Alure Trading, Warnung vor hochdubiosem Online-Broker

Anleger sollten bei Alure Trading höchste Vorsicht walten lassen. Die Trading-Plattform Alure Trading (aluretrading.com) steht im Fokus internationaler Aufsichtsbehörden. Sowohl die britische Finanzaufsicht FCA als auch die spanische CNMV warnen inzwischen vor Geschäften über aluretrading.com. Widersprüchliche Angaben zur Firmenhistorie, zweifelhafte Handelsregisterbezüge und nicht verifizierbare Auslandsbüros lassen den Verdacht auf schweren Anlagebetrug aufkommen. Wer bereits Geld an Alure Trading bzw. über aluretrading.com investiert hat, sollte schnell handeln und seine rechtlichen Optionen prüfen. Wir stehen Betrogenen diesbezüglich zur Seite.

Alure Trading, Widersprüche bei Gründung und Historie

Nach eigenen Angaben soll Alure Trading bereits seit 2014 existieren. Die Domain aluretrading.com ist jedoch erst am 21.09.2018 bei GoDaddy, LLC registriert worden. Dieser zeitliche Bruch ist extrem auffällig. Zwar kann ein Unternehmen schon vor der Domainregistrierung bestanden haben, im vorliegenden Fall passen aber die Selbstdarstellungen auf der Website und das Domainalter nicht überein, denn wie soll ein angebliches Online-Trading-Unternehmen ohne dazugehörige Website seine Dienste anbieten? Hier stimmt etwas nicht.

Hinzu kommt, dass Domaininhaber im Laufe der Zeit auch immer wieder wechseln können. Es spricht vieles dafür, dass aluretrading.com nicht von Anfang an mit der heute beworbenen Trader-Struktur verbunden war. Gerade bei Scam-Brokern ist dies ein typischer Befund: Alte Domains werden übernommen, um einen Anschein von Historie, Seriosität und vermeintlich positiven Erfahrungen zu erzeugen.

Für geschädigte Anleger bedeutet dies: Versprechen zur langjährigen Tätigkeit oder zu angeblichen Erfolgsbilanzen sind äußerst kritisch zu hinterfragen. Solche Behauptungen können im Kontext von § 263 StGB (Betrug) relevant sein, wenn sie gezielt eingesetzt werden, um Anleger zu Einzahlungen zu bewegen.

Aufsichtsbehörden schlagen Alarm, FCA und CNMV warnen

Besonders schwer wiegt, dass gleich zwei extrem bedeutsame Aufsichtsbehörden ausdrücklich vor Alure Trading warnen. Die britische Financial Conduct Authority (FCA) hat eine entsprechende Warnmeldung veröffentlicht. Inzwischen hat auch die spanische Comisión Nacional del Mercado de Valores (CNMV) Alure Trading als risikoreichen, nicht regulierten Anbieter eingestuft.

Solche Warnungen entstehen nicht grundlos. Sie sind ein starkes Indiz dafür, dass Alure Trading keine behördliche Erlaubnis für das Anbieten von Finanz- oder Wertpapierdienstleistungen besitzt. Für den deutschen Rechtsraum ist dabei insbesondere § 32 Kreditwesengesetz (KWG) maßgeblich. Danach bedarf, wer Bankgeschäfte oder Finanzdienstleistungen gewerbsmäßig oder in einem Umfang betreibt, der einen in kaufmännischer Weise eingerichteten Geschäftsbetrieb erfordert, einer Erlaubnis der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin).

Tritt eine Plattform mit Sitzbehauptungen im Ausland gezielt gegenüber deutschen Anlegern auf, können auch hierzulande aufsichtsrechtliche und strafrechtliche Konsequenzen drohen. Fehlende oder fingierte Lizenzen sind ein klassisches Risikozeichen, das in jede Bewertung von Alure Trading einfließen muss.

UK-Registereintrag 09221299: Legitime Firma oder Identitätsraub?

