ZinsRadar by Finanz Info, seriös oder unseriös?
20.04.2026. Haben Sie über die Plattform ZinsRadar by Finanz Info auf digital.finanz-info.com Festgeldangebote genutzt? Dann sind Sie wohl in den Sog eines Festgeld-Betrugs hineingeraten. Die Darstellung als seriöser Vergleichsdienst täuscht gezielt über die tatsächlichen Verhältnisse hinweg. Auffällig sind insbesondere die widersprüchlichen Angaben zur angeblichen Unternehmenshistorie sowie zweifelhafte Zertifizierungen. Lesen Sie diesen Artikel jetzt, um zu verstehen, wie der Festgeld-Betrug funktioniert und wie Sie Ihr Geld womöglich zurückholen können, insofern Sie den Website-Inhalten bereits geglaubt und Geld übermittelt haben.
Gibt es ZinsRadar by Finanz Info wirklich?
ZinsRadar by Finanz Info inszeniert sich als etablierter Anbieter mit über 15 Jahren Erfahrung im Anlagesektor. Diese Darstellung hält einer Überprüfung unsererseits aber nicht stand. Die Domain digital.finanz-info.com wurde erst am 04.01.2026 bei NameCheap, Inc. registriert. Eine derart junge Domain passt nicht zu der behaupteten Historie. Hier wird gezielt Vertrauen aufgebaut, um Anleger zu möglichst hohen Einzahlungen zu bewegen. Die gesamte Plattform wirkt wie eine inszenierte Oberfläche ohne realen Geschäftsbetrieb.
ZinsRadar by Finanz Info zahlt nicht aus
Typisch für den Festgeld-Betrug ist, dass zunächst attraktive Konditionen präsentiert werden. Nach der Einzahlung treten jedoch Probleme auf. Auszahlungen werden verzögert, verweigert oder an zusätzliche Bedingungen geknüpft. Es werden angebliche Gebühren, Steuern oder weitere Einzahlungen verlangt. Diese Vorgehensweise dient allein dazu, weitere Gelder zu erlangen. Wer hier Erfahrungen gemacht hat, erkennt schnell, dass keine echte Anlage existiert.
Fragwürdige Bewertung und Identität der Betreiber
Die im Kleingedruckten der Website genannte Initial Merit Secure Ltd mit Sitz in Zypern (3, Pythagora Street, Pythagoras Court, 4th Floor, CY-3027, Limassol) wirft erhebliche Fragen auf. Zwar existiert eine solche Gesellschaft im zypriotischen Register, jedoch gibt es keine belastbaren Hinweise darauf, dass sie tatsächlich hinter der Plattform digital.finanz-info.com steht. Auch die Nennung von Marios Zantis als Geschäftsführer im Impressum der Website lässt sich nicht eindeutig mit dem Internetauftritt digital.finanz-info.com in Verbindung bringen. Solche Konstruktionen sind typisch, um Verantwortlichkeiten zu verschleiern und positive Bewertungen und Vibes vorzutäuschen.
Ohne Konten kein Festgeld-Betrug
Damit Gelder überhaupt transferiert werden können, nutzen die Täter reale Bankkonten. Diese Konten werden von etwaigen Geldwäschern bereitgestellt. Wir identifizieren die Inhaber dieser Konten und machen Ansprüche geltend. Denn ohne diese Konten wäre der Betrug nicht möglich. Wer Zahlungen geleistet hat, hat gute Chancen, diese über zivilrechtliche Wege zurückzufordern.
Wer steckt hinter den Konten?
Die Strukturen hinter ZinsRadar by Finanz Info sind professionell organisiert. Gelder werden über verschiedene Konten geleitet, um ihre Herkunft zu verschleiern. Häufig handelt es sich bei den Kontoinhabern um Unternehmen, die bewusst oder fahrlässig in Geldwäschehandlungen eingebunden sind. Diese haften unter anderem nach § 823 Abs. 2 BGB in Verbindung mit § 263 StGB sowie nach § 812 BGB auf Rückzahlung.
