Agampro.de und Aegonam.org - Identitätsmissbrauch und Betrug in WhatsApp-Gruppen

Der Betrug trägt den Namen AGAM Pro und folgt einer perfiden Methode. In WhatsApp-Gruppen, die scheinbar von Mitarbeitern des renommierten Aegon Asset Management betrieben werden, locken Unbekannte Anleger mit dem Versprechen satter Renditen. Doch diese Gruppen, mit wohlklingenden Bezeichnungen wie „Investorenallianz S106“ oder „Akademie der Investorenallianz“, sind reine Illusion. Die BaFin hat unmissverständlich gewarnt: Weder Aegon Asset Management noch ein anderes Unternehmen der Aegon-Gruppe steht in Verbindung mit diesen Angeboten. Der Name eines seriösen Finanzhauses wird hier von Betrügern missbraucht, um Vertrauen zu erschleichen. Wer den Aufforderungen folgt und Geld über die Plattformen AGAMPro oder AGMX überweist, verliert sein Kapital.



Täuschungsmethoden – Die Kunst des digitalen Betrugs

Die Vorgehensweise von agampro.de ist ein Musterbeispiel für modernen Anlagebetrug. Die Täter agieren in geschlossenen Chat-Gruppen, wo sie Vertrauen schaffen, indem sie sich als erfahrene Finanzexperten darstellen. Sie präsentieren Screenshots mit angeblichen Gewinnen, fälschen Bewertungen und Referenzen von angeblich zufriedenen Anlegern. Das Dashboard der App zeigt manipulierte Kursentwicklungen, suggeriert Erfolg, wo in Wahrheit nur Leere herrscht.

Die Kommunikation folgt einem klaren Plan: Erst Anerkennung, dann Druck. Anleger werden aufgefordert, ihre Einzahlungen zu erhöhen, um vermeintlich höhere Renditen zu erzielen. Wer zögert, wird mit Verlustwarnungen oder mit angeblichem „Zeitdruck durch Marktbewegungen“ konfrontiert. Diese psychologische Manipulation, verbunden mit der gezielten Verzerrung von Fakten, erzeugt beim Opfer den Eindruck einer kontrollierten Situation. Doch jede investierte Summe verschwindet still im digitalen Nichts, während Kontaktpersonen unauffindbar werden. Die Erfahrung vieler Geschädigter zeigt ein identisches Muster: Vertrauen, Täuschung, Verlust.


Juristische Bewertung – Täuschung ohne Lizenz bei AGAM Pro

Für die Tätigkeiten der unbekannten Betreiber fehlt jede aufsichtsrechtliche Erlaubnis. Nach § 32 KWG bedarf jeder, der Bankgeschäfte oder Finanzdienstleistungen in Deutschland erbringt, einer Zulassung durch die BaFin. Diese liegt im vorliegenden Fall nicht vor. Gemäß § 54 KWG macht sich strafbar, wer ohne Erlaubnis solche Geschäfte betreibt. Dieses Delikt zieht Sanktionen nach sich, doch für Anleger bedeutet dies nicht automatisch einen Rückzahlungsanspruch.

Gleichwohl bleibt die Strafbarkeit im Kern ein Indiz: Hier wurden bewusst unzulässige Finanzdienstleistungen getarnt und verbreitet. Der Tatbestand des Betrugs nach § 263 StGB ist erfüllt, ebenso kann Kapitalanlagebetrug vorliegen. Die Täter handelten mit der Absicht, sich einen rechtswidrigen Vermögensvorteil zu verschaffen. Der Schaden der Anleger ist real und unmittelbarer Natur. Im weiteren Verlauf kann auch § 261 StGB, die Geldwäsche, bedeutsam werden, wenn Gelder auf ausländische Konten transferiert und dort verschleiert wurden.

Zivilrechtlich eröffnen sich für Betroffene Ansprüche aus § 812 BGB (Herausgabe), § 823 BGB (Schadensersatz) oder § 826 BGB (sittenwidrige Schädigung). Jeder Fall erfordert eine präzise Prüfung, oft auch international. Doch klar ist: Anleger haben Anspruch auf Rückzahlung. Mit unserer Kanzlei – spezialisiert auf Anlagebetrug – bestehen gute Chancen, selbst im Ausland veruntreute Gelder zu rekonstruieren.