Auf der Website von Alure Trading wird ein Bezug zu einem Handelsregistereintrag mit der Nummer 09221299 hergestellt. Dieser Eintrag verweist auf eine Firma mit der Bezeichnung Alure Trading LTD im Vereinigten Königreich. Entscheidend ist jedoch die Frage, ob diese Gesellschaft tatsächlich die Betreiberin von aluretrading.com ist oder ob die Daten lediglich zur Täuschung der Anleger verwendet werden.

Im Bereich des Online-Tradings kommt es immer wieder vor, dass Betrüger reale Unternehmensdaten missbrauchen, um Glaubwürdigkeit zu simulieren. Werden Name, Registernummer und Adresse eines tatsächlich existierenden Unternehmens ohne dessen Kenntnis genutzt, liegt Identitäts- bzw. Firmendatenmissbrauch vor. Dies kann neben § 263 StGB auch weitere Straftatbestände erfüllen und die zivilrechtliche Haftung der Hinterleute begründen.

Für Geschädigte ist die Unterscheidung zentral: Handelt es sich um die echte Alure Trading LTD oder um Trittbrettfahrer, die lediglich denselben Namen nutzen und so tun, als ob sie die Alure Trading LTD wären? In jedem Fall gilt: Ein Handelsregistereintrag ersetzt keine Finanzaufsichtslizenz. Auch eine tatsächlich eingetragene Gesellschaft dürfte ohne entsprechende Erlaubnis keine Finanzdienstleistungen im Sinne von § 32 KWG an deutsche Anleger erbringen.

Zweifel an Standorten und Alure Trading-Kontaktdaten

Auf der Website von Alure Trading werden neben einem britischen Bezug weitere Büros in Australien, Deutschland und Spanien behauptet. Interessant! Nach derzeitigem Kenntnisstand lassen sich diese angeblichen Standorte jedoch nicht belegen. Solche unbelegten Standortangaben dienen häufig dazu, Anlegern Seriosität, internationale Präsenz und Nähe zu suggerieren.

Als Adresse wird Burscough, Lancashire, United Kingdom angegeben. Ob die Betreiber der Website dort tatsächlich ansässig sind, erscheint höchst fraglich. Die Erfahrungen mit vergleichbaren Trading-Plattformen zeigen, dass angegebene Adressen oft reine Tarnadressen sind. Auch die Kontaktaufnahme über die auf der Scam-Site genannten E-Mail-Adressen info@aluretrading.com und support@aluretrading.com führt regelmäßig nicht zu einer nachhaltigen Klärung von Streitfällen oder Auszahlungsproblemen.

Nach deutschem Recht müssen im Fernabsatz tätige Dienstleister, insbesondere wenn sie sich an Verbraucher in der EU richten, klare und vollständige Anbieterinformationen bereitstellen. Maßstab ist unter anderem § 5 Digitale-Dienste-Gesetz (DDG). Fehlerhafte, irreführende oder unvollständige Angaben zum Anbieter können ein weiteres Indiz für ein betrügerisches Geschäftsmodell sein und zivilrechtliche Ansprüche der Anleger stützen.

Rechtliche Ansprüche geschädigter Anleger gegen Alure Trading

Wer über Alure Trading investiert hat und nun mit Auszahlungsverzögerungen, plötzlichen Nachschussforderungen oder vollständigem Kapitalverlust konfrontiert ist, sollte seine Rechte prüfen lassen. Im Raum stehen insbesondere folgende Anspruchsgrundlagen:

  • Ansprüche aus unerlaubter Handlung nach § 823 Abs. 2 BGB in Verbindung mit § 263 StGB (Betrug), sofern Anleger durch vorsätzlich falsche Angaben zu Einzahlungen veranlasst wurden.
  • Rückforderungsansprüche aus ungerechtfertigter Bereicherung nach § 812 BGB, wenn keine wirksame Rechtsgrundlage für die Zahlungen an Alure Trading besteht.
  • Schadensersatzansprüche wegen Verstoßes gegen aufsichtsrechtliche Erlaubnispflichten, etwa wenn ohne die nach § 32 KWG erforderliche Erlaubnis Finanzdienstleistungen angeboten wurden.

