Achtung, Abzocke: Online-Betrug trifft Verbraucher in Deutschland besonders hart.
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Deutsche stark von Online-Betrug betroffen
neue Studie offenbart Entwicklung

Online-Betrug ist längst kein Randphänomen mehr. Eine aktuelle Erhebung des Elektronikgeräte-Versicherers SquareTrade zeigt, wie stark insbesondere Verbraucher in Deutschland betroffen sind. Im Vergleich der untersuchten europäischen Märkte erleiden deutsche Betrugsopfer die höchsten finanziellen Schäden. Gleichzeitig fällt die Aufklärungsquote hierzulande besonders niedrig aus.

Jochen Resch - Fachanwalt Jochen Resch, Geschäftsführer & Fachanwalt
Jochen Resch - Fachanwalt

Jochen Resch, Geschäftsführer & Fachanwalt


Seit 1986 Anlegerschutz
40+ Jahre Erfahrung
Fachanwälte Bank- & Kapitalmarktrecht
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Kompaktüberblick:

Zwei von drei Betroffenen in Deutschland verlieren bei einem Betrugsversuch tatsächlich Geld. Der durchschnittliche Schaden liegt bei 657 Euro. Social Media, Messenger, E-Mail, Online-Marktplätze, künstliche Intelligenz, gestohlene Smartphones und Money Muling bilden zentrale Risikofelder.

Zwei von drei Betroffenen verlieren tatsächlich Geld

Für die SquareTrade-Erhebung wurden insgesamt 3.000 Personen befragt, die bereits Ziel eines Betrugsversuchs geworden waren. Das Ergebnis für Deutschland ist bemerkenswert: Rund zwei Drittel der Betroffenen verloren bei dem Betrugsversuch tatsächlich Geld.

Der durchschnittliche finanzielle Schaden lag bei 657 Euro. Damit verzeichnet Deutschland innerhalb der untersuchten europäischen Märkte die höchsten durchschnittlichen Schädigungen.

Die Zahlen verdeutlichen zugleich, dass Online-Betrug längst nicht mehr nur über zweifelhafte E-Mails oder offensichtlich gefälschte Internetseiten erfolgt. Die Täter suchen ihre Opfer dort, wo sich Menschen täglich digital bewegen.

Wichtiges Warnsignal:

Online-Betrug beginnt häufig dort, wo Menschen täglich kommunizieren: in sozialen Netzwerken, Messenger-Diensten, E-Mails und auf Online-Marktplätzen. Entscheidend ist deshalb nicht nur die spätere Plattform, sondern auch der erste Kontakt.

Für RESCH Rechtsanwälte sind diese Ergebnisse ein weiterer Beleg dafür, wie professionell, technisch ausgefeilt und vielseitig Online-Betrug inzwischen betrieben wird. Unsere auf Anlegerschutz und Anlagebetrugsfälle spezialisierte Kanzlei verfolgt die Entwicklung neuer Betrugsformen und Täterstrukturen fortlaufend.

Seit 1986 beschäftigt sich RESCH Rechtsanwälte mit dem Schutz geschädigter Anleger und verfügt damit über 40 Jahre Erfahrung in diesem Bereich.

Social Media und Messenger werden zum Einfallstor

In rund einem Drittel der untersuchten Fälle erfolgte der erste Kontakt über soziale Netzwerke oder Messenger-Dienste. Weitere 15 Prozent der Betrugsversuche liefen über E-Mail, zwölf Prozent über Online-Marktplätze wie eBay oder Vinted.

Gerade die Kontaktaufnahme über soziale Netzwerke spielt auch beim Online-Anlagebetrug eine immer größere Rolle. Täter sprechen potenzielle Opfer beispielsweise über vermeintliche Investmentgruppen, Börsenforen, WhatsApp-, Telegram- oder andere Messenger-Gruppen an.

Nicht selten entsteht zunächst über Tage oder Wochen ein Vertrauensverhältnis, bevor vermeintliche Anlage- oder Tradingmöglichkeiten angeboten werden.

Aus Sicht von RESCH Rechtsanwälte ist deshalb entscheidend, einen Betrugsfall nicht nur anhand der letztlich verwendeten Tradingplattform zu betrachten. Ebenso wichtig ist die Frage, wo und wie der Kontakt begonnen hat, wer beteiligt war und wohin das Geld tatsächlich geflossen ist.

Typische Einfallstore für Online-Betrug

  • Soziale Netzwerke und Messenger-Dienste
  • WhatsApp-, Telegram- oder andere Messenger-Gruppen
  • Vermeintliche Investmentgruppen und Börsenforen
  • E-Mails mit betrügerischen Angeboten
  • Online-Marktplätze wie eBay oder Vinted
  • Gefälschte Tradingplattformen und unseriöse Anlageangebote

Künstliche Intelligenz verschärft das Problem

Eine weitere Entwicklung ist der zunehmende Einsatz künstlicher Intelligenz.

Nach den Ergebnissen der Studie erhielten zwölf Prozent der Befragten bereits einen KI-generierten Anruf, der vermeintlich von einer bekannten Person stammte. Bei fast ebenso vielen Betroffenen wurden die eigene Stimme oder das eigene Gesicht im Zusammenhang mit einem Betrugsversuch imitiert.