Juristische Einordnung des Festgeld-Betrugs
Wer bewusst falsche Tatsachen vorspiegelt, um einer Person ihr Geld abzulocken, begeht Anlagebetrug. Dieser erfüllt den Straftatbestand des § 263 StGB. Zusätzlich kann § 264a StGB einschlägig sein, wenn falsche Angaben zu Kapitalanlagen gemacht werden. Da zur Durchführung echte Konten genutzt werden, liegt regelmäßig auch Geldwäsche gemäß § 261 StGB vor. Zudem bestehen Verstöße gegen § 32 KWG, da unerlaubt Finanzdienstleistungen angeboten werden. Da ändert auch die Nennung der Kontakt-E-Mail-Adresse kundenservice@finanz-info.com auf der ominösen Festgelsvergleichssite nichts dran.
Wichtig ist: Strafverfahren führen selten direkt zur Rückzahlung. Entscheidend ist die zivilrechtliche Verfolgung der Geldflüsse. Genau hier setzen spezialisierte Kanzleien an.
Achtung: In Einzelfällen erhalten Anleger kleinere Rückzahlungen. Wer solche Gelder annimmt, könnte sich unter Umständen selbst dem Vorwurf der Geldwäsche ausgesetzt sehen. Eine rechtliche Prüfung ist daher unerlässlich.
Was tun bei ZinsRadar by Finanz Info? Checkliste
- Keine weiteren Zahlungen leisten
- Sämtliche Kommunikation und Zahlungsbelege sichern
- Anzeige bei den Strafverfolgungsbehörden erstatten
- Spezialisierten Anwalt im Bank- und Kapitalmarktrecht einschalten
Ihre Erfahrung mit ZinsRadar by Finanz Info zählt
Viele Betroffene berichten über ähnliche Erfahrungen mit ZinsRadar by Finanz Info. Diese Muster sind kein Zufall, sondern Teil eines systematischen Anlagebetrugs. Ihre Erfahrung kann helfen, die Strukturen aufzudecken und Ansprüche durchzusetzen.
RESCH Rechtsanwälte ist seit 40 Jahren die erfahrene Adresse für Bank- und Kapitalmarktrecht bei Anlagebetrug und Geldwäsche.
Wenn Sie Ihr Geld von ZinsRadar by Finanz Info zurückfordern möchten, ist juristische Unterstützung der richtige nächste Schritt. Kontaktieren Sie RESCH Rechtsanwälte unter +49 30 / 88 59 77 0 oder über das Kontaktformular auf unserer Website. Unsere Anwälte prüfen Ihren Fall und zeigen Ihnen, was jetzt getan werden kann.
FAQ zu ZinsRadar by Finanz Info
Wie seriös ist ZinsRadar by Finanz Info als Anbieter für Festgeld und Anlagen?
Die extrem junge Domain, der inszenierte Webauftritt und die zweifelhafte Zertifizierung sprechen eher für einen illegalen Festgeld-Betrug als für einen etablierten Broker oder Finanzdienstleister.
Warum zahlt ZinsRadar by Finanz Info mein Festgeld nicht zurück?
Typischerweise werden bei dieser Art von Krypto- oder Trading-ähnlichem Anlagebetrug Auszahlungen verzögert, an zusätzliche Bedingungen geknüpft oder von angeblichen Gebühren und Steuern abhängig gemacht, um weitere Einzahlungen zu erzwingen.
Welche Rolle spielen Initial Merit Secure Ltd und die genannten Verantwortlichen bei ZinsRadar by Finanz Info?
Zwar ist die Initial Merit Secure Ltd im zypriotischen Handelsregister mit der Nummer 291905 eingetragen, doch fehlen belastbare Nachweise dafür, dass sie tatsächlich hinter der Plattform steht, was auf eine gezielte Verschleierung der Betreiberidentität hindeutet.
Welche rechtlichen Ansprüche haben Anleger gegen ZinsRadar by Finanz Info und die Kontoinhaber?
Die Konstellation spricht für Anlagebetrug nach § 263 StGB, gegebenenfalls § 264a StGB, sowie Geldwäsche nach § 261 StGB, sodass zivilrechtliche Rückforderungsansprüche – etwa aus § 823 Abs. 2 BGB in Verbindung mit § 263 StGB und aus § 812 BGB – gegen die Kontoinhaber in Betracht kommen.


