Fake-Network Financial Services:
Betrügerischer Trading-Akteur enttarnt
06.11.2026 Wenn Sie bei der Fake-Network Financial Services Geld investiert haben, dann sind Sie einem Trading-Betrug ausgesetzt. Die Plattform nutzt die Domain networkfinancialservices(.)com. Es existieren behördliche Warnungen der spanischen CNMV und der zypriotischen CySEC, die Fake-Network Financial Services als nicht autorisierten Anbieter und als Klon-Firma einordnen. Sind Sie eines der Betrugsopfer? Lesen Sie diesen Artikel, dann wissen Sie, wie Sie jetzt konsequent vorgehen.
Jochen Resch, Geschäftsführer & Fachanwalt
Jochen Resch, Geschäftsführer & Fachanwalt
Gibt es den hier agierenden Anbieter wirklich?
Nein. Die Fake-Network Financial Services, die via networkfinancialservices(.)com operiert, ist eine Inszenierung mit professioneller Oberfläche. Die Domain networkfinancialservices(.)com wurde am 04.11.2025 bei Internet Domain Service BS Corp registriert. Der Loginbereich unter client-area(.)networkfinancialservices(.)com dient als Kulisse für angebliche Depots und Trading-Ergebnisse. Die Täter arbeiten mit wechselnden Rollen, mit scheinbarer Betreuung und mit künstlichen Kontoständen. Echte Wertpapierdepots entstehen so nicht, denn ein Depot wird bei einem regulierten Institut geführt und nicht in einer frei gestaltbaren Webmaske.
Mehrere Behörden geben Warnungen heraus, Obacht!
Die spanische CNMV warnt ausdrücklich vor networkfinancialservices(.)com und bezeichnet den Auftritt als CLONE. Die CNMV stellt klar, dass networkfinancialservices(.)com nicht zu NFS NETWORK FINANCIAL SERVICES LTD gehört und nicht mit deren Website nfseurope(.)com verbunden ist. Die CNMV führt aus, dass networkfinancialservices(.)com nicht zur Erbringung von Wertpapierdienstleistungen berechtigt ist. Die Warnung nennt dabei auch Devisengeschäfte und verweist auf die einschlägigen Regelungen des spanischen Kapitalmarktrechts. Zusätzlich hat auch die zypriotische CySEC bereits vor diesem Anbieter gewarnt. Diese amtlichen Hinweise sind ein starkes Signal für Anlagebetrug.
Erfahrungen Betroffener mit Fake-Network Financial Services
Viele Geschädigte berichten von ähnlichen Erfahrungen mit Fake-Network Financial Services. Zunächst wirken Oberfläche und Ansprechpartner seriös, dann folgen Einzahlungsdruck und angebliche Gewinnmeldungen. Später scheitern Auszahlungen, weil neue Voraussetzungen erfunden werden. Typisch sind Forderungen nach angeblichen Steuern, Gebühren oder Verifikationszahlungen. Diese Erfahrungen zeigen ein klares Muster, das auf Trading-Betrug ausgerichtet ist.
Fake-Network Financial Services zahlt nicht aus
Wenn Sie eine Auszahlung verlangen, verlagert Fake-Network Financial Services das Gespräch auf neue Hindernisse. Es werden Zahlungsfristen gesetzt und es werden weitere Überweisungen verlangt. Das Ziel ist die Maximierung des Schadens. Jede weitere Zahlung erhöht das Risiko, dass Gelder über mehrere Konten und Jurisdiktionen verteilt werden.
Widersprüche bei Adresse, Rufnummer und angeblichem Recht
Die Fake-Network Financial Services nennt eine deutsche Adresse (“Dreischeibenhaus – Business Level 12 Königsallee Business District Dreischeibenhaus 1, Planta 12, Oficina 1208 40211 Düsseldorf”) und nutzt eine spanische Rufnummer unter +34910036527 sowie die Mailadresse support@networkfinancialservices(.)com. Gleichzeitig verweist das Kleingedruckte auf eine Trust Bridge Ltd von den Marshallinseln und auf die Geltung des Rechts der Marshallinseln. Diese geographisch wirr wirkende Kombination passt nicht zu einem seriösen Brokerbetrieb. Solche Konstruktionen sind typisch, wenn Verantwortliche verschleiert und Ansprüche erschwert werden sollen.
WHOIS-Daten zur Domain networkfinancialservices(.)com
Die Domain networkfinancialservices(.)com wurde am 04.11.2025 bei Internet Domain Service BS Corp registriert. Das letzte Domainupdate erfolgte am 25.11.2025. Diese Daten sind ein wichtiger Ausgangspunkt für die juristische und taktische Aufarbeitung, weil sie zeitliche Abläufe und technische Verantwortlichkeiten greifbar machen.
Juristische Einordnung: Anlagebetrug und Geldwäsche
Im Falle der Fake-Network Financial Services liegt wohl Anlagebetrug vor. Wer bewusst falsche Tatsachen vorspiegelt, um einer Person ihr Geld abzulocken, begeht Anlagebetrug. Strafrechtlich steht regelmäßig § 263 StGB im Raum. Je nach Ausgestaltung kommen auch § 264a StGB und bei arbeitsteiligem Vorgehen § 129 StGB in Betracht. Zahlungsströme über Drittkonten sind zudem ein typischer Anknüpfungspunkt für § 261 StGB.