Damit wird eine bislang wichtige Schutzbarriere zunehmend durchlässig: Das Wiedererkennen einer Stimme oder eines Gesichts ist kein verlässlicher Beleg mehr dafür, tatsächlich mit der betreffenden Person zu kommunizieren.

Für Betrüger eröffnen sich dadurch neue Möglichkeiten. Gefälschte Videoaufnahmen, manipulierte Sprachmitteilungen oder täuschend echt wirkende Telefonate können genutzt werden, um Vertrauen zu erzeugen und Menschen zu Überweisungen oder zur Preisgabe sensibler Daten zu bewegen.

KI als Betrugswerkzeug:

Eine vertraut wirkende Stimme oder ein bekanntes Gesicht ist kein sicherer Beweis mehr für die Echtheit einer Kontaktaufnahme. KI-generierte Anrufe, gefälschte Videos und manipulierte Sprachmitteilungen können gezielt eingesetzt werden, um Vertrauen zu erschleichen.

Das Smartphone als Schlüssel zu Bank- und Online-Konten

Ein unterschätztes Risiko zeigt sich auch beim Verlust oder Diebstahl eines Smartphones.

Bei fast der Hälfte der Befragten, deren Online-Konten gehackt worden waren, stellte ein verlorenes oder gestohlenes Smartphone den Ausgangspunkt dar. Das Mobiltelefon ist heute häufig zugleich Zugang zu E-Mail-Konten, Banking-Apps, Messenger-Diensten, Kryptobörsen und Möglichkeiten zur Zwei-Faktor-Authentifizierung.

Gerät ein unzureichend geschütztes Gerät in falsche Hände, kann sich daraus deshalb eine Kette weiterer Zugriffe entwickeln.

Money Muling: Junge Menschen geraten in den Fokus

Besonders auffällig sind auch die Angaben zum sogenannten Money Muling. Dabei stellen Personen ihr eigenes Bankkonto für fremde Geldtransfers zur Verfügung und leiten eingehende Gelder anschließend weiter.

Gerade im Zusammenhang mit Online-Betrug sind solche Konten von erheblicher Bedeutung, weil Täter die Gelder ihrer Opfer über eine Vielzahl unterschiedlicher Konten schleusen.

Laut SquareTrade wurden auffallend viele junge Erwachsene bereits gefragt, ob sie ihr Konto für entsprechende Transaktionen zur Verfügung stellen würden. 8,5 Prozent der Angesprochenen erklärten, einem solchen Angebot zugestimmt zu haben. Weitere 16 Prozent hatten es zumindest ernsthaft in Erwägung gezogen.

Damit erreichte Deutschland laut der Untersuchung auch in diesem Bereich den höchsten Wert unter den betrachteten europäischen Märkten.

Für Betroffene von Anlagebetrug ist dieser Aspekt besonders relevant. Denn hinter der auf dem Bildschirm sichtbaren Betrugsplattform stehen immer reale Zahlungswege. Bankkonten, Zahlungsdienstleister und Kryptobörsen bilden die Infrastruktur, über die das Geld weitergeleitet wird.

Warum Zahlungswege bei Anlagebetrug entscheidend sind

  • Hinter jeder sichtbaren Betrugsplattform stehen reale Geldflüsse.
  • Bankkonten können zur Weiterleitung von Opfergeldern genutzt werden.
  • Zahlungsdienstleister und Kryptobörsen sind häufig Teil der Infrastruktur.
  • Money Muling kann helfen, Gelder über verschiedene Konten zu verschleiern.
  • Für die rechtliche Prüfung sind Zahlungsbelege und Transaktionsdaten besonders wichtig.

RESCH Rechtsanwälte beobachtet die Entwicklung des Online-Betrugs

Die neuen Zahlen überraschen angesichts der Entwicklung der vergangenen Jahre nur bedingt. Die Methoden verändern sich schnell: Gefälschte Tradingplattformen, Identitätsmissbrauch seriöser Unternehmen, betrügerische Festgeldangebote, Messenger-Gruppen, KI-generierte Kommunikation und sogenannte Recovery-Scams treten zunehmend nebeneinander auf oder werden miteinander kombiniert.

RESCH Rechtsanwälte beschäftigt sich seit 1986 mit dem Anlegerschutz und verfügt inzwischen über 40 Jahre Erfahrung in diesem Segment. RESCH Rechtsanwälte ist die größte auf Anlagebetrug spezialisierte Kanzlei Deutschlands.

Unsere Kanzlei beobachtet aktuelle Warnmeldungen von Finanzaufsichtsbehörden, neu auftretende Handelsplattformen, verwendete Domains, beteiligte Unternehmen sowie bekannte Zahlungs- und Täterstrukturen kontinuierlich. Erkenntnisse aus neuen Fällen werden dabei mit bereits bekannten Sachverhalten abgeglichen.

Diese fortlaufende Beobachtung ist gerade beim Online-Anlagebetrug wichtig. Namen und Internetseiten können innerhalb kürzester Zeit verschwinden oder ausgetauscht werden. Die zugrunde liegenden Strukturen, Kontaktpersonen, Zahlungswege und Vorgehensweisen tauchen dagegen häufig in veränderter Form erneut auf.

Sind Sie von Online-Anlagebetrug betroffen?

Lassen Sie Ihren Fall kostenfrei prüfen. Je früher Kontakte, Plattformdaten, Zahlungswege und Beweise gesichert werden, desto besser lassen sich mögliche rechtliche Schritte bewerten.