New Hold: Trading-Betrug mit falscher Identität

13.03.2026. Haben Sie bei New Hold (etwa via newhold.pro oder newhold.net) getradet? Dann sind Sie einem Anlagebetrug ausgesetzt gewesen. New Hold, newhold.pro und newhold.net präsentieren sich als angeblich erfahrene Schweizer Trading-Plattform, tatsächlich warnt die polnische Finanzaufsicht KNF aber ausdrücklich vor diesen Domains. Die Wahrheit lautet: Hinter New Hold steht ein typischer Trading-Betrug, der Ihnen Ihr Geld systematisch abzieht. Lesen Sie diesen Artikel, um zu verstehen, wie der Betrug funktioniert und wie Sie Ihr Geld zurückholen können.

Definition des Anlagebetrugs bei New Hold

Zum Verständnis dessen, was bei New Hold wirklich passiert, hilft der Blick auf den Straftatbestand des Betruges nach § 263 StGB. Anlagebetrug ist das bewusste Vorspiegeln falscher Tatsachen, um einem anderen Menschen Geld zu verschaffen oder zu entziehen. Genau das geschieht bei New Hold: Die Täter inszenieren eine professionelle Trading-Plattform, versprechen „14 Jahre Erfahrung“ und seriöse Finanzdienstleistungen, obwohl die Domains newhold.pro und newhold.net erst am 25.07.2025 beim Registrar PDR LTD registriert wurden. Diese Diskrepanz ist kein Zufall, sondern Teil der Täuschung. Rechtlich liegt ein klarer Anlagebetrug nach § 263 StGB und § 264a StGB (Kapitalanlagebetrug) vor. Parallel kommen zivilrechtliche Ansprüche in Betracht, insbesondere aus § 823 Abs. 2 BGB in Verbindung mit § 263 StGB sowie aus ungerechtfertigter Bereicherung nach § 812 BGB.

Wer Geld von einer Betrugsplattform wie New Hold erhält, könnte sich darüber hinaus dem Verdacht der Geldwäsche nach § 261 StGB aussetzen, wenn Zahlungen aus deliktischer Herkunft weitergeleitet oder angenommen werden. Das zeigt: Die strafrechtliche Dimension beschränkt sich nicht auf die Hintermänner, sondern kann auch Personen erfassen, die scheinbar nur „Gelder weiterreichen“.

New Hold: Warnung der polnischen KNF und fehlende Erlaubnis

Besonders bedeutsam ist die öffentliche Warnung der polnischen Finanzaufsichtsbehörde KNF vor newhold.pro und newhold.net. Eine solche Warnmeldung bedeutet im Klartext, dass die Plattform aus Sicht der Aufsicht unerlaubte Finanzdienstleistungen anbietet und damit gegen aufsichtsrechtliche Vorgaben verstößt. Übertragen auf die deutsche Rechtslage würde ein vergleichbares Verhalten regelmäßig einen Verstoß gegen § 32 Kreditwesengesetz (KWG) darstellen, der eine schriftliche Erlaubnis für das Erbringen von Bank- oder Finanzdienstleistungen verlangt. Anbieter wie New Hold, die ohne behördliche Genehmigung grenzüberschreitend Trading, vermeintliche Kapitalanlagen oder Krypto-Geschäfte vertreiben, handeln illegal.

Die KNF-Warnung ist deshalb ein Indiz dafür, dass Anlegergelder auf eine rechtswidrige Struktur gelenkt werden. In der Praxis sind solche Warnlisten häufig der erste öffentlich sichtbare Hinweis auf ein international agierendes Geldwäschenetzwerk. Für Geschädigte von New Hold stärkt diese Warnung die Argumentation, dass sie mit einem nicht lizenzierten, betrügerischen Anbieter in Kontakt standen. Erfahrungen anderer Geschädigter mit vergleichbaren Plattformen zeigen, dass nach solchen Warnungen Auszahlungen oft vollständig eingestellt werden.

New Hold: Bühnenreife Show statt echter Konten und Depots

Auf den Seiten newhold.pro und newhold.net wird New Hold als professionelle Schweizer Trading-Plattform mit angeblich langjähriger Erfahrung dargestellt. Es werden Namen wie „David Barrett, Christopher Potts, Emily Carter, John Smith“ präsentiert, dazu eine Adresse „Bahnhofstrasse 37, 8001 Zürich, Switzerland“, eine schweizerische Telefonnummer, die +41435501366, und die E-Mail-Adresse support@newhold.pro. In der Realität ist dies nichts weiter als eine konstruierte Showbühne. Die angeblichen Mitarbeiter lassen sich nicht seriös den Websites zuordnen, die Namen sind austauschbar und dienen lediglich dazu, Vertrauen zu erzeugen.

