch Dritte haftbar sein, etwa Kontoinhaber, Zahlungsabwickler oder sogenannte Money Mules. Eine fundierte rechtliche Bewertung ist daher unerlässlich.

Was Geschädigte von TagesgeldPlus jetzt tun sollten

Wer Geld an TagesgeldPlus überwiesen oder sich auf der Website tagesgeld-plus.net registriert hat, sollte keine Zeit verlieren. Je früher reagiert wird, desto größer ist die Chance, Zahlungen zu stoppen oder Rückflüsse zu erreichen.

Konkrete Schritte für Betroffene

  • Zahlungen sofort stoppen, Daueraufträge und Lastschriften bei der Hausbank kündigen.
  • Bank oder Kreditkartenunternehmen über den Verdacht des Anlagebetrugs informieren und Rückbuchungsmöglichkeiten prüfen.
  • Sämtliche Unterlagen sichern: Kontoauszüge, Verträge, E-Mails (z. B. von info@tagesgeld-plus.net), Chatverläufe, Screenshots der Website tagesgeld-plus.net.
  • Keine weiteren Einzahlungen leisten und keine erneuten „Verifizierungen“ oder Dokumente an die Betreiber senden.
  • Strafanzeige wegen Betrugs und Kapitalanlagebetrugs erstatten und dabei die BaFin-Warnung zu TagesgeldPlus erwähnen.

Viele Anleger berichten in ihren Erfahrungen über massiven psychischen Druck, wiederholte Anrufe und ständige Aufforderungen zu immer höheren Einzahlungen. Solche Erfahrungen sind ein wichtiges Indiz für ein betrügerisches System und sollten gegenüber Ermittlungsbehörden und Anwälten detailliert geschildert werden.

TagesgeldPlus: Rechtliche Bewertung und Unterstützung durch Resch Rechtsanwälte

Aus anwaltlicher Sicht spricht die Gesamtwürdigung der bekannten Fakten zu TagesgeldPlus und der Website tagesgeld-plus.net deutlich für ein betrügerisches Konstrukt im Bereich Kapitalanlage. Die BaFin-Warnung, falsche Adresse in der Uhlandstraße 21 in Berlin, unzutreffende Umsatzsteuer-ID DE302145789 sowie die fragwürdige Nennung eines angeblichen Geschäftsführers „Thomas Weber“ fügen sich zu einem konsistenten Bild des Kapitalanlagebetrugs.

Betroffene sollten diese Bewertung ernst nehmen und ihre Ansprüche professionell prüfen lassen. Resch Rechtsanwälte sind seit vielen Jahren auf Anlegerschutz und Anlagebetrug spezialisiert und kennen die typischen Strukturen solcher Plattformen.

Wenn Sie Geld an TagesgeldPlus verloren haben oder unsicher sind, ob Sie betroffen sind, können Sie sich für eine individuelle rechtliche Einschätzung an Resch Rechtsanwälte wenden. Nutzen Sie die telefonische Kontaktmöglichkeit unter +49 30 / 88 59 77 0 oder das Kontaktformular auf der Website der Kanzlei. Dort erhalten Sie eine erste Orientierung zu Ihren rechtlichen Optionen, zu möglichen Rückforderungsansprüchen und zur Durchsetzung Ihrer Rechte gegenüber den Verantwortlichen von tagesgeld-plus.net und beteiligten Zahlungsdienstleistern.

FAQ zu TagesgeldPlus und tagesgeld-plus.net

Wie seriös ist das Tagesgeld-Angebot von TagesgeldPlus auf tagesgeld-plus.net?
TagesgeldPlus wirkt äußerlich wie ein reguläres Tagesgeldkonto, doch die BaFin-Warnung und die zahlreichen Unstimmigkeiten sprechen klar für ein hohes Risiko von Kapitalanlagebetrug und vollständigem Verlust der Einlagen.

Welche rechtlichen Risiken bestehen für Anleger bei TagesgeldPlus?
Wer bei tagesgeld-plus.net Geld anlegt, bewegt sich rechtlich in einem Umfeld unerlaubter Bankgeschäfte nach § 32 KWG, was zivilrechtliche Schadensersatzansprüche und zugleich strafrechtliche Ermittlungen wegen Betrugs oder Kapitalanlagebetrugs nach sich ziehen kann.

Was bedeuten die falsche Adresse, die zweifelhafte Umsatzsteuer-ID und der Name „Thomas Weber“?
Eine Scheinadresse in der Uhlandstraße 21 in Berlin, die nicht zu den Initiatoren passt, eine nicht passende Umsatzsteuer-ID DE302145789 und ein offenkundig vorgeschobener Geschäftsführername sind typische Alarmsignale für ein betrügerisches Anlage- oder Broker-Konstrukt.

Wie sollten sich geschädigte Anleger von TagesgeldPlus konkret verhalten?
Stoppen Sie alle Zahlungen, sichern Sie lückenlos Ihre Unterlagen und erstatten Sie umgehend Strafanzeige wegen Betrugs und Kapitalanlagebetrugs, um Ermittlungen zu ermöglichen und Ihre Chancen auf Rückgewinnung der investierten Gelder zu wahren.



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