Amerys S.A.? Warnung vor der Website ameryssa.com
Anleger sollten bei Amerys S.A. bzw. der Webseite ameryssa.com wachsam sein. Die Domain ameryssa.com wurde erst am 12.12.2025 registriert und wirft Fragen auf. Gleichzeitig existiert in Genf eine Gesellschaft „Amerys SA“ mit Sitz route de Malagnou 38A, die bereits seit 2008 im Bereich Vermögensverwaltung tätig ist. Ob diese aber real mit der Trading-Plattform ameryssa.com verbunden ist, ist bis dato unklar. Die Warnung der Kantonspolizei Zürich zu Amerys S.A. und ameryssa.com zeigt, dass hier ein Kapitalanlagebetrugsrisiko besteht. Haben Sie Geld auf ameryssa.com verloren? Unsere auf Anlagebetrug spezialisierten Anwälte setzen alles daran. Um Ihnen Ihr Geld zurückzuholen.
Amerys S.A. vs. ameryssa.com – was steckt hinter der Plattform?
Der Name Amerys S.A. klingt nach einem etablierten Finanzhaus, zumal es in der Schweiz, Genf, route de Malagnou 38A, eine „Amerys SA“ gibt, die seit 2008 laut Handelsregister im Bereich Vermögensverwaltung tätig ist. Genau diese Überschneidung nutzen dubiose Broker im Bereich Krypto und Online-Trading häufig aus, um Vertrauen zu erwecken.
Die Domain ameryssa.com wurde erst am 12.12.2025 bei Hostinger, UAB registriert. Diese zeitnahe Registrierung passt typischerweise eher zu neu aufgesetzten Trading-Konstrukten, die aggressiv Kundengelder einsammeln. Die Kantonspolizei Zürich hat bereits vor Amerys S.A. bzw. ameryssa.com gewarnt, was die Gefahr unterstreicht, dass es sich um eine Plattform handeln kann, die Anlegergelder einsammelt, ohne eine klare, rechtssichere Struktur offenzulegen.
Wer hier handelt oder Geld einzahlt, sollte seine bisherigen Erfahrungen systematisch dokumentieren und keine weiteren Zahlungen leisten, bevor eine rechtliche Prüfung erfolgt ist.
Kontaktinfos und Identität von Amerys S.A. kritisch prüfen
Auf der Website ameryssa.com finden sich als Kontaktangaben eine Telefonnummer +41916990318 (CH), die E-Mail-Adresse info@ameryssa.com sowie die Anschrift Schweiz, Genf, route de Malagnou 38A. Diese Adresse gehört einer bereits seit 2008 existierenden Amerys SA, die im Bereich Vermögensverwaltung tätig ist. Ob diese Gesellschaft tatsächlich hinter der Trading-Plattform ameryssa.com steht, bleibt jedoch zweifelhaft.
Gerade im Umfeld von illegalen Brokern und Trading-Betrug werden oftmals reale, seriöse Geschäftsadressen missbräuchlich verwendet, um eine falsche Seriosität vorzutäuschen. Anleger sollten die Identität des Vertragspartners präzise klären: Wer genau ist Ihr Vertragspartner? Welche Firma steht tatsächlich hinter Amerys S.A. bzw. ameryssa.com? Stimmen Handelsregisterdaten, Domaininhaber und die verwendete Adresse überein?
Unklare oder widersprüchliche Angaben sind ein ernstzunehmendes Warnsignal. Solche Erfahrungen können im Rahmen einer rechtlichen Bewertung darauf hindeuten, dass Vermögensdelikte nach § 263 StGB (Betrug) oder § 264a StGB (Kapitalanlagebetrug) im Raum stehen.
Rechtsverstöße? Die Erlaubnis- und Aufsichtsrechtsfrage
Wer in Deutschland, Österreich oder der Schweiz gewerblich Finanzdienstleistungen anbietet, etwa Trading mit Forex, CFDs oder Krypto-Assets, benötigt in der Regel eine behördliche Erlaubnis. Für Deutschland ist insbesondere § 32 KWG (Erlaubnispflicht für Finanzdienstleistungen) maßgeblich. Bietet Amerys S.A. über ameryssa.com grenzüberschreitend Trading-Dienstleistungen in Deutschland an, ohne über eine entsprechende Erlaubnis der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) zu verfügen, kann dies einen unerlaubten Geschäftsbetrieb darstellen.
Hinzu kommt die strafrechtliche Dimension: Werden Anleger über die Identität der Betreiber, die Sicherheit der Einlagen, angebliche Renditen oder die tatsächliche Handelstätigkeit getäuscht, kommen insbesondere § 263 StGB (Betrug) und § 264a StGB (Kapitalanlagebetrug) in Betracht. In schwerwiegenden Konstellationen kann sogar der Verdacht einer kriminellen Vereinigung nach § 129 StGB bestehen, etwa wenn mehrere Personen arbeitsteilig agieren, um systematisch Anleger über Plattformen wie ameryssa.com zu schädigen.
Zivilrechtlich können geschädigte Anleger Rückzahlungsansprüche insbesondere aus § 812 BGB (ungerechtfertigte Bereicherung) sowie aus § 823 Abs. 2 BGB in Verbindung mit § 263 StGB geltend machen. Dafür ist es entscheidend, Zahlungen, Kommunikationsverläufe, Kontodaten und sämtliche Erfahrungen mit Amerys S.A. sorgfältig zu dokumentieren und anwaltlich auswerten zu lassen.