Auch eine Strafanzeige wegen Betrugs und Kapitalanlagebetrugs (§ 264a StGB) kann sinnvoll sein, um Ermittlungsbehörden auf den Fall aufmerksam zu machen. In komplexen Konstellationen, in denen mehrere Personen arbeitsteilig agieren, kann zudem der Verdacht einer kriminellen Vereinigung nach § 129 StGB im Raum stehen.

Geschädigte sollten ihre eigenen Erfahrungen mit Alure Trading sorgfältig dokumentieren. Dazu gehören Kontoauszüge, Zahlungsbelege, E-Mails, Chatverläufe und Screenshots der Handelsoberfläche. Diese Beweise sind für eine fundierte Bewertung des Falls und die Durchsetzung von Ansprüchen von zentraler Bedeutung.

Checkliste: Was Geschädigte von Alure Trading jetzt tun sollten

  • Keine weiteren Einzahlungen leisten, auch nicht zur angeblichen „Verifizierung“ oder „Freischaltung“ von Auszahlungen.
  • Schriftliche Kommunikation mit Alure Trading sichern (E-Mails, Chats, Plattform-Nachrichten).
  • Zahlungsströme dokumentieren, insbesondere Überweisungen und Kreditkartenzahlungen an aluretrading.com oder verbundene Konten.
  • Keinen Fernzugriff auf den eigenen Computer gewähren, etwa über Remote-Software.
  • Fachanwaltlich prüfen lassen, ob Zahlungsdienstleister oder Banken in Regress genommen werden können.
  • Individuelle rechtliche Bewertung einholen, um Chancen auf Rückführung des investierten Kapitals zu klären.

Kanzlei Resch Rechtsanwälte unterstützt Opfer von Alure Trading

Die geschilderten Unstimmigkeiten bei Domainhistorie, Unternehmensangaben und Standorten, die Warnungen der FCA und der CNMV sowie die typischen Muster unseriöser Broker sprechen dafür, dass Anleger bei Alure Trading erhebliche rechtliche Risiken tragen. Eine professionelle Bewertung des eigenen Falles ist unerlässlich, um Vermögensschäden zu begrenzen und bestehende Ansprüche durchzusetzen.

Resch Rechtsanwälte sind seit 1986 auf Anlegerschutz und die Verfolgung von Anlagebetrug spezialisiert. Wenn Sie negative Erfahrungen mit Alure Trading oder aluretrading.com gemacht haben und Ihre Bewertung der Situation von Experten prüfen lassen möchten, können Sie die Kanzlei jederzeit kontaktieren. Nutzen Sie für eine erste Einschätzung Ihres Falls das Kontaktformular auf der Website von Resch Rechtsanwälte oder rufen Sie an unter +49 30 / 88 59 77 0.

FAQ zu Alure Trading – Online-Broker, Krypto und Trading-Plattform

Wie seriös ist die Trading-Plattform Alure Trading (aluretrading.com)?
Alure Trading weist zahlreiche Unstimmigkeiten bei Historie, Standorten und Lizenzen auf und wird von internationalen Aufsichtsbehörden als nicht regulierter, risikoreicher Broker eingestuft.

Was bedeuten die Warnungen der FCA und der spanischen CNMV zu Alure Trading für Anleger?
Die behördlichen Warnungen sind ein starkes Indiz dafür, dass Alure Trading ohne die erforderliche Finanzaufsichtslizenz agiert und Geschäfte über die Plattform mit erheblichen rechtlichen und finanziellen Risiken verbunden sind.

Kann ich mich auf den Handelsregistereintrag 09221299 und die Firma Alure Trading LTD verlassen?
Der Bezug auf den Eintrag 09221299 belegt allein nicht, dass diese Gesellschaft tatsächlich Betreiberin von aluretrading.com ist; ein möglicher Identitätsmissbrauch ist im Online-Trading ein bekanntes Risiko.

Was sollten Geschädigte tun, wenn Auszahlungen bei Alure Trading blockiert oder verzögert werden?
Beenden Sie umgehend weitere Einzahlungen, sichern Sie alle Unterlagen und Kommunikationsdaten und lassen Sie Ihre möglichen zivil- und strafrechtlichen Ansprüche sorgfältig prüfen.



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