Die entscheidende Täuschung: Es gibt bei New Hold kein echtes Depot bei einer regulierten Bank, keine tatsächlich geführten Wertpapierkonten und keine ordnungsgemäße Verwahrung von Kundengeldern. Die Charts, Kontostände und Gewinne, die den Nutzern auf dem Bildschirm angezeigt werden, sind Teil einer technischen Inszenierung. Es ist eine Darbietung, die nur den Zweck hat, Anleger zu immer höheren Einzahlungen zu bewegen. Echte Bankverbindungen werden nur im Hintergrund genutzt, um das Geld der Geschädigten in das Netzwerk der Täter und deren Helfer zu leiten. Die seriös klingenden Angaben zu Zürich sollen die Distanz zwischen Bühne und Wirklichkeit verdecken.

Besonders perfide: Die Betrüger missbrauchen die Identität der seriösen Schweizer NewHold AG (CHE-272.247.925, Freihofstrasse 14, 8048 Zürich). Diese Gesellschaft hat mit den Seiten newhold.pro und newhold.net nichts zu tun, wird aber gezielt vorgeschoben, um Seriosität vorzutäuschen. Die echte NewHold AG ist damit selbst Geschädigte eines Identitäts- und Firmendatenmissbrauchs. Wer mit New Hold negative Erfahrungen gemacht hat, sollte sich bewusst machen, dass er nicht mit der realen NewHold AG in Geschäftsbeziehung stand, sondern mit einem Täternetzwerk, das die Daten eines seriösen Unternehmens missbraucht.

Ohne echte Bankkonten kann New Hold nicht funktionieren

So virtuos die Online-Show der Trading-Plattform New Hold inszeniert wird, ohne reale Bankkonten wäre der Betrug nicht durchführbar. Um die Zahlungen der Anleger anzunehmen, benötigt das Netzwerk hinter newhold.pro und newhold.net echte Konten bei echten Banken oder Zahlungsdienstleistern. Über diese Konten fließen die Einzahlungen weiter, werden gebündelt, verschoben und schließlich in andere Länder verlagert. Hier setzt die juristische Aufarbeitung an.

Nach deutschem Recht gilt der Grundsatz: Niemand darf Gelder behalten, die aus einer Straftat stammen. Wer Konten zur Verfügung stellt oder Gelder aus dem Betrug entgegennimmt, kann als Geldwäscher nach § 261 StGB und als Teilnehmer am Betrug haften. Für geschädigte Anleger eröffnet dies die Möglichkeit, Ansprüche direkt gegen die Kontoinhaber und beteiligten Unternehmen geltend zu machen. Resch Rechtsanwälte konzentrieren sich genau auf diesen Punkt: Die Spur des Geldes wird nachverfolgt, Zahlungspfad und Empfängerkonten werden rekonstruiert, um die Hintermänner und Helfer zu identifizieren.

Viele der Kontoinhaber sind keine „windigen Briefkastenfirmen“, sondern scheinbar solide Unternehmen, etwa Handels-, Dienstleistungs- oder Import-Export-Firmen, die einen Teil ihrer Umsätze als Geldwäscher generieren. Gegen diese Personen und Gesellschaften können zivilrechtliche Ansprüche auf Schadensersatz und Herausgabe nach § 812 BGB geltend gemacht werden. Erfahrungen aus zahlreichen Fällen zeigen, dass genau hier die reale Chance liegt, Gelder zurückzufordern, selbst wenn die eigentlichen Plattformbetreiber im Ausland sitzen oder unbekannt sind.

Strafrecht, Zivilrecht, Geldwäsche: Ihre Ansprüche gegen New Hold

Das Geschäftsmodell von New Hold erfüllt gleich mehrere strafrechtliche Tatbestände. Zentrales Delikt ist der Betrug nach § 263 StGB, ergänzt durch Kapitalanlagebetrug nach § 264a StGB. Die vortäuschte langjährige Erfahrung, die falsche Zuordnung zur NewHold AG und die inszenierten Trading-Erfolge dienen allein dem Zweck, Anleger zur Überweisung möglichst hoher Beträge zu bewegen. Hinzu kommt regelmäßig der Tatbestand der Geldwäsche nach § 261 StGB, wenn die aus dem Betrug stammenden Gelder über verschiedene Konten und Länder geschleust werden.

Auf zivilrechtlicher Ebene bestehen für Geschädigte von New Hold insbesondere:

  • Schadensersatzansprüche aus § 823 Abs. 2 BGB in Verbindung mit § 263 StGB und ggf. § 264a StGB
  • Bereicherungsrechtliche Ansprüche aus § 812 BGB auf Rückzahlung der geleisteten Beträge
  • Ansprüche gegen sonstige Beteiligte, insbesondere Kontoinhaber und Zahlungsdienstleister, die in den Zahlungsfluss eingebunden waren.