Warnung der Kantonspolizei Zürich als Weckruf
Die Warnung der Kantonspolizei Zürich zu Amerys S.A. und ameryssa.com ist für Anleger ein zentrales Warnsignal. Wenn eine Strafverfolgungsbehörde wie die Kantonspolizei eine Plattform im Bereich Trading-Betrug öffentlich benennt, deutet dies darauf hin, dass bereits mehr oder weniger eindeutige Hinweise oder Beschwerden vorliegen.
Solche Warnungen entstehen häufig, nachdem Geschädigte ihre negativen Erfahrungen gemeldet haben, etwa weil Auszahlungen blockiert werden, zusätzliche Einzahlungen gefordert werden oder angebliche Steuern und Gebühren vor einer Auszahlung zu zahlen seien. Jede dieser Konstellationen ist typisch für unseriöse Broker und können auf ein betrügerisches System hindeuten.
Anleger sollten diese behördliche Bewertung ernst nehmen. Wer trotz einer derartigen Warnung weiterhin Geld an Amerys S.A. bzw. über ameryssa.com zahlt, riskiert, seine Position bei späteren Rückforderungsversuchen zusätzlich zu schwächen.
Was Opfer von Amerys S.A. und ameryssa.com jetzt tun sollten
Wer bei Amerys S.A. bzw. über ameryssa.com investiert hat, sollte keine Zeit verstreichen lassen und handeln. Je früher juristische Schritte eingeleitet werden, desto höher sind erfahrungsgemäß die Chancen, Zahlungsströme noch korrekt nachzuverfolgen und Vermögenswerte dementsprechend zu sichern. Eine fundierte Bewertung der eigenen Erfahrungen ist dafür der erste Schritt.
Checkliste für Anleger und Geschädigte von Amerys S.A. / ameryssa.com
- Keine weiteren Einzahlungen leisten, auch nicht für angebliche Steuern, Gebühren oder Freischaltungen
- Auszahlungsversuche dokumentieren, Screenshots von der Plattform anfertigen
- Sämtliche Verträge, E-Mails, Chatverläufe und Telefonnotizen sichern
- Konto- und Kreditkartenumsätze prüfen, ggf. Rückbuchungen mit der Bank besprechen
- Zahlungsempfänger, IBAN, BIC, Krypto-Wallet-Adressen vollständig notieren
- Eigene Bewertung der Abläufe schriftlich festhalten (Wer hat wann was versprochen?)
- Strafanzeige bei der zuständigen Polizei prüfen, insbesondere unter Verweis auf die Warnung der Kantonspolizei Zürich
- Frühzeitig eine auf Anlegerschutz spezialisierte Kanzlei einschalten
Resch Rechtsanwälte sind seit 1986 im Kampf gegen Anlagebetrug tätig und vertreten geschädigte Anleger im Zusammenhang mit illegalen Brokern und Trading-Plattformen. Wenn Sie Geld an Amerys S.A. oder über ameryssa.com verloren haben oder Ihre Auszahlung verweigert wird, sollten Sie sich anwaltlich beraten lassen. Nutzen Sie die Erfahrung der Kanzlei, um Ihre zivilrechtlichen und strafrechtlichen Möglichkeiten prüfen zu lassen.
Kontaktieren Sie Resch Rechtsanwälte telefonisch unter +49 30 / 88 59 77 0 oder nutzen Sie das Kontaktformular auf der Website der Kanzlei, um Ihre Situation zu schildern und eine erste Einschätzung zu erhalten.
FAQ zu Amerys S.A. und der Plattform ameryssa.com
Wie seriös ist die Trading-Plattform ameryssa.com und Amerys S.A. einzuschätzen?
Die Kombination aus erst kürzlich registrierter Domain, Nutzung einer bestehenden Adresse und der Warnung der Kantonspolizei Zürich spricht für ein erhebliches Risiko von Trading-Betrug und Kapitalanlagebetrug.
Welche Risiken bestehen für Anleger beim Trading über ameryssa.com, insbesondere mit Krypto und CFDs?
Anleger laufen Gefahr, dass Einzahlungen nicht zurückgezahlt, Auszahlungen blockiert und falsche Renditen vorgetäuscht werden, wie es bei illegalen Brokern und unseriösen Krypto- und CFD-Plattformen typisch ist.
Woran erkenne ich, ob Amerys S.A. bzw. ameryssa.com möglicherweise ohne erforderliche Erlaubnis Finanzdienstleistungen anbietet?
Fehlen transparente Angaben zu Zulassungen, Aufsichtsbehörden und rechtlicher Struktur oder bestehen Widersprüche zu Handelsregister- und Domain-Daten, deutet dies auf einen potenziell unerlaubten, aufsichtsrechtlich problematischen Geschäftsbetrieb hin.
Was sollten Geschädigte tun, die bereits Geld an Amerys S.A. oder über ameryssa.com überwiesen haben?
Zahlungsflüsse, Kommunikation und Plattformvorgänge sollten lückenlos dokumentiert, keine weiteren Einzahlungen geleistet und straf- sowie zivilrechtliche Schritte sorgfältig geprüft werden.


