Gelungener Schlag gegen Kriminelle auf Zypern u. in Berlin!
Resch Rechtsanwälte verfolgen die Schritte der Behörden. Unsere Erfahrungen!
Die Pressemitteilung der Zentralstelle Cybercrime Bayern und des Polizeipräsidiums Oberpfalz lässt uns, Resch Rechtsanwälte, aufhorchen. Viele unserer Mandanten, die Opfer der einst von Betrügern arrangierten Online Trading Betrugsmasche wurden, um die es in der Pressemitteilung geht, können neue Hoffnung schöpfen – die Ermittlungen schreiten offenkundig voran. Die Behörden sind den betrügerischen Brokern auf den Fersen: Zahlte auch Ihr Broker nicht aus? Fragen auch Sie sich, ob Sie Geld vom Broker zurückerhalten können?
Das sagen die Zentralstelle Cybercrime Bayern und das PP Oberpfalz
„07.11.2024: Gemeinsame Pressemitteilung der Zentralstelle Cybercrime Bayern und des Polizeipräsidiums Oberpfalz
Investment-Betrug im Netz: Konzertierte Aktion gegen Täternetzwerk auf Zypern und in Berlin
Bamberg/Amberg/Berlin/Zypern. Am 05. November wurden nach umfangreichen Ermittlungen der Zentralstelle Cybercrime Bayern sowie der Kriminalpolizeiinspektion (KPI) Amberg auf Zypern und in Deutschland in einer konzertierten Aktion vier Beschuldigte festgenommen und zahlreiche Objekte durchsucht. Es konnten umfangreiches Beweismaterial und auch Vermögenswerte sichergestellt werden.
Am 05. November wurden unter Leitung der Zentralstelle Cybercrime Bayern in Deutschland
und auf Zypern insgesamt 13 Objekte (überwiegend Privatanschriften, z. T. auch Geschäftsräume) durchsucht. Der Schwerpunkt der von Eurojust koordinierten und begleiteten Operation lag auf der zyprischen Hafenstadt Limassol und Berlin. An den Durchsuchungsmaßnahmen auf Zypern nahmen neben einer Staatsanwältin und einem Staatsanwalt sowie zwei IT Forensikern der ZCB fünf Polizeibeamte aus der Oberpfalz teil. Auch Europol war in die Maßnahmen eingebunden und leistete vor Ort Unterstützung.
Die polizeilichen Ermittlungen werden zentral durch die KPI Amberg geführt. Eine Geschädigte aus dem Zuständigkeitsbereich der KPI Amberg hatte Ende 2023 Anzeige erstattet, nachdem sie im Oktober/November 2023 auf der Investment-Plattform Halder-Bay einen Betrag von mehr als 30.000 EUR investiert hatte, ihre vermeintlichen Gewinne aber nicht ausgezahlt bekam. In Anbetracht der professionellen Täterstrukturen und des sich abzeichnenden erheblichen Ermittlungsaufwands wurde in Amberg Anfang 2024 eine eigene Ermittlungsgruppe eingerichtet.
Gegen die Tätergruppierung wird seitdem wegen gewerbsmäßigen Bandenbetruges nach dem Modus Operandi des sog. Cybertradings ermittelt. Bei diesem in den vergangenen Jahren sehr häufig anzutreffenden Kriminalitätsphänomen beraten angebliche Finanzexperten ihre potenziellen Opfer über vermeintlich lukrative Anlage- und Finanzprodukte, überwiegend im Zusammenhang mit Kryptowährungen, und verleiten dadurch zur Geldanlage. Tatsächlich werden die Einzahlungen der Anleger jedoch nie (gewinnbringend) investiert. Über unterschiedlichste Plattformen und Websites wird gegenüber den Opfern die Illusion eines existierenden Accounts aufrechterhalten. Dort werden den Geschädigten durch vermeintlich erfolgreiche Trades Gewinne vorgetäuscht, um weitere Investitionen zu generieren. Am Ende des häufig monatelangen Kontakts steht die bittere Erkenntnis, dass das gesamte Investment verlustig gegangen ist.
Die Tätergruppierung, gegen die sich die operativen Maßnahmen am 05. November richteten, soll nach den bisherigen Ermittlungsergebnissen bereits seit jedenfalls August 2022 bis in die jüngste Vergangenheit mindestens 13 solcher betrügerischer Trading-Plattformen im Internet betrieben haben (z. B. Halder-Bay, Advancia, Avanchie, Bitdach, Wega-Bay). Auf den Websites dieser Betrugsplattformen wurden häufig vermeintliche Geschäftsanschriften in Deutschland angegeben, zum Teil kam es auch zum Identitätsmissbrauch von seriösen Unternehmen.
Von der Finanzaufsicht BaFin wurde in der Vergangenheit vor vielen Plattformen, die der Gruppierung zuzurechnen sind, gewarnt.
Der von der Tätergruppierung angerichtete Schaden ist erheblich. Derzeit liegen der Zentralstelle Cybercrime Bayern Anzeigen von etwa 170 Geschädigten aus Deutschland vor. Der gegenwärtig bekannte Gesamtschaden beträgt ungefähr 10 Millionen Euro. Es ist allerdings von einem beträchtlichen Dunkelfeld und damit von einer Vielzahl weiterer Fälle auszugehen. In zahlreichen Fällen liegt der Schaden im fünf- oder sechsstelligen Bereich. Den mit Abstand höchsten Einzelschaden erlitt ein Investor aus Nordrhein-Westfalen; er wurde binnen eines Monats um einen Betrag von insgesamt 3.320.082 EUR betrogen.“
Folgende Plattformen werden den Beschuldigten zur Last gelegt
Hier noch einmal eine Zusammenfassung der Plattformen, um die es in dieser Pressemitteilung geht, sowie weitere, von denen unsere In-House-Ermittler wissen, dass sie ebenfalls zu diesem Komplex gehören:
HalderBay (halder-bay.com halderbay.eu halderbay.com)
Advancia (advancia.ch und advancia.io)
WegaBay (wega-bay.com)
Quova (quova.io)
Avanchie (avanchie.ch)
Polonix
Solidhorizon
Taurumax
Novoricon
Anlagebetrug anzeigen reicht nicht
Sie sind Opfer der genannten Plattformen geworden?
Insofern Sie Opfer der Online Trading Betrugsmasche geworden sind, Ihnen eine der eben benannten Plattformen bekannt vorkommt und Sie dort Geld eingezahlt haben und es nicht mehr ausgezahlt bekommen: Melden Sie sich bei uns! Wir – Resch Rechtsanwälte – sind auf Kapitalanalgebetrug Schemata spezialisiert und kennen die Tricks der Täter ganz genau. Seit rund vierzig Jahren kämpft unser interdisziplinäres Team für die Opfer unseriöser Trading-Plattformen. Wir verfolgen die Aktivitäten der Behörden stets genauestens und stehen auch mit ihnen in Kontakt. Insofern Sie zu den Geschädigten gehören, bekommen Sie bei uns die passende Hilfe, um Ihre Rechtsansprüche geltend zu machen und Ihr Geld etwaig doch noch zu retten.
07.11.2024