Zu prüfen ist zudem, ob Informationspflichten verletzt wurden, die in Deutschland aus § 5 Digitale-Dienste-Gesetz (DDG) resultieren. Fehlende oder verfälschte Pflichtangaben zum Diensteanbieter sind ein weiteres starkes Indiz dafür, dass es sich nicht um eine seriöse, sondern um eine betrügerische Struktur handelt. Für die Bewertung Ihrer individuellen Erfahrungen mit New Hold ist eine genaue Analyse der Zahlungswege, der Kommunikation und der Vertragsunterlagen notwendig.

Checkliste: Was Geschädigte von New Hold jetzt tun sollten

  • Keine weiteren Einzahlungen leisten, auch wenn New Hold mit angeblichen „Steuern“, „Gebühren“ oder „Freischaltkosten“ droht
  • Sämtliche Unterlagen sichern (E Mails, Chats, Screenshots der Konten bei newhold.pro oder newhold.net, Trading-Übersichten)
  • Kontoauszüge und Zahlungsanweisungen auf alle Empfängerkonten sichern, inklusive Verwendungszweck
  • Telefonaufzeichnungen und Notizen zu Gesprächen mit angeblichen Mitarbeitern wie „David Barrett“ oder „Emily Carter“ dokumentieren
  • Sofortige rechtliche Beratung durch eine auf Anlagebetrug spezialisierte Kanzlei einholen, um Ansprüche gegen Kontoinhaber und weitere Beteiligte zu sichern
  • Prüfen lassen, ob eigene Rückzahlungen oder Geldflüsse eine geldwäscherechtliche Relevanz haben könnten

Wer bereits Auszahlungen von New Hold erhalten hat, sollte diese Vorgänge mit einem spezialisierten Rechtsanwalt besprechen. Unter bestimmten Umständen kann der Vorwurf im Raum stehen, sich selbst an Geldwäschehandlungen beteiligt zu haben. Eine frühzeitige rechtliche Einordnung schützt vor zusätzlichen Risiken.

Resch Rechtsanwälte: Geld zurück von New Hold

Bank- und Kapitalmarktrecht ist unser Fachgebiet, Anlagebetrug und Geldwäsche unsere tägliche Praxis. Das RESCH Rechtsanwälte-Team kämpft seit 40 Jahren für Ihr Recht. Aus der Erfahrung tausender Fälle wissen wir, wie Plattformen wie New Hold arbeiten und welche Hebel juristisch anzusetzen sind. Unsere Anwälte verfolgen konsequent die Spur des Geldes. Ziel ist es, die Kontoinhaber des Geldwäschenetzwerks zu identifizieren und die Gelder unserer Mandanten zurückzuholen.

Ihr Geld muss nicht verloren sein. Wenn Sie bei New Hold investiert haben, kontaktieren Sie RESCH Rechtsanwälte unter +49 30 / 88 59 77 0 oder über das Kontaktformular auf unserer Website. Unsere Anwälte prüfen Ihren Fall und zeigen Ihnen, wie Sie Ihre Ansprüche durchsetzen können. Auch international.

FAQ zu New Hold und dem damit einhergehenden Anlagescam

Was spricht bei New Hold für einen strafbaren Anlagebetrug?
Die bewusst falschen Versprechen zu Erfahrung, Seriosität und angeblichen Trading-Erfolgen bei New Hold, kombiniert mit der technischen Scheinplattform ohne echte Depots, erfüllen die Kriterien des Betrugs nach § 263 StGB und des Kapitalanlagebetrugs nach § 264a StGB.

Welche Bedeutung hat die KNF-Warnung vor newhold.pro und newhold.net?
Die öffentliche Warnung der polnischen Finanzaufsicht KNF ist ein starkes Indiz für unerlaubte, also illegale Finanz- und Trading-Dienstleistungen und stützt die Argumentation, dass Geschädigte es mit einem nicht lizenzierten Broker und Krypto-Anbieter zu tun hatten.

Warum sind die angeblichen Konten und Depots bei New Hold problematisch?
Die auf der Plattform angezeigten Kontostände, Charts und Depots sind nach der Schilderung nur eine Show; reale Konten bei regulierten Banken fehlen, während echte Empfängerkonten im Hintergrund ausschließlich dazu dienen, Anlegergelder ins Netzwerk der Täter und deren Helfer zu leiten.

Welche Ansprüche kommen für Geschädigte von New Hold rechtlich in Betracht?
Neben strafrechtlicher Verfolgung der Täter bestehen zivilrechtliche Ansprüche auf Schadensersatz aus § 823 Abs. 2 BGB i.V.m. § 263 StGB und § 264a StGB sowie bereicherungsrechtliche Rückforderungsansprüche nach § 812 BGB, die sich auch gegen Kontoinhaber und sonstige Beteiligte im Zahlungsfluss richten können.



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