ZinsPlan: Warnung, Anlagebetrug! Nicht seriös, nicht sicher

Anleger machen lausige Erfahrungen auf zinsplan.com – Bewertung: Finger weg!

Die ZinsPlan-Plattform (zinsplan.com) hat im Rahmen einer Website-Bewertung unsererseits erschütternde Erkenntnisse zutage gefördert. Aufgrund unserer Erfahrungen mit derartigen Plattformen stellten wir rasch fest, dass ZinsPlan trotz ihres professionellen Erscheinungsbildes viele bedenkliche Merkmale aufweist. Die vermeintlich attraktiven Angebote (Festgeld, Tagesgeld) und die suggerierte, seriöse Betreuung durch Mitarbeiter wirken zwar überzeugend, jedoch sollten Anleger gewarnt sein. Folgend werden die wesentlichen Informationen und Erkenntnisse in Sachen ZinsPlan detailliert dargestellt, um eine fundierte Entscheidung über die Seriosität dieser Plattform zu ermöglichen. Wurden Sie schon von ZinsPlan betrogen? Wir verraten, was Sie jetzt tun können.

Hintergehung von Anlegern durch professionelle Website-Aufmachung

Der Webauftritt zinsplan.com kommt auf den ersten Blick professionell daher. Die direkte Ansprache, scheinbar interessante Offerten und die Aussicht auf Obhut durch angeblich bestens ausgebildete Mitarbeiter sollen den Anleger zu hohen Renditen und Gewinnen führen. Doch all dies stellt sich als reine Inszenierung heraus. Tatsächlich wird kein Cent des angelegten Geldes investiert; vielmehr wandert das gesamte Kapital direkt in die prall gefüllten Beutel der Online-Anlagebetrüger. Es handelt sich um ein geschickt inszeniertes Theaterstück, das arglose Anleger täuschen soll.

Fehlendes Impressum und anonymisierte Domaindaten

Ein weiterer auffälliger Punkt ist das mit Unwahrheiten gespickte Impressum auf der ZinsPlan-Site. Dies erschwert es, die Täter rasch zu ermitteln. Die Domaindaten der Website zinsplan.com geben ebenfalls keine detaillierten Hinweise auf die tatsächlichen Betreiber preis, lediglich so viel: Die Registrierung erfolgte am 31.12.2023 bei Dynadot, Inc., wobei sich die eigentlichen Domaininhaber hinter einem Anonymisierungsdienst verstecken. Diese Verschleierungstaktiken sind typisch für betrügerische Plattformen, die lediglich zum Zwecke des Online-Anlagebetrugs initiiert wurden.

Wiederkehrende Muster und geografische Verbindungen

Unsere seit Jahren laufenden, intensiven Ermittlungen und Erfahrungen im Umgang mit derartigen Websites haben gezeigt, dass auch die Täter hinter ZinsPlan – wie so oft – gleich mehrere Websites betreiben, um ihr betrügerisches Geschäftsmodell zu verbreiten. Dabei folgt auch ZinsPlan einem immer wiederkehrenden Muster, das wir bereits bei anderen Fällen beobachtet haben. Auffällig ist eine Spur, die uns immer wieder in die Türkei führt, wo eine skrupellose Betrugszelle für viele betrügerische Fest- oder Tagesgeldplattformen verantwortlich ist. Ob ZinsPlan dieser ebenfalls zuzuordnen ist, bleibt Gegenstand unserer laufenden Ermittlungen, es spricht einiges dafür.
 

Irreführende Kontaktinformationen

Auf der Website von ZinsPlan werden eine E-Mail-Adresse (info@zinsplan.com) und eine Rufnummer mit hannoverischer Vorwahl (0511-51538950) angegeben. Zudem wird eine Anschrift in der Viktoriastraße 26 in 51149 Köln, genannt. Diese Adressen und Nummern erwecken den Eindruck einer seriösen Präsenz, sind jedoch irreführend, denn warum sollte eine Kölner Firma mit einer Nummer aus Hannover herumhantieren? Das passt nicht so recht zusammen. Doch was noch viel alarmierender ist: An der angegebenen Adresse konnte bisher niemand ausfindig gemacht werden, der für die Website zinsplan.com seinen Kopf herhalten möchte. Ergo: Es handelt sich hierbei um eine Scheinadresse – ein klares Anzeichen dafür, dass hier etwas nicht mit rechten Dingen zugeht!

Aus dem Schatten des Internets herausgetreten: Kommunikation per Post

Interessanterweise kommunizieren die ZinsPlan-Initiatoren auch postalisch mit ihren Opfern. Dies ist für Online-Anlagebetrüger ungewöhnlich, da sie meist anonym bleiben wollen und ihnen das World Wide Web als Tarnkappe normalerweise äußerst dienlich ist. Die Briefe enthalten eine Postfachadresse (ZinsPlan, Postfach 12 05 09, 51149 Köln), die unsere Ermittler im Rahmen ihrer Möglichkeiten zukünftig sicherlich noch genauer inspizieren werden.

Falsche Firmenangaben am laufenden Band – Identitätsmissbrauch

Die Suche nach ZinsPlan in einschlägigen Registern führt zu keinem handfesten Ergebnis. Die Plattform ist ein Phantasieprodukt. Auf der Website wird zwar suggeriert, dass eine 5 Sterne Finanz GmbH aus Köln mit der Handelsregisternummer HRB 119573 Betreiberin von ZinsPlan sei. Unsere Recherchen haben jedoch ergeben, dass diese Nummer tatsächlich einer anderen Firma im Kölner Handelsregister, der Sonnenernte Speicher GmbH aus Overath, gehört. Zudem existiert zwar eine 5 Sterne Finanz GmbH, diese ist jedoch in Bad Saarow ansässig und im Handelsregister Berlin eingetragen (erstaunlicherweise mit ebenderselben Nummer). Es liegt eindeutig ein Identitätsmissbrauch vor, und zwar zulasten von gleich zwei Unternehmen – zulasten der Sonnenernte Speicher GmbH aus Overath und zulasten der 5 Sterne Finanz GmbH aus Bad Saarow.

Fazit: ZinsPlan ist Betrug, wie er im Bilderbuch steht – Finger weg!

Unsere intensiven Ermittlungen haben zahlreiche bedenkliche Aspekte und irreführende Informationen rund um die Plattform ZinsPlan offengelegt. Trotz ihres professionellen Erscheinungsbildes und der vermeintlich seriösen Betreuung handelt es sich um eine durchweg betrügerische Inszenierung. Die fehlenden und verschleierten Kontaktinformationen sowie der Identitätsmissbrauch bestätigen die unseriöse Natur dieser Plattform. Anleger sollten daher dringend vor Investitionen in ZinsPlan gewarnt werden. Es bleibt zu hoffen, dass auch die regulatorischen Institutionen – etwa à la deutsche BaFin, österreichische FMA oder schweizerische FINMA – bald Maßnahmen ergreifen und vor den Aktivitäten dieser Betrüger warnen werden.

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