Fake-Network Financial Services: Verstoß gegen § 32 KWG
Wer in Deutschland Bankgeschäfte oder Finanzdienstleistungen anbietet, benötigt in vielen Konstellationen eine Erlaubnis nach § 32 KWG. Bei einem nicht autorisierten Trading-Angebot liegt der Verdacht nahe, dass erlaubnispflichtige Tätigkeiten ohne Genehmigung betrieben werden. Das verstärkt die zivilrechtlichen und strafrechtlichen Ansatzpunkte.
Ohne echte Konten kein Betrug, wir holen das Geld zurück
Der Betrug funktioniert nur, weil Einzahlungen auf echte Bankkonten geleitet werden. Genau hier setzt die Rückholung an. Wir identifizieren die Inhaber der Konten des Geldwäschenetzwerks und holen das Geld zurück, denn ohne echte Konten geht der Betrug nicht. Wer Geld von einer Betrugsplattform erhält, könnte sich zudem selbst wegen Geldwäsche nach § 261 StGB strafbar gemacht haben.
Zivilrechtliche Ansprüche gegen Kontoinhaber und Beteiligte
Für die Rückforderung kommen insbesondere Ansprüche aus § 812 BGB in Betracht. Zusätzlich sind Schadensersatzansprüche aus § 823 Abs. 2 BGB in Verbindung mit § 263 StGB möglich. In geeigneten Fallkonstellationen kommt auch § 826 BGB hinzu. Entscheidend ist die konsequente Sicherung von Zahlungsdaten, Kommunikationsverläufen und Empfängerkonten.
Bewertung von Fake-Network Financial Services aus anwaltlicher Sicht
Die Bewertung fällt eindeutig aus. Fake-Network Financial Services agiert als nicht autorisierter Anbieter und nutzt nach Behördenangaben ein Klon-Konstrukt. Die Widersprüche bei angeblicher Unternehmenszuordnung, Rechtswahl und Kontaktangaben passen zu typischen Täuschungsmodellen im Trading-Betrug. Wenn Sie solche Erfahrungen gemacht haben, sollten Sie sofort strukturiert handeln.
Was tun? Checkliste für networkfinancialservices(.)com-Opfer
- Leisten Sie keine weiteren Zahlungen an die Fake-Network Financial Services.
- Sichern Sie Überweisungsbelege, Wallet-Daten, Empfängerkonten und Verwendungszwecke.
- Speichern Sie E-Mails, Chats, Rufnummern, Zugangssites wie client-area(.)networkfinancialservices(.)com.
- Erstatten Sie Strafanzeige wegen Betrugs nach § 263 StGB und nennen Sie die Warnungen von CNMV (ES) und CySEC (CY).
- Lassen Sie Ansprüche zivilrechtlich prüfen und verfolgen, denn nur so kommt Geld zurück.
Resch Rechtsanwälte setzt die Rückholung durch
RESCH Rechtsanwälte ist eine Großkanzlei für Bank- und Kapitalmarktrecht mit 40 Jahren Erfahrung in Fällen von Anlagebetrug und Geldwäsche. Seit 40 Jahren holen wir Ihr Geld zurück.
Wenn Sie Ihr Geld von Fake-Network Financial Services zurückholen wollen, ist jetzt der richtige Zeitpunkt zu handeln. Kontaktieren Sie RESCH Rechtsanwälte unter +49 30 / 88 59 77 0 oder über das Kontaktformular auf unserer Website. Unsere Anwälte prüfen Ihren Fall und zeigen Ihnen, welche rechtlichen Schritte jetzt möglich sind.
FAQ zur Fake-Network Financial Services
Wie seriös ist Fake-Network Financial Services als Broker einzustufen?
Fake-Network Financial Services arbeitet mit inszenierten Trading-Oberflächen, künstlichen Kontoständen und nicht regulierten „Depots“ und ist daher nicht als seriöser Broker oder legitimer Anbieter von Wertpapier- oder Devisengeschäften anzusehen.
Welche Bedeutung haben die Warnungen von CNMV und CySEC zu Fake-Network Financial Services?
Die spanische CNMV stuft networkfinancialservices.com ausdrücklich als Clone ohne Erlaubnis für Wertpapier- und Devisengeschäfte ein, und auch die CySEC warnt vor dem Anbieter, was ein starkes Indiz für Anlagebetrug und illegales Krypto- bzw. Trading-Geschäft ist.
Woran erkennen Betroffene den typischen Ablauf des Trading-Betrugs bei Fake-Network Financial Services?
Charakteristisch sind anfangs seriös wirkende Betreuung, später massiver Einzahlungsdruck, angebliche Gewinne und schließlich blockierte Auszahlungen, die an erfundene Steuern, Gebühren oder „Verifikationszahlungen“ geknüpft werden.
Welche rechtlichen Konsequenzen drohen den Hintermännern von Fake-Network Financial Services?
Es kommen insbesondere Anlagebetrug nach § 263 StGB, ggf. § 264a StGB und Beteiligung an Geldwäsche nach § 261 StGB in Betracht, zudem zivilrechtliche Haftung nach §§ 812, 823 Abs. 2 i.V.m. § 263 StGB sowie § 826 BGB, etwa für Kontoinhaber im Geldwäschenetzwerk.