Ermittlungen zu AGAM Pro (agampro.de) – Eine leere Hülle auf digitalem Terrain

Die technische Analyse zeigt, dass die Domain agampro.de mittlerweile abgeschaltet wurde. Beim Aufruf erscheint nur eine Fehlermeldung: keine Verbindung möglich. Der Server verweist auf eine IP-Adresse von Amazon Data Services Ireland Limited in Dublin. Kein Impressum, keine Datenschutzinformationen, kein Ansprechpartner. Die DNS-Einträge deuten auf eine frühere Verbindung über Standard-Hostingdienste hin. Die technische Spur endet in einem toten Winkel. Damit wird deutlich: Agampro.de ist kein Anbieter, sondern ein Deckmantel. Ein digitales Phantom, das existiert, um Geldströme durch virtuelle Räume zu schleusen. Diese Feststellungen zeigen, dass weder Transparenz noch Rechtmäßigkeit vorliegen. Die Betrüger operieren anonym, verschleiert, ungreifbar.


Zielgerichtetes Vorgehen – Keine weiteren Zahlungen leisten

Anleger müssen handeln – und zwar sofort. Kein Geld mehr überweisen, keine weiteren persönlichen Daten preisgeben, alle Chatverläufe und Belege sichern. Ruhe bewahren, aber gezielt vorgehen. Jeder Screenshot, jede Mail, jede Nachricht kann Beweis sein. Je schneller rechtliche Schritte eingeleitet werden, desto höher die Chance, finanzielle Schäden zu begrenzen. Laut unserer Erfahrung sollten Betroffene auf keinen Fall der Aufforderung der Täter folgen, „Abhebungen“ durch zusätzliche Zahlungen freizuschalten. Das ist Teil des Betrugssystems. Wer jetzt zögert, riskiert die endgültige Vernichtung möglicher Rückzahlungsansprüche. Eine unverzügliche anwaltliche Beratung ist zwingend.


Resch Rechtsanwälte hilft – Ihr Partner im Kampf gegen Anlagebetrug

Wir sind auf Anlagebetrug spezialisierte Anwälte für Bank- und Kapitalmarktrecht. Wir helfen Geschädigten bei allen Fragen rund um Geldanlagen, Falschanlagen und betrügerische Investmentangebote. Unsere auf Anlegerschutz spezialisierten Rechtsanwälte prüfen Ihre Ansprüche im Kapitalanlagerecht und entwickeln individuelle Rückforderungskonzepte – auch für Auslandstransaktionen. Wir vertreten regelmäßig Mandanten mit hohen Anlagesummen und erzielen Rückführungen in erheblichem Umfang. Bereits ab einem Streitwert von 10.000 EUR ist die Einschaltung sinnvoll, ab 100.000 EUR unabdingbar.

Kontaktieren Sie uns für eine kostenlose Erstberatung unter Tel. 030 88 59 77 0 oder nutzen Sie das Kontaktformular. Vertrauen Sie darauf, dass entschlossenes Handeln Recht schafft und Verlust in Verantwortung verwandeln kann.


FAQ zu AGAM Pro

Frage:

Ist AGAM Pro seriös?

Antwort:

Nein. Betrüger geben sich als Mitarbeiter der Aegon Asset Management aus, um Anlegern gezielt in die Falle zu locken. Die betrügerischen Angebote über agampro.de, aegonam.org und diverse WhatsApp-Gruppen stehen in keinem Zusammenhang mit der echten Aegon Gruppe.

Frage:

Welche Erfahrungen gibt es mit AGAM Pro?

Antwort:

Betroffene berichten, dass der Name Aegon Asset Management von Betrügern missbraucht wurde, um in WhatsApp-Gruppen falsche Investitionsangebote zu bewerben. Die BaFin stellte klar, dass Aegon Asset Management mit diesen Aktivitäten nichts zu tun hat und Anleger dabei erhebliche Verluste erlitten.

Frage:

Kann man bei AGAM Pro zurückholen?

Antwort:

Ja, Geschädigte können nach § 812 BGB (Bereicherungsrecht) oder § 823 BGB i.V.m. § 263 StGB (Betrug) Rückforderungs- bzw. Schadensersatzansprüche geltend machen. Diese richten sich jedoch gegen die Betrüger, nicht gegen Aegon Asset Management.

Frage:

Wer steckt hinter Aegon Asset Management?

Antwort:

Hinter Aegon Asset Management steht die niederländische Aegon N.V., ein international tätiger Versicherungskonzern. Mit den betrügerischen Plattformen wie agampro.de hat dieses Unternehmen nichts zu tun – dort wird der Name nur missbräuchlich verwendet.



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